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CHF 2.435 p.Pers. im DZ zzgl. Flug

Danzig, Kaliningrad & das Baltikum

Hauptreise

  • 10 Tage
  • Privatreise
  • Hotelklasse wählbarHotelklasse wählbar
  • Stadtbesichtigung Danzig
  • Schloss Marienburg
  • Stadtführung in Kaliningrad
  • Kurische Nehrung & Nidden
  • Wasserburg Trakai
  • Vilnuis, Riga & Tallinn
Gdask Malbork Kaliningrad Nida

Erleben Sie die kulturellen Höhepunkte von Danzig, Kaliningrad und dem Baltikum mit Riga, Vilnius und Tallinn. Neben der reichen Kultur sind diese Staaten voller Naturhighlights und gastfreundliche Menschen heißen Sie Willkommen.

Tag 1
Gdańsk
Ankunft in Danzig

Ankunft in Danzig

Ankunft und Empfang durch Ihre Reiseleitung, anschließend Transfer ins Hotel.

Übernachtung in Mittel-, Komfort- oder Luxusklasse nach Wahl

Inklusive Frühstück

Mittelklasse: Dom Muzyka Hotel - einfaches Hotel in ehemaliger preußischen Kaserne. Elegantes Restaurant und Sommerterrasse. Komfortklasse: Holiday Inn Danzig - Hotel im Stadtkern direkt am Hafen gelegen. Modern ausgestattete Zimmer. Luxusklasse: Hilton Gdansk - schickes Hotel mitten in der Altstadt gelegen, moderne Zimmer und tolles Restaurand und Spa.

Tag 2
Gdańsk
Danzig, Gdingen, Zopott - Stadtbesichtigungen
Danzig am Fluss

Danzig, Gdingen, Zopott - Stadtbesichtigungen

Zusammen mit ihren Schwestern Zoppot und Gdingen bildet Danzig die Dreistadt. Jede der drei Städte hat ihren besonderen Charakter.

In Danzig finden Sie auf Schritt und Tritt, Spuren der interessanten und bewegten Geschichte. In Zoppots Straßen herrscht die erholsame Atmosphäre eines Seebads. Das elegante Gdingen ist mit seinen ständig neuen Ideen und Inspirationen sicherlich die modernste Schwester.

Während der Stadtrundgangs durch die alte Hansestadt Danzig sehen Sie die Altstadt, mit dem Goldenen Tor (Brama Złota) und die berühmte Langgasse, die prächtigen Fassaden der Renaissance und Barockhäuser, das gotische Rathaus mit seinem markanten Uhrenturm, das Goldene Haus Zoppot gehörte einst zum Zisterzienserorden und wurde seit dem 19 Jahrhundert als Kurort genutzt. Weltbekannt ist auch die längste Holzbrücke Europas, die Mole Gdingen ist mit seinen 85 Jahren die Jüngste im Bunde. Ein Muss ist der ehemalige Zerstörer Blyskawica an der Südmole, welcher während des Zweiten Weltkriegs eine der vier Torpedozerstörer unter polnischer Flagge war.

Übernachtung in Mittel-, Komfort- oder Luxusklasse nach Wahl

Inklusive Frühstück

Sie nächtigen im bereits bezogenen Hotel in Danzig.

Tag 3
Malbork
Schloss Marienburg, Ankunft in Kaliningrad

Schloss Marienburg

Nach dem Frühstück besichtigen Sie das Schloss Marienburg.

Weiterfahrt nach Kaliningrad.

Ankunft in Kaliningrad

Am Abend erreichen Sie Kaliningrad. Nach Ankunft Check In im Hotel.

Übernachtung in Mittel-, Komfort- oder Luxusklasse nach Wahl

Inklusive Frühstück

Mittelklasse: Hotel Kaliningrad - einfaches Hotel mit Blick auf die Insel Kant. Gut ausgestattete Zimmer und internationales Restaurant. Komfortklasse: Mercure Hotel - Hotel der gehobenen Kategorie mit modernen Zimmer und Spa-Bereich. Luxusklasse: Crystal House Suite Hotel & Spa - mit Blick auf den Königsberger Schlossteich, moderne Suiten und toller Wellnessbereich.

Tag 4
Kaliningrad
Kaliningrad - Stadtbesichtigung
Kaliningrad Siegesplatz

Kaliningrad - Stadtbesichtigung

Kaliningrad, die ehemalige Hauptstadt Ostpreußens, ist eine ungewöhnliche Mischung aus europäischer und russischer Kultur und Architektur, hier kann eine katholische Kirche neben einem sowjetischen Gebäude stehen. Zu den aus deutscher Zeit erhaltenen Sehenswürdigkeiten zählt man den Königsberger Dom, die alte Börse, die Luisenkirche, die alten Stadttore und das Dramentheater. Nachmittags Fahrt nach Rauschen - "die Perle der Bernsteinküste". Kaum irgendwo sonst im Kaliningrader Gebiet ist das Angebot an Bernstein größer als hier. Hier unternehmen Sie einen Fußspaziergang.

Übernachtung in Mittel-, Komfort- oder Luxusklasse nach Wahl

Inklusive Frühstück

Sie nächtigen im bereits bezogenen Hotel.

Tag 5
Nida
Kaliningrad - Nidden
Nidden, Kurische Nehrung

Kaliningrad - Nidden

Nach dem Frühstück Fahrt über die Kurische Nehrung nach Nidden.

Besichtigung der Vogelwarte und Nidden. Der Naturpark Kurische Nehrung, UNESCO Weltnaturerbe, ist einer der faszinierendsten Landstriche Europas mit Wanderdünen! Das Thomas Mann Fehrienhaus, die alte Fischerskirche, der historische Friedhof, der Kurenwimpel auf dem klobigem Kurenkahn, die Bersteineinschlüsse sind einen Besuch wert.

Übernachtung in Mittel-, Komfort- oder Luxusklasse nach Wahl

Inklusive Frühstück

Mitteklklasse: Nerija Hotel - gemütliches Hotel im Wald mit einfacher Ausstattung. Komfort- & Luxusklasse: Nidus Hotel - umgeben von Gärten und Bäumen. Farbenfrohe Zimmer mit üppiger Ausstattung. Hoteleigener Spa-Bereich. In der Luxusklasse nächtigen Sie im Deluxe Zimmer.

Tag 6
Klaipėda
Klaipeda - Stadtbesichtigung, Wasserburg in Trakai
Klaipeda

Klaipeda - Stadtbesichtigung

Nach dem Frühstück Abfahrt nach Klaipeda, wo Sie eine Stadtbesichtigung unternehmen.

Wasserburg von Trakai

Wasserburg in Trakai

Auf Ihrer Fahrt nach Vilnius machen Sie einen Fotostopp in Trakai, um die einzig erhaltene gotische Wasserburg Europas festzuhalten.

Übernachtung in Mittel-, Komfort- oder Luxusklasse nach Wahl

Inklusive Frühstück

Mittelklasse: Panorama Hotel - ungezwungenes Hotel mit Blick auf die Altstadt, schlichte Zimmer mit gemütlicher Einrichtung Komfortklasse: Congress Hotel - elegantes Hotel mit klassischem Dekor, gehobenes europäisches Restaurant und ein Fitnessraum sind vorhanden. Luxusklasse: Pacai Hotel - stilvolles Boutique-Hotel in der Altstadt mit schicken, individuell eingerichteten Zimmern

Tag 7
Vilnius
Vilnius - Stadtbesichtigung
Rote Dächer von Vilnius

Vilnius - Stadtbesichtigung

Vormittags Besichtigung in Vilnius.

Schon der erste Spaziergang durch die Altstadt von Vilnius wird Sie unvergesslich beeindrucken. Der Kathedralenplatz, ein Wehrturm, der heutige Glockenturm der Kathedrale, die Universität und der Gediminas Burgberg als Symbol der Stadt, die älteste Straße von Vilnius und Vieles mehr!

Nachmittags Fahrt nach Riga.

Übernachtung in Mittel-, Komfort- oder Luxusklasse nach Wahl

Inklusive Frühstück

Mittelklasse: Rixwell Konventa Seta - Budget-Hotel im belebten Stadtteil nahe des Zentrums, eigenes Restaurant und zwei Sommerterrassen. Gemütliche Zimmer mit Holzböden. Komfortklasse: Wellton Riga Hotel & Spa - gemütliches Hotel in der quirligen Altstadt. Schlichte Zimmer mit Ausblick auf die Altstadt. Uriges Restaurant mit Live-Musik. Luxusklasse: Grand Poet - gehobenes Hotel in der Altstadt mit Blick auf den Park Bastejkalns. Gehobene Zimmer mit schönem Ausblick. Angesagtes Restaurant und Bar, sowie Café.

Tag 8
Riga
Riga - Stadtbesichtigung
Jugendstil in Riga

Riga - Stadtbesichtigung

Vormittags Stadtführung in Riga.

Im Stadtbild dominieren heute die ältesten Türme und Kirchenspitzen, die alle auf das 13Jh. zurückgehen. Der Dom, die Petrikirche, der Pulverturm, die Kleine und die Große Gilde, das Schwarzhäupterhaus, die “Drei Brüder”, um nur eineige Sehenswürdigkeiten zu nennen. Es gibt keinen anderen Ort auf der Welt, der so viele Jugendstil-Gebäude auf so kleinem Raum bieten kann.

Am Nachmittag haben Sie genug Zeit für Ihre eigenen Erkundungen.

Übernachtung in Mittel-, Komfort- oder Luxusklasse nach Wahl

Inklusive Frühstück

Sie nächtigen im bereits bezogenen Hotel.

Tag 9
Pärnu
Pärnu - Besichtigung, Tallinn - Stadtbesichtigung

Pärnu - Besichtigung

Auf Ihrer Weg nach Tallinn besuchen Sie die Stadt Pärnu.

Es ist eine alte malerische Stadt mir einer langen Geschichte und ein berühmter Badeort. Ein herrlischer 3 km langer Strand lädt zum Baden ein und die Altstadt mit der Elisabethkirche, der Katharinenkirche, dem Roten Turm, der Villa Ammende und dem Tallinner (Revaler) Tor zu einem entspannten Spaziergang.

Altstadt von Tallinn

Tallinn - Stadtbesichtigung

Nachmittags Führung in Tallinn.

Die Authentizität des mittelalterlichen Stadtkerns macht Tallinn einzigartig. Noch heute umschließen die dicken Mauern und steinernen Wehrtürme der mittelalterlichen Verteidigungsanlage große Teile von Tallinns Altstadt, deren Häuschen so dicht stehen, als müssten sie aneinander stützen. Der Pulverturm Kiek in de Kök, errichtet im 15Jh. und im ganzen Baltikum bekannt. Weitere Sehenswürdigkeiten Tallinns sind das imposante Schloss Tompea, das heute der Sitz des Presidenten ist, die Domkirche mit dem Barockalter und das Rathaus.

Übernachtung in Mittel-, Komfort- oder Luxusklasse nach Wahl

Inklusive Frühstück

Mittelklasse: Tallinn Seaport Hotel - modernes Hotel mit Glasfasade gegenüber des Hafens. Helle, gemütliche Zimmer mit Korkboden und Holzmöbeln Komfortklasse: L'Ermitage Hotel - schickes Hotel in der Nähe des Hirvepark mit schlichten Zimmern. Elegantes Restaurant, trendiges Speiselokal und stilvolle Lobbybar sind vorhanden. Der Spa-Bereich ist gegen einen Aufpreis nutzbar. Luxusklasse: St.Petersburg Hotel - Hotel im historischen Steingebäude. Edel dekorierte Zimmer. Es gibt ein Restaurant mit russischen und estnischen Speisen sowie eine Sauna.

Tag 10
Tallinn
Tallinn - Abreise

Tallinn - Abreise

Freie Zeit bis zum Transfer zum Flughafen für die Abreise oder Weiterreise.

Leistungen

Im Reisepreis inklusive

  • Privatreise
  • 9x Übernachtung in gewünschter Hotelkategorie
  • Täglich Frühstück
  • Alle Transfers im klimatisierten Fahrzeug
  • Alle Flughafentransfers im Reiseland
  • Durchgehend deutschsprachige Reiseleitung
  • Alle Eintrittsgelder und Besichtigungen gemäß Reiseplan
  • Stadtbesichtigung Danzig, Gdingen, Zopott
  • Besichtigung Schloss Marienburg
  • Stadtführung in Kaliningrad
  • Kurische Nehrung & Nidden
  • Halbtägige Stadtbesichtigung in Vilnius, Riga & Tallinn

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Kunden über viamonda

Tipps von unserem Reiselandexperten

Leitung Touristik
You Zielgebietsmanagerin

"Haben Sie es nicht probiert, waren Sie nicht in Riga", heißt es. Der Black Balsam ist ein Kräuterlikör und typisch für Riga. Wer die volle Auswahl möchte, sollte die urige Black Magic Bar in der Kalku iela besuchen. Hier gibt es sämtliche Sorten, denn die Rigaer schwören auf den Trunk und genießen ihn im Sommer wie Winter, heiß wie kalt. Mein persönlicher Tipp: Hot Black Currant - heißer Johannesbeersaft mit Black Balsam. Das typisch lettische Getränk ist auch ein perfektes Mitbringsel für die Daheimgebliebenen!

Länderinformation Polen

Klima

Beste Reisezeit

Gemäßigte, warme Sommer und kalte Winter. Im Herbst ist es meist sonnig und schon relativ frisch. Gute Wintersportbedingungen bestehen in den Sudeten und Karpaten von Dezember bis März. Die beste Reisezeit für Sommerurlauber beginnt Mitte Juni und geht bis Ende August. 

Pass- und Visabestimmungen

Personalausweise/Identitätskarten

U. a. Staatsangehörige der folgenden, in der obigen Tabelle genannten Länder können mit gültigem Personalausweis/Identitätskarte einreisen:

EU-Länder und Schweiz ([1] Ausnahmen: Einen Reisepass benötigen Staatsangehörige von Dänemark, Großbritannien und Irland (Rep.)).

Reisepassinformationen

Allgemein erforderlich, muss noch mindestens 3 Monate über das Visum hinaus gültig sein, wenn der Reisende kein EU-Bürger ist. Reisepässe von EU-Bürgern müssen während des Aufenthalts gültig sein.
 

Anmerkung zum Reisepass

Polen ist Unterzeichner und Anwender der EU-Rechtsakte (Schengener Abkommen). 

Anmerkung zum Sichtvermerk im Reisepass

Achtung: Visumpflichtige Personen müssen während ihres Aufenthaltes im Schengen-Raum einen Pass oder ein anderes anerkanntes Reisedokument sowie das Schengen-Visum mitführen.

Visainformationen

Ein Visum ist allgemein erforderlich, ausgenommen sind u.a. Staatsbürger der folgenden, in der obigen Tabelle genannten Länder für einen Aufenthalt von bis zu 90 Tagen innerhalb von 180 Tagen:

(a) EU-Länder und Schweiz.
(b) [2] Türkische Staatsangehörige, die eine gültige Aufenthaltsgenehmigung für ein Schengen-Land oder Monaco besitzen.

Kosten

Schengen-Visum: 60 €.

Visaarten und Kosten

Einreisevisum (Kurz- und Langzeitvisum), Transit- und Flughafentransitvisum.

Gültigkeit

6 Monate ab Ausstellungsdatum.
Einreisevisum: bis zu 90 Tagen Aufenthalt.
Transitvisum: 5 Tage Aufenthalt.

Transit

Ansonsten visumpflichtige Reisende, die aus einem Nicht-Schengen-Land mit dem nächsten Anschluss in ein anderes Nicht-Schengen-Land weiterfliegen, den Transitraum nicht verlassen und über alle nötigen Weiterreisepapiere verfügen, benötigen kein Transitvisum.

Persönlich bei der zuständigen konsularischen Vertretung im Wohnsitzland des Antragstellers (s. Kontaktadressen). Für die Beantragung eines Schengenvisums oder eines nationalen Langzeitvisums ist eine vorherige Online-Registrierung nötig. 

Antrag erforderlich

Je nach Nationalität, Grund und Dauer des Aufenthalts unterschiedlich. Nähere Angaben erteilen die zuständigen konsularischen Vertretungen. (s. Kontaktadressen).

Schengen-Visum:
(a) Reisedokument (z. B. Reisepass), das mindestens drei Monate über die Visumgültigkeit hinaus gültig ist, über mindestens 2 leere Seiten verfügt und innerhalb der letzten 10 Jahre ausgestellt wurde, sowie Kopien der ersten vier Seiten des Reisepasses.

(b) Ggf. alle Dokumente im Original, die den Zweck (z. B. Einladung von Privatpersonen oder Firmen, ärztliches Attest und Terminvereinbarung beim behandelnden Arzt oder in einem Krankenhaus) und die Bedingungen bzw. das Ziel des geplanten Aufenthalts (z. B. Hotelreservierung) rechtfertigen bzw. belegen.

(c) Dokumente, die beweisen, dass der (eingeladene) Ausländer über ausreichende Mittel zur Bestreitung der Kosten für Aufenthalt und Rückreise sowie für eventuelle Kosten für seine ärztliche Versorgung verfügt, ggf. in Form einer Kostenübernahmeverpflichtung.

(d) Dokument, das beweist, dass der Ausländer auf individueller oder kollektiver Grundlage Inhaber einer die Kosten für die Rückführung aus ärztlichen Gründen, die dringende ärztliche Behandlung und/oder Krankenhausversorgung deckenden gültigen Auslandsreisekrankenversicherung ist. Grundsätzlich muss der Antragsteller eine Versicherung im Wohnsitzstaat abschließen. Wenn der Gastgeber eine Versicherung für den Antragsteller abschließt, so muss er dies im eigenen Wohnsitzstaat tun. Die abgeschlossene Versicherung muss für das gesamte Gebiet der Schengen-Staaten und für die ganze Dauer des Aufenthalts gelten. Die Versicherung muss eine minimale Deckung von 30.000 € aufweisen.

(e) Visumgebühr in bar bei der Beantragung im Konsulat.

(f) 1 biometrisches, farbiges Passbild (3,5 x 4,5 cm).

(g) 1 ausgefülltes Antragsformular auf secure.e-konsulat.gov.pl/.

Schengen-Visa

Staatsangehörige von visumpflichtigen Ländern müssen vor der Einreise in den Schengenraum ein Schengenvisum für das Land beantragen, in das zuerst bei der Durchreise durch den Schengenraum eingereist wird. Dieses wird nur bei der zuständigen konsularischen Vertretung des Landes, in dem die Person ihren dauerhaften Wohnsitz hat, ausgestellt.

Bearbeitungsdauer

Bis zu 14 Werktage, in Einzelfällen auch länger.

Nachweis ausreichender Geldmittel

Reisende müssen über ausreichende finanzielle Mittel für die Dauer ihres Aufenthalts verfügen. Als Bestätigung über die Höhe der zur Verfügung stehenden finanziellen Mitteln zum Bestreiten der Einreise- und Aufenthaltskosten (z. B. für Touristen 100 Zl pro Tag für Aufenthalte, die länger als 3 Tage dauern; für einen Aufenthalt bis zu 3 Tagen mindestens 300 Zl, mit bezahltem Aufenthalt, z.B. Hotelbuchung 20 Zl pro Tag, aber nicht weniger als 100 Zl) gelten Bargeld, Reiseschecks, Bescheinigung aus einem Geldinstitut oder eine in Polen im Wojewodschaftsamt registrierte Einladung.

Gesetzlich vorgeschriebene Registrierung

Ausländer, die sich zu Besuch in Polen aufhalten, müssen sich vor Ablauf von vier Tagen ab der Einreise bei der örtlichen Meldebehörde (Urzad Meldunkowy) anmelden. Bei Aufenthalt in einem Hotel erledigt dieses die Formalitäten; bei Aufenthalt bei Privatpersonen müssen sich Gast und Gastgeber zur Meldebehörde begeben und die Anmeldung dort erledigen.

Ausländer (auch EU-Bürger) sind dazu verpflichtet, eine Aufenthaltsregistrierung beim zuständigen Wojewodschaftsamt der Abteilung für Aufenthaltslegalisation vorzunehmen, wenn der Aufenthalt länger als 3 Monate dauert. 

Benötigte Dokumente bei der Einreise

Ausreichende Geldmittel.

Aufenthaltsverlängerung

EU-Bürger und Schweizer, die sich länger als 3 Monate in Polen aufhalten wollen, müssen ihren Aufenthalt persönlich bei der zuständigen Verwaltungsbehörde vor Ablauf der 3 Monate registrieren lassen. Dazu ist u. U. der Reisepass erforderlich.

Einreise mit Kindern

Deutsche: Kinderreisepass oder eigener Reisepass oder Personalausweis

Österreicher: Eigener Reisepass oder Personalausweis.

Schweizer: Eigener Reisepass oder Identitätskarte.

Türken: Eigener Reisepass.

Anmerkung: Für Kinder gelten jeweils die gleichen Visumbestimmungen wie für ihre Eltern.

Hinweis: Alleinreisenden Minderjährigen wird empfohlen, eine schriftliche Reiserlaubnis der Sorgeberechtigten / Eltern mit sich zu führen.

Seit dem 27. Juni 2012 benötigen Kinder für Reisen in das Ausland (auch innerhalb der EU) ein eigenes Reisedokument (Reisepass / Kinderreisepass). Eintragungen von Kindern in den elterlichen Reisepass sind nicht mehr möglich.

Einreise mit Haustieren

Die Einfuhr von Papageien ist untersagt. In speziellen Fällen kann eine Sondergenehmigung beim Landwirtschaftsministerium beantragt werden. Vögel aus Ländern, in denen die Vogelgrippe aufgetreten ist, dürfen nicht eingeführt werden.

Hunde, Katzen und Frettchen aus EU-Ländern und aus nicht tollwutfreien Drittstaaten benötigen einen EU-Heimtierausweis (pet pass) bzw. einen nationalen Heimtierausweis, der nur von dazu ermächtigten Tierärzten ausgestellt werden kann, und müssen als Kennung einen implantierten Mikrochip am Hals tragen. Aus dem Heimtierausweis muss hervorgehen, dass bei dem Tier eine gültige Tollwutimpfung, ggf. eine gültige Auffrischungsimpfung gegen Tollwut, vorgenommen wurde. Die Einfuhr ist auf 5 Tiere beschränkt. Heimtiere unter 4 Monate sind von der Impfpflicht gegen Tollwut ausgenommen. 
 
Für Hunde, Katzen und Frettchen sowie für Vögel und Kleintiere aus nicht tollwutfreien Drittstaaten gilt die folgende zusätzliche Vorschrift:
Für jedes Tier wird ein Gesundheitszeugnis benötigt. Für den Eintritt in das EU-Gebiet muss bei den Haustieren 3 Monate vor der Einreise eine Untersuchung auf Anwesenheit von vakzinalen Antikörpern durchgeführt werden. Ausnahme: Die 3-Monatsfrist gilt nicht für Heimtiere aus dessen EU-Heimtierausweis hervorgeht, dass die Blutentnahme durchgeführt wurde bevor dieses Tier das Gebiet der Gemeinschaft verlassen hat und dass bei der Blutanalyse genügend Antikörper auf Tollwut nachgewiesen worden sind.
 
Für Hunde, Katzen und Frettchen aus tollwutfreien Drittstaaten (z.B. Schweiz, Andorra, Island, Liechtenstein, Monaco, Norwegen, San Marino und Vatikanstadt) kann ebenfalls der Heimtierausweis, der eine gültige Tollwutimpfung bestätigt, für die Einfuhr benutzt werden.

Reisepassinformationen

Allgemein erforderlich, muss noch mindestens 3 Monate über das Visum hinaus gültig sein, wenn der Reisende kein EU-Bürger ist. Reisepässe von EU-Bürgern müssen während des Aufenthalts gültig sein.
 

Visainformationen

Ein Visum ist allgemein erforderlich, ausgenommen sind u.a. Staatsbürger der folgenden, in der obigen Tabelle genannten Länder für einen Aufenthalt von bis zu 90 Tagen innerhalb von 180 Tagen:

(a) EU-Länder und Schweiz.
(b) [2] Türkische Staatsangehörige, die eine gültige Aufenthaltsgenehmigung für ein Schengen-Land oder Monaco besitzen.

Einreise- & Sicherheitshinweise

Überblick

Stand - Fri, 03 Dec 2021 12:30:00 +0100
(Unverändert gültig seit: Fri, 03 Dec 2021 12:39:41 +0100)

Letzte Änderungen: Aktuelles – COVID-19 (Einstufung Polens als Hochrisikogebiet ab 05.12.2021)

Lagen können sich schnell verändern und entwickeln. Wir empfehlen Ihnen:
- Verfolgen Sie Nachrichten und Wetterberichte
- Achten Sie auf einen ausreichenden Reisekrankenversicherungsschutz
- Abonnieren Sie unseren Newsletter oder nutzen Sie unsere App „Sicher Reisen"
- Folgen Sie uns auf Twitter: AA_SicherReisen
- Registrieren Sie sich in unserer Krisenvorsorgeliste 

Aktuelles

Situation an der Grenze zu Belarus

Aufgrund der anhaltenden Migrations- und Flüchtlingssituation gilt für den Grenzbereich mit Belarus und von der Grenze innerhalb einer 3km-Zone landeinwärts ein nationaler Ausnahmezustand, d.h. insbesondere Zugangs-, Bewegungs- und Versammlungsrechte sind eingeschränkt. Es ist mit verstärkten Personenkontrollen in diesem Bereich zu rechnen.

Offizielle Informationen werden auf der Homepage der polnischen Behörden zur Verfügung gestellt.

COVID-19

Die Ausbreitung von COVID-19 kann weiterhin zu Einschränkungen im internationalen Luft- und Reiseverkehr und Beeinträchtigungen des öffentlichen Lebens führen.

Mit Wirkung vom 5. Dezember 2021 wird vor nicht notwendigen, touristischen Reisen nach Polen gewarnt.

Epidemiologische Lage

Polen ist von COVID-19 stark betroffen. Mit Wirkung vom 5. Dezember 2021 ist Polen als Hochrisikogebiet eingestuft. Aktuelle und detaillierte Zahlen bietet das European Centre for Disease Prevention and Control (ECDC).

Einreise

Bei Einreise nach Polen aus der EU, aus einem Schengenstaat oder der Türkei besteht grundsätzlich und unabhängig vom genutzten Transportmittel bzw. zu Fuß eine 10-tägige Quarantänepflicht, es sei denn, dass eine der folgenden Bedingungen erfüllt ist:

  • Nachweis einer vollständigen Impfung durch das digitale Impfzertifikat der EU oder durch ein anderes Dokument in polnischer oder englischer Sprache, in dem bestätigt wird, dass die Impfung mit einem in der EU zugelassenen Impfstoff vorgenommen wurde. Nachweis in polnischer oder englischer Sprache, dass eine COVID-Erkrankung innerhalb der letzten sechs Monate vor Grenzübertritt durchlaufen wurde,
  • Negatives COVID-19-Testergebnis, nicht älter als 48 Stunden (Antigen- oder PCR-Test),
  • Weitere Ausnahmen von der Quarantänepflicht betreffen u.a Kinder unter 12 Jahren, die in Begleitung geimpfter bzw. negativ getesteter Sorgeberechtigter reisen, Berufskraftfahrer, Personal des Güter- und Personenverkehrs.

Für Reisende aus Drittländern insbesondere Ländern, in denen Virusvarianten verbreitet sind, gelten abweichende Regelungen.

Ausführliche Informationen rund um die Quarantänepflicht bei Einreise nach Polen und mögliche Ausnahmen bieten die polnischen Auslandsvertretungen in Deutschland, die polnische Regierung und der polnische Grenzschutz. 

Durch- und Weiterreise

Personen, die sich nicht länger als 24 Stunden in Polen aufhalten und über ein Flugticket zur Weiterreise verfügen, sind von der Quarantäne befreit. Die Durchreise durch Polen aus der Ukraine, Russland oder Belarus ist EU-Staatsangehörigen, Staatsangehörigen der Schweiz, Liechtensteins, Norwegens oder Islands sowie ihren Ehepartnern und Kindern gestattet. Gleiches gilt für Ausländer, die über eine unbefristete Aufenthaltserlaubnis oder eine Erlaubnis zum Daueraufenthalt-EU für eines der vorgenannten Länder verfügen, sowie ihre Ehepartner und Kinder. Einzelheiten und weitere Ausnahmen können der englischsprachigen Information des polnischen Grenzschutzes entnommen werden. Eine Übersicht geöffneter Grenzübergänge bietet ebenfalls der polnische Grenzschutz.

Reiseverbindungen

Internationale Flug- und Bahnverbindungen sind vorhanden. Inländische Flug-, Bahn- und Busverbindungen stehen zur Verfügung.

Beschränkungen im Land

Aufgrund der Verschlechterung der Corona-Situation gelten zunächst bis zum 17. Dezember 2021 erhebliche Kapazitätseinschränkungen u.a. in Gaststätten, Hotels, Kultur- und Freizeiteinrichtungen, Kirchen, bei Veranstaltungen und privaten Versammlungen. Obergrenzen gelten auch für Geschäfte und Einkaufszentren.

Das polnische Gesundheitsministerium informiert auf seiner Website, über Twitter und auf der Website der polnischen Regierung über die im Einzelnen geltenden Maßnahmen. 

Die Einhaltung der Vorschriften wird von der Polizei verstärkt kontrolliert, bei Verstößen drohen Geldstrafen.

Hygieneregeln

Es besteht eine Maskenpflicht in geschlossenen Räumen und in öffentlichen Verkehrsmitteln. Ausnahmen gelten u.a. für Kinder unter fünf Jahren, für Personen, die eine ärztliche Bestätigung oder einen sonstigen Nachweis haben, dass sie keine Maske tragen können. Bei Personenkontrollen besteht die Pflicht, die Maske abzunehmen. Das Tragen von Schutzvisieren, Schals und Tüchern als Mund-Nasen-Schutz ist untersagt. Es gilt eine Empfehlung zum Tragen von medizinischen Masken. Details zur Maskenpflicht bietet die Regierung von Polen.

Der Mindestabstand im öffentlichen Raum beträgt grundsätzlich 1,5 Meter.

Positiv getestete Personen müssen sich unverzüglich telefonisch mit einem Arzt oder einer sonstigen medizinischen Einrichtung in Verbindung setzen.

Empfehlungen

  • Seien Sie bei allen Reisen weiterhin besonders vorsichtig und beachten Sie unsere fortlaufend aktualisierte Infobox zu COVID-19/Coronavirus.
  • Achten Sie bei Einreise nach Deutschland auf die geltenden Einreisevoraussetzungen zu Anmelde-, Quarantäne- und Nachweisregelungen (vollständige Impfung oder Genesenennachweis oder aktueller negativer COVID-19-Test).
  • Beachten Sie die ausführlichen Informationen zur Gesundheitslage auf der Grundlage von Daten des ECDC, bestehende Beschränkungen einschließlich der Quarantäne- und Testanforderungen für Reisende und mobile Coronavirus-Kontaktnachverfolgungs- und Warn-Apps auf Re-open EU.
  • Informieren Sie sich bei den deutschen Vertretungen in Polen und der polnischen Regierung über die getroffenen Maßnahmen und die Empfehlungen der polnischen Behörden.
  • Verfolgen Sie die lokalen Medien insbesondere im Hinblick auf potentiell weitere Einschränkungen und informieren Sie sich ggf. über das polnische Gesetzblatt.
  • Bei COVID-19-Symptomen oder Kontakt mit Infizierten, kontaktieren Sie Hotline des polnischen Gesundheitsministeriums (auf Polnisch und auf Englisch) unter Rufnummer 800 190 590.

Sicherheit

Terrorismus

  • Beachten Sie den weltweiten Sicherheitshinweis.

Kriminalität

In größeren Städten, den touristischen Zentren und Ausflugszielen, sowie in öffentlichen Verkehrsmitteln kommt es zu Kleinkriminalität wie Taschendiebstählen.

In letzter Zeit haben Betrüger von Touristen finanzielle Hilfen erbeten, um nach dem angeblichen Diebstahl zumindest Fahrtkosten bestreiten zu können. In Bars und Clubs kommt es vereinzelt auch zum Einsatz von K.o.-Tropfen und Kreditkartenbetrug.

Um Fahrzeuge zu entwenden, werden auch Pannen oder Unfälle vorgetäuscht.
Für geparkte Lastkraftwagen wird auf das Risiko des Ladungsdiebstahls durch Aufschneiden der Abdeckplanen hingewiesen.

  • Tragen Sie Wertsachen und Kameras in Städten nicht sichtbar und lassen Sie Ihr Gepäck nie unbeaufsichtigt.
  • Bewahren Sie Geld, Ausweise, Führerschein und andere wichtigen Dokumente sicher auf.
  • Seien Sie in größeren Menschenmengen wie an Flughäfen, Bahnhöfen und in öffentlichen Verkehrsmitteln besonders aufmerksam und achten Sie auf Ihre Wertsachen.
  • Lassen Sie bei Hilfsersuchen Unbekannter Skepsis walten und vergewissern Sich ggf. persönlich oder wenden Sie sich an die Polizei.
  • Lassen Sie Getränke in Bars und Clubs nicht unbeaufsichtigt.
  • Parken Sie Fahrzeuge immer auf bewachten Parkplätzen und halten Sie sie während der Fahrt versperrt.
  • Seien Sie bei ungewohnten E-Mails, Gewinnmitteilungen, Angeboten und Hilfsersuchen angeblicher Bekannter skeptisch. Teilen Sie im Zweifel keine Daten von sich mit.

Natur und Klima

Es herrscht gemäßigtes Übergangsklima, teilweise mit kalten Wintern.

Es kann insbesondere in den Sommermonaten auch zu starken Regenfällen und Überschwemmungen bzw. über die Ufer tretenden Flüssen kommen.

Wanderungen in Mittelgebirgsregionen können im Winter bei ungünstigen Wetterverhältnissen gefährlich sein.

  • Achten Sie insbesondere im Winter stets auf die Witterung.
  • Holen Sie ggf. vor Aufbruch den Rat der Bergwacht oder von Einheimischen ein.
  • Hinterlegen Sie bei längeren Wandertouren Route, Ziel und voraussichtliche Ankunftszeit.
  • Beachten Sie stets Verbote, Hinweisschilder und Warnungen sowie die Anweisungen lokaler Behörden.

Reiseinfos

Infrastruktur/Verkehr

Die Verkehrswege können aufgrund von Maßnahmen im Zusammenhang zur Eindämmung von COVID-19 beeinträchtigt sein, siehe Aktuelles.

Als öffentliche Verkehrsmittel stehen Inlandsflüge, ein dichtes Eisenbahnnetz sowie Überlandbusse, in den Städten Busse und Bahnen sowie Taxis zur Verfügung.

Für die Teilnahme am Straßenverkehr ist das Mitführen der Grünen Versicherungskarte weiterhin empfehlenswert.
Stimmt der Halter eines Fahrzeugs nicht mit dem Fahrer überein, muss unbedingt eine Nutzungsbevollmächtigung des Halters mitgeführt werden. Dies gilt auch dann, wenn der Halter Beifahrer ist. Ein Muster bietet die polnische Botschaft in Berlin.

In Polen sind Autobahnen in der Regel für alle Fahrzeuge mautpflichtig.
Die Maut kann sowohl bar bzw. mit Kredit- oder Bankkarte als auch elektronisch mit dem Sendegerät ViaAuto bezahlt werden. Die elektronische Bezahlung setzt eine vorherige Anmeldung bei viaTOLL voraus.

Fahrzeuge mit über 3,5 t zulässigem Gesamtgewicht müssen Lkw-Fahrverbote in Polen sowie ggf. Beschränkungen in Warschau beachten, mit dem elektronischen Sendegerät ViaBox ausgestattet sein und Gebühren mittels viaTOLL bezahlen.
Weitere umfangreiche Informationen zum Pkw-, Lkw- und Omnibusverkehr in Polen bieten die deutschen Vertretungen in Polen.

Es gilt eine 0,2 Promille-Grenze, auch für Fahrradfahrer. Auch geringfügige Überschreitungen können mit hohen Strafen, Führerscheinentzug, Fahrzeugsicherstellung und Freiheitsstrafen geahndet werden.

Es muss ganztägig mit Abblendlicht, bei guten Sichtverhältnissen mindestens mit Tagfahrlicht gefahren werden.
Neben einem Warndreieck muss ein Feuerlöscher mitgeführt werden.
Es besteht keine generelle Winterreifenpflicht, jedoch sind Winterreifen in den Wintermonaten dringend zu empfehlen.

Bußgelder sind hoch und sofort in Złoty zu zahlen. Es drohen ggf. Fahrverbot, Fahrzeugsicherstellung und bei erheblichen Verstößen auch eine kurzzeitige Inhaftierung.

Für Fußgänger und Radfahrer, die sich im Dunkeln außerhalb von geschlossenen Ortschaften bewegen, ist das Tragen einer Warnweste bzw. von reflektierenden Leuchtstreifen auf der Kleidung Pflicht.
Fußgängerüberwege ohne Ampel bedeuten keine rechtliche Verpflichtung für Autofahrer, anzuhalten.

Führerschein

Der deutsche Führerschein ist gültig.

LGBTIQ

  • Beachten Sie die allgemeinen Hinweise für LGBTIQ.

Rechtliche Besonderheiten

Der Konsum von Alkohol und anderen Rauschmitteln in der Öffentlichkeit ist verboten. Die Einfuhr und der Besitz von Drogen sind, wie in Deutschland, verboten.

Bestimmte gekennzeichnete militärische Anlagen oder Ämter dürfen nicht fotografiert werden.

Im Grenzgebiet Polen-Russland (Gebiet Kaliningrad) ist die „grüne Grenze" an verschiedenen Stellen nur durch weit auseinander liegende Grenzsteine markiert. Wer die Grenze (auch nur für wenige Meter) illegal überschreitet, muss mit der Festnahme durch die russische Grenzpolizei und mehrjähriger Haftstrafe rechnen.

Geld/Kreditkarten

Landeswährung ist der Złoty (zł). Die Bankkarte (mit Maestro- oder V-Pay-Symbol) wird als Zahlungsmittel wie alle Kreditkarten akzeptiert. Bei Abhebungen an Geldautomaten in Polen sollten sich Reisende vor Nutzung sorgfältig über den Wechselkurs des Złoty informieren, da der Wechselkurs bis zu 10 % ungünstiger sein kann, als der Interbanken-Wechselkurs, der bei einer Abrechnung in Złoty verwendet wird.

In den touristischen Zentren wird zur Vorsicht beim Geldtausch geraten. Manche Wechselstuben locken Kunden mit missverständlichen Werbetafeln. Vor dem Tausch sollte der genaue Kurs für das beabsichtigte Tauschgeschäft erfragt werden. Bei seriösen Wechselstuben ist die Marge zwischen Euro-Ankaufs- (kupno) und Verkaufskurs (sprzedaż) gering (z.B.: kupno - we buy at: 1 € =  4,15 zł - sprzedaż - we sell at 1 € = 4,17 zł).

Einreise und Zoll

Ein- und auch Durchreisebestimmungen können aufgrund von Maßnahmen zur Eindämmung von COVID-19 derzeit abweichen, siehe Aktuelles.

Einreise- und Einfuhrbestimmungen für deutsche Staatsangehörige können sich kurzfristig ändern, ohne dass das Auswärtige Amt hiervon vorher unterrichtet wird. Rechtsverbindliche Informationen und/oder über diese Hinweise hinausgehende Informationen zu den Einreise- und Zollbestimmungen zur Einfuhr von Waren erhalten Sie nur direkt bei den Vertretungen Ihres Ziellandes.
Die Zollbestimmungen für Deutschland können Sie auf der Webseite des deutschen Zolls  und per App "Zoll und Reise" finden oder dort telefonisch erfragen.

Reisedokumente

Die Einreise ist für deutsche Staatsangehörige mit folgenden Dokumenten möglich:

  • Reisepass: Ja
  • Vorläufiger Reisepass: Ja
  • Personalausweis: Ja
  • Vorläufiger Personalausweis: Ja
  • Kinderreisepass: Ja

Anmerkungen/Mindestrestgültigkeit:

Reisedokumente müssen für die gesamte Dauer des Aufenthalts gültig sein.

Polen ist nicht Vertragspartei des Europäischen Übereinkommens über die Regelung des Personenverkehrs zwischen den Mitgliedsstaaten des Europarates vom 13.12.1957, d.h. Reisen mit abgelaufenem Pass sind nicht möglich.

Die Personenkontrollen an der deutsch-polnischen Grenze sind mit dem Beitritt Polens zum Schengen-Raum inzwischen entfallen, gelegentliche Kontrollen sind möglich. Ein Reisedokument (Reisepass oder Personalausweis) ist beim Grenzübertritt immer mitzuführen.

Deutsche, die auch polnische Staatsangehörige sind, müssen sich gemäß polnischem Recht in Polen mit dem polnischen Reisedokument ausweisen.

Minderjährige

Alleinreisende Minderjährige sollten eine Einverständniserklärung der Eltern in polnischer Sprache mit sich zu führen, die beinhaltet, dass der/die Minderjährige allein reisen darf, wie die Kontaktdaten der sorgeberechtigten Elternteile sind, welche Reiseroute beabsichtigt wird sowie eventuelle Kontaktdaten volljähriger Begleitpersonen.

  • Beachten Sie ggf. die Hinweise für eine Einverständniserklärung für Minderjährige.

Einfuhrbestimmungen

Die Ein- und Ausfuhr von Waren unterliegt den Bestimmungen der Europäischen Union. Der Grundsatz keiner Warenkontrollen schließt Stichprobenkontrollen im Rahmen der polizeilichen Überwachung der Grenzen und der polizeilichen Kontrolle des grenzüberschreitenden Verkehrs nicht aus. Die Ein- und Ausfuhr von 10.000 Euro oder mehr ist in der EU deklarationspflichtig.

Die Ausfuhr von Gegenständen (z. B. Bücher, Kunstgegenstände, Schmuck, Möbel), aus der Zeit vor 1945 unterliegt besonderen Regelungen. Es wird deshalb empfohlen, vor einem Kauf eines solchen Gegenstandes, der nach Deutschland mitgenommen werden soll, die Ausfuhrmöglichkeit zu prüfen.

Bei der Wiedereinreise nach Deutschland ist zu beachten, dass die Freimenge für Zigaretten auf 800 Stück pro Person begrenzt ist.

Bei der Einreise von außerhalb der EU (z.B. aus dem Kaliningrader Gebiet) ist die Menge der zollfreien Waren pro Person auf 40 Stück Zigaretten und 1 Liter Alkohol mit mehr als 22% Alkoholgehalt zum persönlichen Verbrauch beschränkt.

Einreise mit dem Fahrzeug

Ein in Deutschland zugelassenes Fahrzeug, das nicht nur zu Urlaubszwecken nach Polen verbracht wird, ist bei einer polnischen Zulassungsbehörde auf ein polnisches Kennzeichen anzumelden. Die polnische Stelle leitet die Information über die Anmeldung in Polen in der Regel an das deutsche Kraftfahrtbundesamt weiter.

Vor der Anmeldung muss das Fahrzeug vom polnischen TÜV geprüft werden. Bei der Anmeldung wird in der Regel der Kraftfahrzeugschein/ die Zulassungsbescheinigung Teil II von der polnischen Behörde einbehalten. Für jedes Fahrzeug ist eine gültige polnische Haftpflichtversicherung nachzuweisen.

Der Verlust (Diebstahl) oder Totalschaden eines Fahrzeugs kann zu einer Abgabenpflicht führen. Die Mitgliedschaft in einem Automobilklub oder eine entsprechende Versicherung kann hierfür hilfreich sein.

Heimtiere

Für Reisen mit bestimmten Heimtieren (Hunde, Katzen, Frettchen) nach Polen ist ein EU-Heimtierausweis erforderlich. Er dient u. a. als Nachweis, dass das Tier gegen Tollwut geimpft ist.

Einen Musterausweis sowie weitergehende Informationen bietet das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft.

Gesundheit

Aktuelles

Die Weltgesundheitsorganisation WHO hat die Erkrankung COVID-19, die durch das neuartige Coronavirus SARS-CoV-2 ausgelöst wird, zur Pandemie erklärt.

  • Beachten Sie die fortlaufend aktualisierten Informationen zu COVID-19 sowie die Hinweise im Merkblatt COVID-19, auf den Seiten der WHO, des RKI und der BZgA.

Masern

Die WHO hat im Januar 2019 das Verzögern oder Auslassen von Impfungen zur Bedrohung der globalen Gesundheit erklärt. Insbesondere der fehlende Impfschutz gegen Masern birgt bei international steigenden Fallzahlen ein hohes Risiko.

  • Überprüfen Sie im Rahmen der Reisevorbereitung Ihren sowie den Impfschutz Ihrer Kinder gegen Masern und lassen diesen ggf. ergänzen.

Impfschutz

Für die Einreise nach Polen sind keine Pflichtimpfungen vorgeschrieben.

  • Achten Sie darauf, dass sich bei Ihnen und Ihren Kindern die Standardimpfungen gemäß Impfkalender des Robert-Koch-Instituts auf dem aktuellen Stand befinden.
  • Als Reiseimpfungen werden Impfungen gegen Hepatitis A, abhängig von Reisebedingungen und -route auch gegen Hepatitis B, FSME und ggf. auch gegen Tollwut empfohlen.
  • Beachten Sie die Anwendungshinweise und Hilfen für die Indikationsstellung im Merkblatt Reise-Impfempfehlungen.
  • Aktuelle, detaillierte Reiseimpfempfehlungen für Fachkreise bietet die DTG.

Luftverschmutzung

In den meisten größeren Städten Polens werden während der Wintermonate die EU-Grenzwerte für Feinstaub und andere Luftschadstoffe erheblich überschritten. Dies ist vor allem auf die Kohleverbrennung in privaten Haushalten und Kraftwerken sowie auf Autoabgase zurückzuführen. Persönliche Schutzmaßnahmen wie begrenzter Aufenthalt im Freien oder das Tragen von Feinpartikelmasken können zum Schutz vor gesundheitlichen Folgen hilfreich sein.

  • Informieren Sie sich über aktuelle Luftwerte z.B. über den World Air Quality Index sowie die Smartphone App AirVisual.

Medizinische Versorgung

Das Versorgungsniveau in Polen ist zufriedenstellend, Verständigungsschwierigkeiten sind nicht auszuschließen.
Deutsche Staatsangehörige, die sich vorübergehend auf dem Gebiet Polens aufhalten, können wie alle anderen EU-Bürger nach dem europäischen Gemeinschaftsrecht im Krankheitsfall Leistungen nach polnischem Recht in Anspruch nehmen. Als Anspruchsnachweis wird eine vor dem Antritt der Reise von der deutschen Krankenkasse auszustellende Europäische Versichertenkarte vorgelegt.
Narodowy Fundusz Zdrowia bietet hierzu Informationen in deutscher Sprache.

  • Schließen Sie für die Dauer des Auslandsaufenthaltes eine Auslandsreise-Kranken- und Rückholversicherung ab. Ausführliche Informationen bietet die Deutsche Verbindungsstelle Krankenversicherung - Ausland.

Bitte beachten Sie neben dem generellen Haftungsausschluss: 

  • Alle Angaben sind zur Information medizinisch Vorgebildeter gedacht. Sie ersetzen nicht die Konsultation eines Arztes.
  • Die Empfehlungen sind auf die direkte Einreise aus Deutschland in ein Reiseland, insbes. bei längeren Aufenthalten vor Ort, zugeschnitten. Für kürzere Reisen, Einreisen aus Drittländern und Reisen in andere Gebiete des Landes können Abweichungen gelten.
  • Alle Angaben sind stets auch abhängig von den individuellen Verhältnissen des Reisenden und erfordern ggf. eine medizinische Beratung.
  • Die medizinischen Hinweise sind trotz größtmöglicher Bemühungen immer nur ein Beratungsangebot. Sie können weder alle medizinischen Aspekte abdecken, noch alle Zweifel beseitigen oder stets vollkommen aktuell sein. Für Ihre Gesundheit bleiben Sie selbst verantwortlich.

Länderinfos zu Ihrem Reiseland

Hier finden Sie Adressen zuständiger diplomatischer Vertretungen und Informationen zur Politik und zu den bilateralen Beziehungen mit Deutschland.

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Weitere Hinweise für Ihre Reise

Weitere wichtige Hinweise für Ihre Reise

Weitere Informationen
Allgemeines

Offizieller Name des Staates

Republik Polen.

Hauptstadt

Warschau (Warszawa).

Geographie

Polen grenzt im Norden an die Ostsee und Kaliningrad, im Osten an Litauen, Belarus, Russ. Föderation und Ukraine, im Süden an die Tschechische und Slowakische Republik und im Westen an Deutschland.
Polen bietet eine sehr abwechslungsreiche Landschaft. Betrachtet man das ganze Land aus der Vogelperspektive, so sieht man im Süden die Gebirgskette der Karpaten und Sudeten. Einen Teil der Karpaten bildet das Tatra-Gebirge, das als einziger Gebirgszug in Polen einen alpinen Charakter aufweist. Im Süden sieht man das Beskiden- und das Bieszczady-Gebirge. Richtung Norden dominieren die beiden Flüsse Weichsel (1047 km lang) und Oder (742 km lang) mit ihren zahlreichen Nebenflüssen die Landschaft.
Die Masurische Seenplatte mit ihren beiden größten Seen, dem Sniadrwy-See (106 qkm) und dem Mamry-See (104,9 qkm) ist landschaftlich besonders attraktiv, sowie die Ostsee im Norden von Polen mit den weitläufigen Sandstränden, den Dünen an der mittleren Küste und den hohen Klippen.
Polen ist ein Land faszinierender Natur. Ein Paradies für Geologen und Vogelkundler sind die Sudeten und ihr Vorland. Der Bialowieska-Urwald lockt mit seiner urwüchsigen Natur und dem weltbekannten Reservat für Wisente. Die Salzbergwerke in Wieliczka und Bochnia gehören zu den ältesten sich in Betrieb befindlichen Salzbergwerken der Welt.

Regierung

Republik seit 1918. Neue Verfassung seit 1997 in Kraft. Zweikammerparlament: Unterhaus (Sejm) mit 460 Mitgliedern und Senat mit 100 Mitgliedern. Staatsoberhaupt: Staatspräsident wird für 5 Jahre gewählt, einmalige Wiederwahl möglich. Regierungschef: Wird vom Staatspräsidenten ernannt. Polen ist EU-Mitglied und Mitglied der Vereinten Nationen.

Staatsoberhaupt

Andrzej Duda, seit Mai 2015.

Regierungschef

Mateusz Morawiecki, seit Dezember 2017.

Elektrizität

230 V, 50 Hz.

Zeitzone

Central European Time: MEZ +2 (MEZ +3 vom 28 März bis 31 Oktober 2021)

Übersicht

Polen, eines der am meisten unterschätzten Länder Europas, hat Reisenden aller Couleur eine Menge zu bieten, von der schroffen Landschaft des bergigen Südens über die großartigen Ski- und Wandergebiete, die prächtigen historischen Städte Krakau, Zamosc und Gdansk (Danzig) bis hin zur großen Wildnis des Białowieża-Nationalparks und den Masurischen Seen im Norden.

Die malerische Schönheit Polens ist so vielgestaltig wie außergewöhnlich. An der Ostseeküste gibt es einige ausgezeichnete Sandstrände und den Slowinski-Nationalpark mit atemberaubenden Wäldern, Sümpfen und Sanddünen. Die Masuren im Nordosten, die aus Hunderten von Seen bestehen, sind ein Spielplatz für Bootsliebhaber aller Arten. Die Wieluner Höhenmit Kalksteingebieten, Höhlen und mittelalterlichen Festungen sind ein weiterer Höhepunkt. Zu den schönsten und beliebtesten Reisegebieten Polens zählen die Karpaten im tiefen Süden des Landes.

Polen feiert 2018 bis 2021 landesweit mit zahlreichen Veranstaltungen das 100-jährige Jubiläum seiner Unabhängigkeit.

Anreise

Anreise mit dem Flugzeug

Polens nationale Fluggesellschaft heißt LOT Polish Airways (LO).

Direktverbindungen von

- Berlin/Tegel nach Warschau,
- Frankfurt/M. nach Danzig (Gdansk), Warschau, Kattowitz (Katowice), Posen (Poznan) und Breslau (Wroclaw),
- Hamburg nach Warschau, 

- Hannover nach Warschau,
- Düsseldorf nach Warschau,
- München nach Danzig (Gdansk), Warschau und Breslau (Wroclaw) sowie

- Nürnberg nach Warschau,
- Stuttgart nach Warschau,
- Genf und Zürich nach Warschau und
- Wien nach Warschau.

Lufthansa (LH) bietet außerdem regelmäßige Linienflüge von Frankfurt/M. und München direkt nach Warschau sowie von Frankfurt/M. direkt nach Kattowitz und Krakau an.

Easyjet (U2) verbindet Basel und Genf mit Warschau.

Eurowings (EW) verbindet u.a. Hannover, Dresden, Zürich und Wien mit Krakau sowie Düsseldorf mit Danzig. 

Wizz Air (W6) fliegt u.a. von Hamburg nach Danzig, von Memmingen nach Kattowitz, von Dortmund nach Breslau und Posen sowie von Bremen nach Olsztyn.

Swiss (LX) verbindet Zürich mit Warschau und mit Breslau.

Flugzeiten

Berlin - Warschau: 1 Std. 15 Min.; Frankfurt - Warschau: 1 Std. 35 Min.; Hamburg - Danzig: 1 Std. 15 Min.; Frankfurt- Breslau: 1 Std. 15 Min.; Wien - Warschau: 1 Std. 15 Min.; Genf - Warschau: 2 Std. 10 Min.; Zürich - Warschau: 1 Std. 55 Min.

Anreise mit dem Pkw

Die Straßenverbindungen sind gut und zahlreich. Das geplante Autobahnnetz beträgt ca. 2.000 Kilometer. Das Grundnetz ist bis auf einige im Bau befindliche oder geplante Projekte abgeschlossen. 

Zu den viel befahrenen Strecken gehört die A4 Görlitz - Wroclaw (Breslau) sowie die A2 Frankfurt/Oder - Warschau. Es gibt eine direkte Autobahnverbindung von Dresden über Görlitz nach Breslau (Wroclaw) und Krakau bis nach Korczowa an der ukrainischen Grenze. 

Rund um die Uhr geöffnet sind die folgenden deutsch-polnischen Grenzübergänge:
Ahlbeck - Swinemünde (Usedom),
Linken - Lubieszyn,
Pomellen - Kolbaskowo,
Rosow - Rosowek,
Schwedt - Krajnik Dolny,
Hohenwutzen - Osinow Dolny,
Kietz - Kostrzyn,
Frankfurt/O. - Slubice,
Frankfurt/O. - Swiecko,
Guben - Gubin/Gubinek,
Forst - Zasieki/Olszyna,
Podrosche - Przewoz,
Ludwigsdorf - Jedrzychowice,
Görlitz - Zgorzelec
Hagenwerder - Radomierzyce und
Zittau - Sieniawka/Porajow.

Der Grenzübergang Ostritz - Krzewina Zgorzelecka ist nur für Fußgänger und Fahrradfahrer geöffnet.

Fernbus: U.a. fahren Eurolines und Flixbus von Deutschland, Österreich und der Schweiz nach Polen. Der IC Bus verbindet Berlin mit Krakau via Breslau und Kattowitz. 

Maut: Auf den Autobahnen A1, A2 und A4 sind verschiedene Streckenabschnitte mautpflichtig. Die Gebühr kann in bar sowohl in Landeswährung als auch in Euro (nur Banknoten) sowie mit Kreditkarte beglichen werden.

Unterlagen: Der nationale Führerschein ist ausreichend.

 

Anreise mit der Bahn

Die wichtigsten Zugverbindungen zwischen Deutschland und Polen sind:
Berlin - Warschau

Berlin - Breslau - Krakau
Hamburg - Berlin - Krakau
Berlin - Stettin
Berlin - Danzig
München - Wien - Warschau
sowie mehrmals täglich Dresden - Görlitz - Breslau

Zwischen Österreich und Polen gibt es folgende wichtige Zugverbindungen:
Wien - Warschau (Schnellzug mit Schlafwagen, Fahrzeit 8 Std. 25 Min.) - Danzig
Die beste Verbindung von Österreich aus führt durch die Tschechische Republik, tagsüber verkehren Eurocitys nach Warschau (Wien - Warschau: 7 Std. 13 Min.).

Einen Überblick über Nachtzugverbindungen gibt das Nachtzug-Portal http://trainite.eu/.

Nightjet-Nachtzüge der ÖBB (www.nightjet.com/) und deren Partner verbinden Wien direkt mit Warschau und Krakau.

Die ÖBB verbindet Wien direkt mit Krakau (Fahrtzeit: ca. 6 Std.).

Von der Schweiz aus fährt man entweder über Wien oder Berlin.

Vom nördlichen Deutschland aus fahren Züge der Polnischen Staatsbahnen zumeist über Berlin und Szczecin bzw. Frankfurt/O., im Süden über Dresden und Görlitz. Es verkehren Züge von Angermünde nach Szczecin, von Berlin nach Gdansk, Gorzów, Wroclaw, Katowice (Kattowitz) und Kraków sowie von Leipzig nach Wroclaw und Kraków. Außerdem gibt es Verbindungen zwischen Berlin und Kostrzyn/Küstrin (Regionalzug) sowie zwischen Berlin und Swinoujscie/Swinemünde in der Sommersaison (Fahrtdauer: ca. 4 Std. 30 Min.).

Berlin-Warszawa-Express
Der Berlin-Warszawa-Express von Deutscher Bahn und PKP verkehrt mehrmals täglich in beide Richtungen. Der Zug mit Speisewagen benötigt für die Strecke zwischen beiden Hauptstädten nur 5 Std. 24 Min. (Berlin-Poznan knapp drei Stunden). 

Bahnpässe

Der Interrail One Country Pass und der Interrail Global Pass sind in Polen gültig.

Anmerkung zur Anreise mit der Bahn

Fahrkarten und Ermäßigungen für Bahnreisen in Europa
Das Dresden-Wroclaw Spezial für Einzelreisende, Familien und Gruppen kann man innerhalb von 14 Tagen einmalig für eine Hin- und Rückfahrt zwischen Dresden und Breslau (Wroclaw) nutzen.

Mit dem Sparpreis Europa-Ticket der Deutschen Bahn für Polen kommt man besonders günstig von Berlin nach Warschau, Danzig (Gdańsk), Zoppot (Sopot) und Gdingen (Gdynia) oder mit dem IC Bus von Berlin direkt nach Breslau (Wrocław), Kattowitz (Katowcie) und Krakau (Kraków). 

Mit Railplus, dem Bahncard-Extra für Europa erhält man eine zusätzliche Ermäßigung. In einzelnen Ländern wird RAILPLUS nicht verkauft. Es empfiehlt sich daher, auch die Tickets für die Rückfahrt bereits in Deutschland zu erwerben. 

Weitere Informationen erteilt die Deutsche Bahn.

 

Anreise mit dem Schiff

Adler Schiffe veranstaltet u.a. Fahrten
- von Heringsdorf/Bansin auf Usedom nach Stettin/Misdroy auf Wollin;
- von Usedom aus eine Mini-Kreuzfahrt durch die Pommersche Bucht ohne Landgang oder mit Landgang mit 3 ½ oder 6 ½ Stunden Aufenhalt in Misdroy auf Wollin

Pol Ferries betreiben ganzjährige Liniendienste zwischen Polen und Skandinavien auf den Strecken

- Gdansk - Nynäshamn bei Stockholm/Schweden,
- Swinoujscie - Ystad/Schweden,
- Swinoujscie - Kopenhagen und
- Swinoujscie - Rønne, Insel Bornholm/Dänemark (nur im Sommer).

Die Generalvertretung in Deutschland nimmt Buchungen entgegen:
Reisebüro DARPOL, (Tel. +49 30 34 200 76).

Kreuzfahrtschiffe

Aida Cruises fährt auf ihrer großen Ostsee-Reise Gdynia (Gdingen) an.

Routen über die Flüsse

Eisinger Reisen bietet ab Berlin eine Flusskreuzfahrt zur Ostsee an, mit Zwischenstopp in Stettin.

 

Vor Ort unterwegs

Unterwegs mit dem Flugzeug

Inlandsflüge werden von LOT Polish Airways (LO) angeboten, die alle größeren Städte anfliegt. Von Warszawa gibt es Verbindungen nach Gdansk, Katowice, Kraków, Poznan, Rzeszow, Szczecin und Wroclaw.

Weitere Auskünfte erteilen die LOT-Stadtbüros in
Frankfurt/M. (Tel. +49 69 153 253 324),
Wien (Tel. 0 810 810 885) und
Zürich (Tel. +41 227 614 249).

 

Unterwegs mit dem Auto/dem Bus

Das Autobahnnetz in Polen befindet sich noch im Aufbau. Von der deutsch-polnischen Grenze in Görlitz/Zgorzelec besteht eine durchgehende Autobahnverbindung (A4) über Breslau und Krakau bis nach Korczowa an der ukrainischen Grenze.

Maut: Auf den Autobahnen A1, A2 und A4 sind verschiedene Streckenabschnitte mautpflichtig. Die Gebühr kann in bar sowohl in Landeswährung als auch in Euro (nur Banknoten) sowie mit Kreditkarte beglichen werden.

Die meisten Tankstellen haben vor allem in Großstädten und an Hauptstraßen rund um die Uhr geöffnet. In kleineren Städten schließen sie oft schon am frühen Abend. An Feiertagen haben viele Tankstellen geschlossen. Die Versorgung mit bleifreiem Benzin ist flächendeckend gewährleistet. Bleifreies Benzin ist erkennbar an den durchgestrichenen Buchstaben Pb und an der grünen Schrift an den Zapfsäulen. Diesel ist mit ON gekennzeichnet. Autogas (Gaz) ist an vielen Tankstellen erhältlich, ebenso Biodiesel.

Rechtsverkehr/Linksverkehr

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Autovermietung

Mietwagen sind an Flughäfen und in Großstädten erhältlich. Das Mindestalter beträgt 21 Jahre. Man muss den Führerschein bereits mindestens 1 Jahr besitzen.

Reisebus

Innerhalb Polens gibt es ein weit verzweigtes Netz des Staatlichen Autoverkehrs (PKS). Die Busse verkehren auf Normalstrecken und auf Schnellverkehrslinien. Fahrkarten gibt es in den Busbahnhöfen, Orbis-Büros, in anderen Reisebüros oder beim Busfahrer.

Zwischen den polnischen Ortschaften pendeln Überlandbusse. In die Großstädte fahren Fernbusse. Viele Fernbusverbindungen werden auch von Polski Express bedient. Die Busbahnhöfe liegen meist in den Ortszentren. Fahrkarten bekommt man am Bahnhof oder beim Fahrer.

Zusätzlich gibt es zahlreiche Privatfirmen, deren Kleinbusse auf bestimmten Strecken verkehren. Manche Ortschaften und Dörfer sind nur auf diese Weise erreichbar. Kleinbusse halten in der Nähe von Bus- und Eisenbahn-Bahnhöfen; Fahrkarten erhält man ausschließlich beim Fahrer.

Vorschriften

Verkehrsbestimmungen:
- Anschnallpflicht. 
- Kinder bis zu 12 Jahren und bis zu eine Körpergröße von 150 cm müssen in zugelassenen Kindersitzen befördert werden.
- Es ist Pflicht, ein Warndreieck und einen Verbandskasten mitzuführen. 
- Erforderlich ist ein Nationalzeichen (z.B. D) am Heck.
- Auto- und Motorradfahrer müssen auch tagsüber ganzjährig mit Abblendlicht fahren. 
- Promillegrenze: 0,2 ‰. 
- Der Gebrauch von Mobiltelefonen am Steuer ist nur unter Verwendung einer Freisprechanlage erlaubt. 

Geschwindigkeitsbegrenzung: 
- innerorts: 50 km/h (5:00-23:00 Uhr) und 60 km/h (23:00-05:00 Uhr), 
- außerorts: 90 km/h,
- auf Schnellstraßen : 100 km/h,
- auf zweispurigen Schnellstraßen: 120 km/h,
- auf Autobahnen: 140 km/h.

Pannenhilfsdienst

Die Pannenhilfe des polnischen Motorverbandes Polski Zwiazek Motorowy (PZM) ist landesweit unter der Telefonnummer 19637, für Mitglieder unter 9637, erreichbar. Weitere Informationen: Polski Zwiazek Motorowy, Tel. +48 22 542 01 00. Für ADAC-Mitglieder sind unter Tel. +48 61 831 98 88 deutschsprachige Mitarbeiter zu erreichen.

Der ADAC-Auslands-Notruf ist unter Tel. +49 89 22 22 22 erreichbar. Er bietet ADAC-Mitgliedern und Inhabern eines ADAC-Auslandskranken- und Unfallschutzes Hilfeleistungen bezüglich Hotels, Mietwagen, Fahrzeug- oder Krankenrücktransporte.  Polen hat für ausländische Touristen bei z.B. Dokumentenverlust, medizinischen Notfällen oder Pannen eine Notruf-Nummer eingerichtet. Sie ist täglich, außer an gesetzlichen Feiertagen, dem 1. Juni und dem 30. September, von 8:00 bis 22:00 Uhr erreichbar (Tel. +48 22 278 77 77 oder +48 608 599 999).>

Dokumentation

Fahrzeugpapiere und nationaler Führerschein.

Für Staatsangehörige der EU- und EFTA-Länder gilt als Versicherungsnachweis das Autokennzeichen. Dennoch wird EU- und EFTA-Bürgern empfohlen, die Internationale Grüne Versicherungskarte mitzunehmen, um bei eventuellen Schadensfällen die Unfallaufnahme zu erleichtern und in den Genuss des vollen Versicherungsschutzes zu kommen. Ansonsten gilt der gesetzlich vorgeschriebene minimale Haftpflicht-Versicherungsschutz. Der Abschluss eines Auslandschutzbriefes wird angeraten.  Personen, die mit einem Fahrzeug nach Polen reisen möchten, das nicht auf sie persönlich zugelassen ist, brauchen eine Benutzervollmacht. Die Benutzervollmacht ist nicht nötig, wenn der Fahrzeughalter als Beifahrer im Auto sitzt.

 

Unterwegs in der Stadt

In allen Städten gibt es gute Busnetze, Straßenbahnen und Oberleitungsbusse, die auch in die Vororte fahren.

Das städtische Nahverkehrssystem in Warschau (ZTM) umfasst Busse, Straßenbahnen, U-Bahn und Vorortzüge. Fahrkarten können bei Vertretungen der ZTM, an Zeitungskiosken und Fahrkartenautomaten in den U-Bahn-Stationen, Bahnstationen und an Umsteigeknotenpunkten gekauft werden. Taxis sind in den meisten Städten vorhanden. Es gibt Taxistände. Man kann Taxis jedoch auch telefonisch bestellen.

Mit dem Warsaw Pass hat man in Warschau bei zahlreichen Attraktionen wie dem Königlichen Lazienki Museum, dem Chopin Museum, dem Nationalmuseum oder dem Wilanow Palast, freien Eintritt. Bei diversen Sightseeing-Touren bekommt man einen Rabatt von bis zu 15%. Mit einem geringen Preisaufschlag gilt der Warsaw Pass auch als Fahrschein für die öffentlichen Verkehrsmittel. Er ist für 24, 48 oder 72 Stunden erhältlich und kann bei den Warschauer Tourismus-Infos, im Chopin Museum oder online gekauft werden.

 

Vor Ort unterwegs mit der Bahn

Züge der Polnischen Staatsbahn PKP verbinden Warschau mit allen Landesteilen. Kinder unter 4 Jahren fahren gratis, Kinder von 4 bis 7 Jahren und Schüler bezahlen den halben Fahrpreis. 

Ein Zug fährt von Danzig auf die Halbinsel Hel (Hela).

Polens Großstädte werden von Hochgeschwindigkeitszügen miteinander verbunden.

In Polen gibt es zahlreiche historische Schmalspurbahnen. Einige verkehren nach Fahrplan, andere können für Gruppenausflüge gemietet werden. Weitere Infos erteilt das Polnische Fremdenverkehrsamt.

Bahnpässe

Die Regio Karta ist für 6 oder 12 Monate erhältlich. Inhaber erhalten mit der Karte 30% Rabatt auf Einzelfahrten mit Regionalzügen.

Der Interrail One Country Pass und der Interrail Global Pass sind auch in Polen gültig.

Das Bilet turystyczny der PKP erlaubt eine unbegrenzte Zahl von Fahrten am Wochenende (Freitag 18:00 Uhr bis Montag 06:00 Uhr).

Das Bilet weekendowy gilt für ein Wochenende (Freitag 19:00 Uhr bis Sonntag 24:00 Uhr) in den IC-Fernzügen der PKP, ist jedoch nicht im Berlin-Warszawa-Express gültig. 

Das Bilet tygodniowy gilt an sieben aufeinanderfolgenden Tagen in allen Regionalzügen der PKP PR.

Das Bilet sieciowy ist eine Netzkarte, die in allen Zügen der PKP gilt. Sie ist wahlweise erhältlich für eine Woche oder einen Monat jeweils für die 1. oder 2. Klasse.

 

Unterwegs mit dem Schiff

Die wichtigsten Seehäfen Polens befinden sich in Danzig, Gdingen, Swinemünde und Stettin.

Personenverkehr besteht zwischen den Ostseehäfen, auf den großen Masurischen Seen und auf einigen Abschnitten der Weichsel und Oder mit Schiffen und Tragflächenbooten der Küsten- und Binnenschifffahrt.

 

Gesundheitsvorsorge

Übersicht

Für Staatsangehörige der EU- und EFTA-Länder gilt die Europäische Krankenversicherungskarte (EHIC). Die EHIC regelt die Versorgung und Kostenrückerstattung beim Krankheitsfall für EU- und EFTA-Staatsbürger. EHIC-Inhaber wenden sich im Krankheitsfall an einen Vertragsarzt oder an ein öffentliches Gesundheitszentrum. Anschriften von Vertragsärzten und öffentlichen Gesundheitszentren sind bei den Zweigstellen des nationalen Gesundheitsfonds (Narodowy Fundusz Zdrowia) erhältlich.

In der EHIC ist kein Rücktransport nach einer schweren Erkrankung oder einem Unfall im Ausland enthalten. Die gesetzlichen Krankenkassen dürfen diese Leistung nicht anbieten. Einen Rücktransport bezahlen nur private Reiseversicherungen. Es wird deshalb empfohlen für die Dauer des Aufenthalts eine Auslandsreise-Krankenversicherung abzuschließen, die Risiken abdeckt, die von den gesetzlichen Krankenkassen nicht übernommen werden.

Die Notrufnummern sind in ganz Polen gleich und können kostenlos von allen öffentlichen Telefonzellen angewählt werden:
Polizei: 997.
Feuerwehr: 998.
Rettungsdienst: 999.
Pannendienst: 981.

Essen und Trinken

Es sind keine Besonderheiten ber der Lebensmittelhygiene zu beachten, jedoch sollte man, wenn möglich, Schaf- und Ziegenmilch vermeiden, da einzelne Fälle von Übertragung der FSME-Viren in dieser Milch gemeldet wurden. 

Andere Risiken

Die vom Robert-Koch-Institut empfohlenen Standardimpfungen für Kinder und Erwachsene (u.a. gegen Tetanus, Diphtherie, Pertussis (Keuchhusten), Mumps, Masern, Röteln, Pneumokokken, Poliomyelitis und Influenza) sollten vor der Reise ggf. aufgefrischt werden.

Landesweit besteht von April bis Oktober das Übertragungsrisiko von Borreliose/Lymekrankheit durch Zecken v.a. in Gräsern, Sträuchern und im Unterholz. Schutz bieten hautbedeckende Kleidung und insektenabweisende Mittel.

Auch die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) wird durch Zecken übertragen. Betroffen sind vor allem die Provinzen Bialystock, Olsztyn, Suwalki, Masuren, die Gebiete von Siedice bis zur weißrussischen Grenze, westlich von Krakau, östlich von Posen, Stettin und Danzig. Gegen diese Krankheit ist eine Impfung möglich.

Hepatitis A und Hepatitis B kommen vor. Eine Hepatitis A-Schutzimpfung wird generell empfohlen. Die Impfung gegen Hepatitis B sollte bei längerem Aufenthalt und engem Kontakt zur einheimischen Bevölkerung sowie allgemein bei Kindern und Jugendlichen erfolgen.

Tollwut kommt landesweit sehr selten vor. Überträger sind u.a. streunende Hunde, Katzen, Waldtiere und Fledermäuse. Für Rucksackreisende, Kinder, berufliche Risikogruppen und bei längeren Aufenthalten wird eine Impfung empfohlen. Bei Bisswunden so schnell wie möglich ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen.

Tuberkulose kommt vor. Bei besonderer Exposition sollte eine Impfung erwogen werden.

Gesundheitszeugnis

In Polen und in allen anderen EU-Ländern gilt neben dem digitalen COVID-19-Impfpass (EU Digital COVID Certificate) auch der Nachweis des COVID-Impfstatus mit dem Impfausweis in Papierform. Polen akzeptiert das Schweizer COVID-Zertifikat.

Geld

Währung

1 Zloty = 100 Groszy. Währungskürzel: Zl, PLN (ISO-Code). Banknoten gibt es im Wert von 200, 100, 50, 20 und 10 Zl; Münzen in den Nennbeträgen 5, 2 und 1 Zl sowie 50, 20, 10, 5, 2 und 1 Groszy.
Anmerkung: Nach Experteneinschätzung liegt die Euro-Einführung in Polen in weiter Zukunft.

Kreditkarten

Mastercard, American Express, Diners Club und Visa werden in Hotels, Restaurants, großen Läden, Supermärkten, Reisebüros, Flugvertretungen und Tankstellen akzeptiert. Beträge sollten in Zloty bezahlt werden, da man hierbei den besseren Umtauschkurs erhält. Einzelheiten vom Aussteller der betreffenden Kreditkarte.

Geldautomaten

Girocard
Mit der Girocard (ehemals ec-Karte) wie Maestro-Karte, V Pay oder Sparcard und Pin-Nummer kann europaweit Bargeld in der Landeswährung von Geldautomaten abgehoben werden. In vielen europäischen Ländern ist es auch möglich, in Geschäften mit der Debitkarte zu bezahlen. Karten mit dem Cirrus-, V-Pay- oder Maestro-Symbol werden europaweit akzeptiert. Weitere Informationen von Banken und Geldinstituten. 

Achtung: Reisende, die mit ihrer Bankkundenkarte im Ausland bezahlen und Geld abheben wollen, sollten sich vor Reiseantritt bei ihrem Kreditinstitut über die Nutzungsmöglichkeit ihrer Karte informieren. 

An Geldautomaten können pro Tag maximal 1000 - 2000 Zloty abgehoben werden.

Reiseschecks

Reiseschecks sind in Deutschland und in der Schweiz nicht mehr und in Österreich kaum noch erhältlich. Reiseschecks werden in Polen in den Großstädten, abzüglich der Gebühren, in wenigen Banken und Wechselstuben akzeptiert. 

Öffnungszeiten der Bank

Mo-Fr 07.30-17.00 Uhr und Sa 09.00-14.00 Uhr.

Devisenbestimmungen

Für Reisende innerhalb und von außerhalb der EU bestehen keine Beschränkungen für die Einfuhr oder Ausfuhr von Landes- und Fremdwährungen, aber es besteht Deklarationspflicht von Barmitteln ab einem Gegenwert von 10.000 € (auch Reiseschecks, anderen Währungen oder auf Dritte ausgestellte Schecks).

Geldwechsel

Auslandswährungen können problemlos an den Grenzübergängen, in Banken und Wechselstuben sowie in größeren Hotels und Reisebüros gewechselt werden. In Wechselstuben (Kantor) fallen keine Gebühren an, es wird geraten vorher den Tauschkurs zu erfragen. Um den besten Wechselkurs zu erhalten sollte man im Land und in Zloty wechseln oder abheben.

Währungen

Sprache

Überblick

Amtssprache ist Polnisch. Es wird auch Deutsch, Ukrainisch oder Belarussisch gesprochen.

Zollfrei Einkaufen

Überblick

Folgende Artikel können (bei Einreise aus Nicht-EU-Ländern) zollfrei nach Polen eingeführt werden:

Bei Einreise mit dem Flugzeug oder Schiff: 200 Zigaretten oder 100 Zigarillos oder 50 Zigarren oder 250 g Tabak (Personen ab 17 J.);
Bei Einreise auf dem Landweg: 40 Zigaretten oder 20 Zigarillos oder 10 Zigarren oder 50 g Tabak (Personen ab 17 J.);
1 l Spirituosen mit einem Alkoholgehalt über 22 % oder 2 l Getränke mit einem Alkoholgehalt von höchstens 22 % (Personen ab 17 J.);
4 l Tafelwein (Personen ab 17 J.);
16 l Bier;
Geschenke/sonstige Waren bis zu einem Gesamtwert von 430 € (Flug- und Seereisen) bzw. 300 € (Reisen mit der Bahn/dem Auto); Kinder unter 15 Jahren generell 175 €.

Importbestimmungen

Reisende, die von außerhalb der Europäischen Union u.a. Fleisch- und Milcherzeugnisse in die EU einführen, müssen diese anmelden. Die Regelung gilt nicht für die Einfuhr von tierischen Produkten aus den EU-Staaten sowie aus Andorra, Liechtenstein, Norwegen, San Marino und der Schweiz. Wer diese Produkte nicht anmeldet, muss mit Geldstrafen oder strafrechtlicher Ahndung rechnen.

Import/Export in die EU

Der Warenverkehr innerhalb der EU ist für Reisende unbeschränkt, sofern die Waren für den persönlichen Bedarf und nicht für den Weiterverkauf bestimmt sind. Außerdem dürfen die Waren nicht in Duty-free-Shops gekauft worden sein. Über den persönlichen Eigenbedarf kann von den Reisenden ein Nachweis verlangt werden. Die Mitgliedstaaten haben das Recht, Verbrauchsteuern auf Spirituosen oder Tabakwaren zu erheben, wenn diese Produkte nicht für den Eigenbedarf bestimmt sind. 

Als persönlicher Bedarf gelten folgende Höchstmengen:
800 Zigaretten (Personen ab 17 J.);
400 Zigarillos (Personen ab 17 J.);
200 Zigarren (Personen ab 17 J.);
1 kg Tabak (Personen ab 17 J.);
10 Liter hochprozentige Alkoholika (Personen ab 17 J.);
20 Liter mit Alkohol angereicherter Wein (z. B. Port oder Sherry) (Personen ab 17 J.);
90 Liter Wein (davon höchstens 60 Liter Schaumwein) (Personen ab 17 J.);
110 Liter Bier (Personen ab 17 J.);
Parfüms und Eau de Toilette: Keine Beschränkungen, wenn nachgewiesen werden kann, dass die Menge für den persönlichen Verbrauch bestimmt ist.
Arzneimittel: Dem persönlichen Bedarf während der Reise entsprechende Menge.
Andere Waren: Der Warenverkehr innerhalb der EU ist für Reisende unbeschränkt. Ausgenommen davon sind jedoch Goldlegierungen und Goldplattierungen in unbearbeitetem Zustand oder als Halbzeug (Halbfabrikat) und Treibstoff. Kraftstoff darf nur mineralölsteuerfrei aus einem EG-Mitgliedstaat eingeführt werden, wenn er sich im Tank des Fahrzeuges oder in einem mitgeführten Reservebehälter befindet. Dabei wird eine Kraftstoffmenge von bis zu 10 Litern im Reservebehälter nicht beanstandet.

Wenn darüber hinausgehende Mengen dieser Waren mitgeführt werden, wäre z. B. eine Hochzeit ein Ereignis, mit dem sich ein Großeinkauf begründen ließe.
Anmerkung: Allerdings gibt es bestimmte Ausnahmen von der Regelung des unbeschränkten Warenverkehrs. Sie betreffen insbesondere den Neufahrzeugkauf und Einkäufe zu gewerblichen Zwecken. (Nähere Informationen hinsichtlich Steuern für Kraftfahrzeuge stehen im Leitfaden „Kauf von Waren und Dienstleistungen im Binnenmarkt“ der Europäischen Kommission.)

EU

Der Duty-free-Verkauf auf Flug- und Schiffshäfen wurde für Reisen innerhalb der EU abgeschafft. Nur noch Reisende, die die EU verlassen, können im Duty-free-Shop billig einkaufen. Bei der Einfuhr von Waren in ein EU-Land, die in Duty-free-Shops in einem anderen EU-Land gekauft wurden, gelten dieselben Reisefreimengen und derselbe Reisefreibetrag wie bei der Einreise aus nicht EU-Ländern.

Weitere Informationen sind vom polnischen Zoll erhältlich.

Kommunikation

Telefon

Die Landesvorwahl ist 0048. Telefonkarten für öffentliche Telefone können in Tankstellen und am Kiosk erworben werden. Notfallnummern: Polizei 997, Notruf 112 und Feuerwehr 998.

Mobiltelefon

GSM 900/1800 und 3G 2100. Mobilfunkgesellschaften (alle Dualband 900/1800) sind u.a. Plus, t-mobile und Orange. Internationale Roaming-Abkommen bestehen. Die Netzabdeckung ist fast flächendeckend. U.u. lohnt sich der Kauf einer lokalen Prepaid-Karte.


Auslandsroaming ist innerhalb der EU zum regulären Heimattarif des jeweiligen Anbieters nutzbar. Roaming-Gebühren wurden innerhalb der EU Mitte 2017 abgeschafft. Unter Umständen lohnt sich dennoch der Kauf einer lokalen Prepaid-Karte.

Internet

Internetanbieter sind u.a. SuperMedia und T-Mobile Biznes Polska.

Internet-Cafés gibt es in größeren Städten. Kostenlosen Zugang zum Internet bieten viele Cafés, Restaurants, Hotels, Flughäfen, Bahnhöfe und andere öffentliche Plätze entweder drahtlos via Wi-Fi oder an einem festen Internet-Terminal. In Krakau und in allen anderen größeren Städten ist drahtloses Surfen dank WiFi-Routern in der ganzen Stadt möglich. Einige Städte und Ferienorte verfügen über Plätze mit kostenlosen Wi-Fi-Hotspots. Mobiles Surfen im Internet ermöglichen u.a. kostenpflichtige Wi-Fi-Hotspots von Goodspeed.

Post

Briefe innerhalb Europas (Prioritätsbrief oder Standardbrief) sind zwischen 3-7 Tagen unterwegs. Postlagernde Sendungen kann man an alle Postämter des Landes schicken. Öffnungszeiten der Postämter: Mo-Fr 10.00-18.00 Uhr und Sa 09.00-14.00 Uhr. Einige Hauptpostämter in größeren Städten sind rund um die Uhr geöffnet. Briefkästen sind rot.

Radio

Zahlreiche deutschsprachige Radiosender lassen sich u.a. über Astra-Satelliten bzw. über das Internet in Polen empfangen.

Einkaufen

Überblick

Glas, Emaillewaren, handgewobene Läufer, Silberartikel, handgearbeiteter Schmuck, Folklorepuppen, Holzschnitzereien sowie Ton- und Metallskulpturen.

Öffnungszeiten der Geschäfte:
Mo-Fr 06.00-18.00/19.00 Uhr.

Kulinarisches

Übersicht

Vorspeisen (Przekaski) sind Aal in Aspik, marinierter Fisch in saurer Sahne, Rollmops, Kulebiak (eine Pilz- und Kohlpastete), Kabanos (eine lange, dünne, stark gewürzte Wurst) oder Mysliwska (eine Wurst aus Schweine- und Wildfleisch). Suppen wie Barszcz (Rote-Beete-Suppe mit saurer Sahne) oder Rosol (Rind- oder Hühnerbouillon) werden häufig in Tassen und mit kleinen Pasteten, die mit Fleisch oder Kohl gefüllt sind, serviert. Piroggen (gefüllte Teigtaschen), meist mit Weißkäse oder mit Weißkohl gefüllt, werden nicht nur gerne in Polen gegessen. Auch in der Russischen Föderation und in Finnland gibt es sie in unterschiedlichen Varianten.

Beliebte Gerichte sind Zrazy Zawijane (pilzgefüllte Rouladen in saurer Sahne) mit gekochtem Kascha (Buchweizen) und Golonka (Eisbein). Das polnische Nationalgericht Bigos (Weißkohl-Sauerkrauttopf mit Steinpilzen) war ursprünglich ein Essen der Jäger des polnischen Landadels, der Schlachta. Man hatte immer einen Kessel mit Bigos dabei. Heute wird Bigos in ganz Polen gegessen, in den Skihütten Zakopanes genauso wie in Suwalki, an den Masurischen Seen, in den eleganten Lokalen Warschaus wie in den rustikalen Kellerlokalen Krakaus an der Weichsel. Eine Feier in Polen ist ohne dieses würzig-pikante Gericht Bigos undenkbar. Polen hat auch eine große Auswahl an frischem Fisch (Ryba). Karpfen wird in einer süßsauren Aspiksoße serviert, und pochierter Hecht mit Sahnemeerrettich ist sehr zu empfehlen. Polnische Backwaren (Ciastka) sind ausgezeichnet.

Getränke:
Wodka (Wódka) wird eiskalt getrunken. Wyborowa soll der beste Wodka sein, aber es gibt noch viele andere Geschmacksrichtungen wie Zubrowka (Bisongras), Tarniowka (Schlehe), Sliwowica (Pflaume) und Pieprzowka (mit weißem Pfeffer). Zu den beliebten Biermarken gehören: Zywiec, Okocim und EB.

Kultur

Religion

89,8% römisch-katholisch; außerdem Polnisch-Orthodoxe, Protestanten, Altkatholiken und Juden.

Soziale Verhaltensregeln

Umgangsformen: Es gibt große Unterschiede zwischen dem Stadt- und Landleben: Die Landbevölkerung ist sehr gläubig und ihr Lebensstil ist traditioneller als in der Stadt. Zur Begrüßung gibt man sich die Hand, Frauen werden mit Handkuss begrüßt. Die üblichen Höflichkeitsformen werden erwartet und Gastgeber freuen sich über einen Blumenstrauß.

Kleidung sollte zurückhaltend, aber leger sein. In guten Restaurants oder zu besonderen Anlässen wird elegantere Kleidung erwartet.

Rauchen: In öffentlichen Gebäuden (z. B. in Bahnhöfen, Bushaltestellen, in Bars, Cafés, Diskotheken, in kleineren Restaurants ohne abgegrenzten Raucherbereich) sowie in öffentlichen Verkehrsmitteln ist das Rauchen verboten. Restaurants, die größer als 100 qm groß sind, dürfen räumlich abgegrenzte Raucherbereiche einrichten.

Fotografieren: Militärische Anlagen, Industriegebäude und Verkehrsknotenpunkte, die mit einer durchgestrichenen Kamera gekennzeichnet sind, dürfen nicht fotografiert werden.

Trinkgeld: Die Service-Gebühr ist nicht in der Rechnung enthalten, ca. 10-15% Trinkgeld werden erwartet.

Landesdaten

Vorwahl

+48

Fläche(qkm)

312685

Bevölkerung

37.846.611

Bevölkerungsdichte(pro qkm)

123

Bevölkerung im Jahr

2020

Mitglied der EU

Yes

Hauptnotrufnummer

112

Länderinformation Russland

Klima

Beste Reisezeit

Große jahreszeitliche Schwankungen und regionale Unterschiede. Die Spanne reicht von heißen Temperaturen, die den Asphalt schmelzen lassen, bis hin zu unter -30°C im sibirischen Winter. Das Klima geht von arktischem Klima im Norden zu kontinentalem Klima im Süden über. Generelles lässt sich kaum sagen, außer dass man auf alles vorbereitet sein sollte. In Nordrussland sind Frühling und Herbst kühler als in Mitteleuropa. Im äußersten Norden herrscht streng polares Klima. Milder ist es an der Ostseeküste, wo viele Moskauer gerne ihren Urlaub verbringen. Sotschi, Badeort und Austragungsort der olympischen Winterspiele 2014, bekam dank seiner tropischen Temperaturen den Beinamen "Florida von Russland", – abzüglich der braungebrannten Senioren natürlich.

Süden: Kürzere Winter als im Norden. In den Steppen (Südosten) heiße, trockene Sommer und sehr kalte Winter. In der nördlichen und nordöstlichen Schwarzmeer-Region sind die Winter mild. Hohe Niederschlagsmenge das ganze Jahr über. Die beste Reisezeit beginnt im Mai und endet im Oktober.

Sibirien: Sehr kalte Winter; angenehme, kurze Sommer mit zahlreichen Niederschlägen. Frühjahr und Herbst deutlich kühler als in Mitteleuropa.

Pass- und Visabestimmungen

Reisepassinformationen

Allgemein erforderlich, muss mindestens 6 Monate über die Ausreise hinaus gültig sein.

In der Praxis werden nach Informationen des Auswärtigen Amtes z. T. auch geringere Restgültigkeiten (mindestens aber 3 Monate) akzeptiert. Verbindliche Auskünfte erteilen die konsularischen Vertretungen.

Der Reisepass muss in einwandfreiem Zustand sein.

Anmerkung zum Reisepass

Die Einreisebestimmungen können sich kurzfristig ändern, deshalb ist es ratsam, sich rechtzeitig direkt bei den konsularischen Vertretungen zu erkundigen.

Visa werden nicht an der Grenze ausgestellt, sondern müssen rechtzeitig vor Antritt der Reise bei der zuständigen konsularischen Vertretung beantragt werden. Eine Ausreise aus der Russischen Föderation ohne gültiges Visum ist nur in Ausnahmefällen möglich ( z.B. Passverlust). Dies bedeutet bei Pass- und Visaverlust während der Reise, dass nicht nur ein Passersatz, sondern auch ein neues russisches Visum bei den örtlichen russischen Pass- und Visadiensten beantragt werden muss.

Mitglieder von Reisegruppen (Standard-Pauschalreisen, Busreisen und Kreuzfahrten) sowie Teilnehmer internationaler Sportveranstaltungen sollten ihre Unterlagen dem Reiseveranstalter geben, der die Anträge an das nächste Reisebüro weiterleitet.

Visainformationen

Ein Visum ist allgemein erforderlich, u.a. Staatsbürger der folgenden, in der obigen Tabelle genannten Länder sind visumpflichtig und müssen für geschäftliche und touristische Aufenthalte (bis zu 16 Tage) sowie für Besuchszwecke ein Online-Visum beantragen. Die Einreise kann nur über bestimmte Grenzübergänge und Flughäfen erfolgen:

a) Deutschland, Österreich und alle anderen EU-Länder;

b) Schweiz;

c) Türkei.


Hinweis: Fährschifftouristen unterliegen einer 72-stündigen Visafreiheit.

Anmerkung: Bei der Einreise ist eine zweiteilige Migrationskarte auszufüllen; ein Teil wird von den Grenzkontrollorganen (nicht Zollbehörden) bei der Einreise, der andere Teil von den Grenzkontrollorganen anlässlich der Ausreise einbehalten. Die Migrationskarte ist gut aufzubewahren.

Kosten

E-Visum:

einmalige Einreise für touristische, private und geschäftliche Aufenthalte: 2 Monate gültig, max. 16 Tage Aufenthalt inklusive An- und Abreisetage: 40 US$. Kostenlos für Kinder unter 6 Jahren.

 

Deutschland und Österreich:
Touristen-/Privat-/Geschäfts- und Transitvisum:

Einmalige Einreise: 

78 € (Bearbeitung in 4-20 Tagen), 156 € (Bearbeitung in 1-3 Arbeitstagen).

Zweimalige Einreise:

124 € (Bearbeitung in 4-20 Tagen), 248 € (Bearbeitung in 1-3 Arbeitstagen).


Touristenvisa werden zur ein- oder zweimaligen Einreise ausgestellt. Staatsangehörige von Österreich, Griechenland, Spanien und Ungarn können auch ein Touristenvisum beantragen, das zu mehrmaligen Einreisen berechtigt und eine Gültigkeit von 6 Monaten hat. 



Schweiz:
Touristen-/Privat-/Geschäfts- und Transitvisum:
Einmalige oder zweimalige Einreise:

45 CHF (Bearbeitung in 4-20 Arbeitstagen),

90 CHF (Bearbeitung in 1-3 Arbeitstagen).

Die Preise enthalten keine Versandgebühren und keine Gebühren der Visazentren.

Staatsbürger der Türkei müssen die für sie geltenden Visumgebühren im zuständigen Konsulat erfragen. Das E-Visum, das u.a. türkische Antragsteller für den fernen Osten Russlands beantragen können, ist kostenlos.

Visaarten und Kosten

Touristen-, Geschäfts-, Privat-/Besucher-, Mehrfach-, Dauer- und Transitvisum, E-Visum.

Gültigkeit

Online-Visum: 60 Tage gültig, max. 16 Tage Aufenthalt (An- und Abreisetag zählen als Aufenthaltstage). Verlängerungen, die beim Innenministerium beantragt werden können, sind möglich.

 

Transit

Transitvisa sind allgemein erforderlich; ausgenommen sind Transitreisende mit mindestens 6 Monate über den Aufenthalt gültigem Reisepass, die den Transitraum nicht verlassen, innerhalb des Flughafens einmalig umsteigen und innerhalb von 24 Std. weiterreisen sowie im Besitz bestätigter Rück- bzw. Weiterflugtickets und gültiger Einreisedokumente für das Zielland sind.

Ist für die Weiterreise ein Flughafenwechsel nötig, ist ein Transitvisum erforderlich.

 

Das Visum muss online beantragt werden. Auf der Website des russischen Außenministeriums kann das Visum auch über eine APP beantragt werden. Die Visum-Beantragung muss in diesem Fall maximal 40 Tage und mindestens 4 Tage vor der Abreise eingereicht werden.

Deutschland

Antragsteller sind weiterhin berechtigt, Visa bei der zuständigen diplomatischen Vertretung zu beantragen.

Termine nach Vereinbarung bei der zuständigen diplomatischen Vertretung. Anträge können auch durch ein Reisebüro oder einen bevollmächtigten Vertreter gestellt werden.

Österreich

Antragsteller sind weiterhin berechtigt, Visa bei der zuständigen diplomatischen Vertretung zu beantragen.

Termine nach Vereinbarung bei der zuständigen diplomatischen Vertretung. Anträge können auch durch ein Reisebüro oder einen bevollmächtigten Vertreter gestellt werden.

Schweiz

Antragsteller sind weiterhin berechtigt, Visa bei der zuständigen diplomatischen Vertretung zu beantragen.
 
Termine nach Vereinbarung bei der zuständigen diplomatischen Vertretung. Anträge können auch durch ein Reisebüro oder einen bevollmächtigten Vertreter gestellt werden.
 

Türkische Antragsteller 

U.a. Türkische Staatsbürger mit Aufenthaltsgenehmigung für Deutschland, Österreich oder die Schweiz können ihren Visumantrag online oder bei einem zuständigen Konsularprovider bzw. bei der zuständigen diplomatischen Vertretung in Deutschland, Österreich oder der Schweiz einreichen.
 
Termine nach Vereinbarung bei der zuständigen diplomatischen Vertretung. Anträge können auch durch ein Reisebüro oder einen bevollmächtigten Vertreter gestellt werden.
 
U.a. Türkische Staatsbürger können für den Fernen Osten Russlands ein kostenloses E-Visum für eine einmalige Einreise für einen touristischen, geschäftlichen, humanitären oder kulturellen Aufenthalt von bis zu 8 Tagen beantragen. 

Antrag erforderlich

E-Visum:
(a) 1 Antragsformular (online auszufüllen). Das ausgefüllte Antragsformular erhält der Antragsteller mit einem Barcode im PDF-Format zurück. Es muss ausgedruckt und im Original unterzeichnet bei der Antragstellung eingereicht werden.

(b) 1 aktuelles biometrisches, digitales Passfoto im jpg-Format in Farbe (3,5 x 4,5 cm) mit weißem Hintergrund. das Passfoto darf nicht älter als 6 Monate sein. Weitere Informationen zu den Passbildbestimmungen sind auf der Website des Außenministeriums der Russischen Föderation erhältlich.
(c) maschinenlesbarer Reisepass (Gültigkeit s. Reisepass) mit mindestens einer freien Seite (Mehrfachvisa: mit zwei freien Seiten).
(d) Kreditkarte für die Bezahlung der Konsulargebühren. Kinder unter 6 Jahren sind von Konsulargebühren ausgenommen.
(e) Aktueller Krankenversicherungsnachweis, der weltweit bzw. für Russland gültig und anerkannt ist. Der Krankenversicherungsnachweis unterliegt zahlreichen Bestimmungen, die bei den zuständigen diplomatischen Vertretungen erfragt werden müssen. 
(f) Rückflugticket (Fotokopie).
(g) Ggf. Aufenthaltsgenehmigung für Deutschland, Österreich oder die Schweiz.
(h) Bestätigte Aufnahme des Antragstellers von einem Reiseveranstalter, der im Einheitlichen Föderalen Touristenregister eingetragen ist.
(i) Reisende müssen ihre Rückkehrwilligkeit ins Heimatland nachweisen. Zulässig sind:
Kontoauszug oder Nachweis eines regelmäßigen Einkommens durch Arbeits- und Verdienstbescheinigung im Original (bei Beantragung in München: aufeinander folgende Einkommensnachweise der letzten drei Monate)
oder
Nachweis von Wohneigentum
oder
Selbständig Erwerbstätige: Registrierung der eigenen Firma im Original und Kopie.

(j) Kopie des zuletzt erteilten russischen Visums. 

(m) Minderjährige: Minderjährige benötigen ein eigenes E-Visum; Kopie der Geburtsurkunde; alleinreisende Minderjährige: notariell beglaubigte Reiseerlaubnis der nicht mitreisendenden Elternteile / Sorgeberechtigten

Hinweis zum Touristenvisum:

- Touristische Referenz: Reisebestätigung des russischen Reiseveranstalters oder des russischen Hotels (vorgeschriebenes amtliches Dokument).

- Buchungsbeleg des Hotels zusammen mit der Akkreditierungsnummer des Hotels bzw. Nachweis einer Privatunterkunft.

Bei Bus-, PKW- oder Motorradreisen ist ein entsprechender Vermerk im Visum erforderlich; unbedingt Kennzeichen, Modell und Farbe angeben. Ein touristisches Visum muss spätestens 24 Stunden vor dem auf der Reisebestätigung angegebenen Einreisedatum ausgestellt sein.

Privatreisevisum:
(a)-(m),
(n) Einladung durch das Innenministerium, das vom russischen Gastgeber besorgt wird.
(o) Eigenes Begleitschreiben mit genauen Angaben zur Reise.
(p) Reisende müssen ihre Rückkehrwilligkeit ins Heimatland nachweisen. Zulässig sind:
Kontoauszug oder Nachweis eines regelmäßigen Einkommens durch Arbeits- und Verdienstbescheinigung im Original (bei Beantragung in München: aufeinander folgende Einkommensnachweise der letzten drei Monate)
oder
Nachweis von Wohneigentum
oder
Selbständig Erwerbstätige: Registrierung der eigenen Firma im Original und Kopie.

Geschäftsvisum:
(a)-(m).
(n) Selbständig Erwerbstätige (erforderlich nur für Deutsche, aber nicht für andere EU-Staatsbürger): Original und Kopie der Registrierung der eigenen Firma bzw.
Angestellte und Arbeiter (erforderlich nur für Deutsche, aber nicht für andere EU-Staatsbürger): Bestätigung des Arbeitgebers über das Beschäftigungsverhältnis auf Firmenpapier mit Angabe von Position des Arbeitnehmers, Monatsgehalt und Entsendung zur Dienstreise nach Russland.
(o) Für Geschäfts- und Dauervisa muss vom russischen Geschäftspartner eine förmliche, originale Einladung beim Innen- bzw. Außenministerium in Moskau beantragt werden. Nach Erhalt der Bestätigung aus Moskau kann das Visum abgeholt werden. Hinweis zur Einladung: Kulturschaffende, Wissenschaftler, Sportler und andere Berufsgruppen benötigen u. U. keine Einladung. Weitere Auskünfte dazu erteilen die zuständigen diplomatischen Vertretungen.

Transitvisum:
(a)-(c),
(d) Visum für das Land des Bestimmungsortes.
(e) Tickets für die ganze Reiseroute. Vom Reiseticket abhängig, bestätigte Rück- bzw. Weiterflugtickets und gültige Einreisedokumente für das Zielland müssen vorgelegt werden. Transitreisende dürfen nur mit einem Transitvisum den Flughafen verlassen.

Einreisevisum für einen Aufenthalt von mehr als 3 Monaten:
(a)-(m).
(n) Aktueller negativer HIV-Test mit ärztlicher Bescheinigung (auch für Arbeits-, Geschäfts-, Technikervisa).

Für Verwandten- oder Freundesbesuche muss man eine Einladung vorweisen können. Nähere Auskünfte erteilen die Konsularabteilungen der Botschaften.

Für die Zustellung des visierten Reisepasses ist ein frankierter Einschreiben-Rückumschlag notwendig.
 

Türkische Antragsteller

E-Visum für den fernen Osten Russlands:

(a) Online-Antrag;

(b) Reisepass, der bei der Antragstellung noch mindestens 6 Monate gültig ist.

Nicht benötigt werden Dokumente, die den Zweck der Reise belegen (z.B. offizielle Einladung, Buchungsbestätigung des Hotels etc.)

Bearbeitungsdauer

In der Regel bis zu 4 Kalendertage 

Gesetzlich vorgeschriebene Registrierung

Alle Reisenden, müssen sich innerhalb von 7 Tage durch ihr Hotel oder von einem russischen Bürgen (Gastfamilie bzw. Geschäftspartner) bei der örtlichen Polizei bzw. bei der zuständigen Migrationsbehörde (UWM) des Innenministeriums der Russischen Föderation registrieren lassen. Dazu sind der Reisepass mit Visum und die Migrationskarte (s. Visum) notwendig. Möglich ist auch die postalische Registrierung in Post-Filialen, was gebührenpflichtig ist.

Bei jedem Ortswechsel mit einem Aufenthalt von mehr als 7 Tagen muss der Meldepflicht, die streng kontrolliert wird, erneut nachgekommen werden. Registrierungen können auch durch den russischen Partner des dt., öster. oder schweizer Reisebüros erfolgen, welches das Visum beschafft hat.

Bei Arbeitsaufenthalten kann die Meldeanschrift der Sitz der russischen Firma/Organisation sein.

Es empfiehlt sich, den Reisepass samt Visum, Migrationskarte und den abtrennbaren Teil des Anmeldeformulars zu fotokopieren und sicher aufzubewahren. 

Aufenthaltsverlängerung

Anträge zur Visumverlängerungen können beim Innenministerium der Russischen Föderation gestellt werden.

Einreise mit Kindern

Deutsche: Maschinenlesbarer Kinderreisepass oder eigener Reisepass.

Österreicher: Eigener Reisepass.

Schweizer: Eigener Reisepass.

Türken: Eigener Reisepass.

Anmerkung: Für die Kinder gelten jeweils die gleichen Visumbestimmungen wie für ihre Eltern.

Seit dem 27. Juni 2012 benötigen Kinder für Reisen in das Ausland (auch innerhalb der EU) ein eigenes Reisedokument (Reisepass / Kinderreisepass). Eintragungen von Kindern in den elterlichen Reisepass sind nicht mehr möglich.

Einreise mit Haustieren

Für Haustiere wird ein Gesundheitszeugnis, das einen amtlichen Stempel des Herkunftslands trägt und das max. 10 Tage vor der Ankunft ausgestellt wurde, sowie ein Heimtierausweis benötigt. Hunde und Katzen müssen mindestens 30 Tage, aber nicht länger als 1 Jahr vor Abreise gegen Tollwut geimpf worden sein (Nachweis).

Tauben dürfen nicht eingeführt werden.

Anmerkung: Haustiere sind in russischen Hotels nicht gestattet

Reisepassinformationen

Allgemein erforderlich, muss mindestens 6 Monate über die Ausreise hinaus gültig sein.

In der Praxis werden nach Informationen des Auswärtigen Amtes z. T. auch geringere Restgültigkeiten (mindestens aber 3 Monate) akzeptiert. Verbindliche Auskünfte erteilen die konsularischen Vertretungen.

Der Reisepass muss in einwandfreiem Zustand sein.

Visainformationen

Ein Visum ist allgemein erforderlich, u.a. Staatsbürger der folgenden, in der obigen Tabelle genannten Länder sind visumpflichtig und müssen für geschäftliche und touristische Aufenthalte (bis zu 16 Tage) sowie für Besuchszwecke ein Online-Visum beantragen. Die Einreise kann nur über bestimmte Grenzübergänge und Flughäfen erfolgen:

a) Deutschland, Österreich und alle anderen EU-Länder;

b) Schweiz;

c) Türkei.


Hinweis: Fährschifftouristen unterliegen einer 72-stündigen Visafreiheit.

Anmerkung: Bei der Einreise ist eine zweiteilige Migrationskarte auszufüllen; ein Teil wird von den Grenzkontrollorganen (nicht Zollbehörden) bei der Einreise, der andere Teil von den Grenzkontrollorganen anlässlich der Ausreise einbehalten. Die Migrationskarte ist gut aufzubewahren.

Einreise- & Sicherheitshinweise

Überblick

Stand - Wed, 27 Oct 2021 08:30:00 +0200
(Unverändert gültig seit: Wed, 27 Oct 2021 08:30:17 +0200)

Letzte Änderungen: Aktuelles (Einreise, Hygieneregeln)

Lagen können sich schnell verändern und entwickeln. Wir empfehlen Ihnen:
- Verfolgen Sie Nachrichten und Wetterberichte
- Achten Sie auf einen ausreichenden Reisekrankenversicherungsschutz
- Abonnieren Sie unseren Newsletter oder nutzen Sie unsere App „Sicher Reisen"
- Folgen Sie uns auf Twitter: AA_SicherReisen
- Registrieren Sie sich in unserer Krisenvorsorgeliste 

Aktuelles

Die Ausbreitung von COVID-19 kann weiterhin zu Einschränkungen im internationalen Luft- und Reiseverkehr und Beeinträchtigungen des öffentlichen Lebens führen.

Vor nicht notwendigen, touristischen Reisen in die Russische Föderation wird derzeit gewarnt.

Epidemiologische Lage

Russland ist von COVID-19 landesweit sehr stark betroffen. Russland ist als Hochrisikogebiet eingestuft.
Aktuelle und detaillierte Zahlen bieten das offizielle Corona-Portal der russischen Regierung und die Weltgesundheitsorganisation WHO.

Einreise

Eine Einreise ist für deutsche Staatsangehörige und für Bürger anderer Staaten mit einem unbefristeten Aufenthaltstitel für Deutschland (Vorlage im Original erforderlich) sowie Diplomaten- und Dienstpassinhaber bei Anreise per Direktflug aus Deutschland und bestimmten weiteren Staaten, darunter Frankreich, Österreich und der Schweiz gestattet. Darüber hinaus müssen Reisende im Besitz eines gültigen russischen Visums sein. Aufgrund der Einreisebeschränkungen infolge der COVID-19-Pandemie werden derzeit keine e-Visa erteilt. Auch die visafreie Einreise im Rahmen von Kreuzfahrten ist derzeit COVID-19 bedingt ausgesetzt.

Für Einreisen auf anderem Weg, insbesondere über die Landgrenze sowie auf dem Luftweg aus anderen Staaten gelten weiterhin Einreisebeschränkungen. Zu den jeweils geltenden Beschränkungen kann die Konsularabteilung der Botschaft der Russischen Föderation Auskunft geben, für Geschäftsreisende die Webseite der Deutsch-Russischen Auslandshandelskammer in Moskau.

Ausländer müssen beim Einsteigen in ein Flugzeug mit Ziel Russland auch dann, wenn sie nur im Transit durchreisen wollen, den Nachweis über einen negativen PCR-Test erbringen. Dies gilt auch für Genesene und Geimpfte. Der Test darf nicht früher als drei Kalendertage vor der Ankunft des Flugzeugs in Russland abgenommen worden sein. Das Testergebnis muss auf Russisch oder Englisch ausgedruckt vorliegen und bei der Grenzkontrolle vorgezeigt werden. Ausländer können bei der Einreise am russischen Flughafen stichprobenartig zu COVID-19-Tests verpflichtet werden. Bei anderen Arten der Einreise ist das Testergebnis bei der Grenzkontrolle vorzulegen. Ausländer, die zu Erwerbszwecken nach Russland einreisen, sind verpflichtet, innerhalb von drei Tagen nach der Ankunft einen weiteren PCR-Test vorzunehmen.

Für Einreisende in die Russische Föderation aus Belarus, Kasachstan, Kirgisistan und Armenien auf dem Luftweg ist die im Rahmen der Eurasischen Wirtschaftsunion (EAWU) entwickelte App "Reisen ohne COVID" (für iOS bzw. für Android) verpflichtend, der die Ergebnisse von PCR-Tests enthält (als QR-Code), die in zertifizierten Laboren in den jeweiligen Ländern gemacht werden. Dies gilt nicht für Transit-bzw. Durchreisende. Nähere Auskünfte zu den Einreisebedingungen erteilt die zuständige russische Auslandsvertretung.

Die Ausreise über die Landgrenze der Russischen Föderation einschließlich der Grenze nach Belarus ist für Reisende eingeschränkt. Für Deutsche ist die Ausreise nach Deutschland durch Estland, Finnland, Lettland, Litauen und Polen im Transit mit eigenem Fahrzeug oder organisierten Sammeltransporten grundsätzlich gestattet.

Durch- und Weiterreise

Die unmittelbare Durchreise im internationalen Flugverkehr ohne eine Einreise in die Russische Föderation (Flughafentransit) ist gestattet. Reisende müssen auch hier den Nachweis über einen negativen PCR-Test erbringen. Der Test darf nicht früher als drei Kalendertage vor der Ankunft des Flugzeugs in Russland abgenommen worden sein und muss auf Russisch oder Englisch ausgedruckt vorliegen. Zusätzlich müssen auch die Einreisebedingungen des Ziellands erfüllt sein. Die maximale Aufenthaltsdauer im Transitbereich ist 24 Stunden.

Reiseverbindungen

Deutsche und russische Fluggesellschaften bieten mehrmals wöchentlich Flüge zwischen deutschen und russischen Städten an.
Der Zugverkehr zwischen Deutschland und Russland und der Fährverkehr sind eingestellt.

Der Inlandsflugverkehr ist umfangreich.

Beschränkungen im Land

In Moskau bestehen Einschränkungen bei Veranstaltungen. In anderen Teilen Russlands können andere und auch weitergehende Einschränkungen bestehen.

Hygieneregeln

In allen öffentlich zugänglichen Räumen und Verkehrsmitteln gilt die Pflicht zum Tragen eines Mund-Nase-Schutzes. In der Öffentlichkeit ist ein Mindestabstand von 1,5 m zu anderen Personen einzuhalten, dies gilt nicht in Taxis.

In vielen Städten (u.a. Moskau, Sankt Petersburg) gelten zudem derzeit Einschränkungen. Zur Teilnahme an Veranstaltungen oder zum Aufsuchen öffentlicher Orte muss u.a. in Sankt Petersburg der Impfstatus durch Vorlage eines russischen QR-Codes nachgewiesen werden; der europäische Impfnachweis wird nicht anerkannt. Hiervon sind in einigen Regionen auch Hotels betroffen. Die Vorlage eines PCR-Tests genügt nicht. In Moskau wird der Betrieb von Unternehmen in den Bereichen Handel, Dienstleistungen, Gaststättengewerbe, Sport, Kultur, Erholung, Unterhaltung, Kinovorführungen und anderen in der Zeit vom 28. Oktober bis mindestens 7. November 2021 ausgesetzt, mit Ausnahme des Verkaufs von Medikamenten, Lebensmitteln und anderen lebenswichtigen Gütern.

Empfehlungen

  • Seien Sie bei allen Reisen weiterhin besonders vorsichtig und beachten Sie unsere fortlaufend aktualisierte Infobox zu COVID-19/Coronavirus.
  • Achten Sie bei Einreise nach Deutschland auf die geltenden Einreisevoraussetzungen zu Anmelde-, Quarantäne- und Nachweisregelungen (vollständige Impfung oder Genesenennachweis oder aktueller negativer COVID-19-Test).

  • Achten Sie auf die Einhaltung der AHA-Vorschriften und befolgen Sie zusätzlich die Hinweise lokaler Behörden. Bei Verstößen gegen die Hygienevorschriften können hohe Geldstrafen verhängt werden.
  • Informieren Sie sich bei der zuständigen russischen Auslandsvertretung zu den Einreisemöglichkeiten sowie
  • über detaillierte Maßnahmen und ergänzende Hinweise der russischen Regierung.
  • Bei COVID-19-Symptomen oder Kontakt mit Infizierten kontaktieren Sie das örtliche Gesundheitsamt.
  • Erkundigen Sie sich unbedingt bei Ihrer Fluggesellschaft über die aktuellen Beförderungsbedingungen und mögliche Änderungen im Flugplan.

Sicherheit

Von nicht erforderlichen Reisen nach Inguschetien, Tschetschenien und Dagestan und in die unmittelbare Grenzregion zur Ukraine im Rostovskaya Oblast wird abgeraten.

Terrorismus

Wie verschiedene Anschläge mit zahlreichen Todesopfern gezeigt haben, kann es in Russland, auch außerhalb der Kaukasus-Region, zu Anschlägen kommen. Todesopfer forderte zuletzt ein Terroranschlag in der Metro von St. Petersburg im April 2017. Die russischen Behörden halten ihre Warnung vor Anschlägen aufrecht und rufen weiterhin zu besonderer Vorsicht auf.

  • Seien Sie weiterhin insbesondere an belebten Orten, bei Menschenansammlungen und bei der Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel besonders aufmerksam.
  • Beachten Sie den weltweiten Sicherheitshinweis.

Innenpolitische Lage

Halbinsel Krim

Von Reisen auf die Halbinsel Krim wird dringend abgeraten, siehe Reise- und Sicherheitshinweise Ukraine.
Derzeit kommt es bei der Einreise aus der Russischen Föderation in die Ukraine insbesondere für Personen, die neben der deutschen auch die russische Staatsangehörigkeit besitzen, sowie bestimmte Berufsgruppen wie Journalisten, vermehrt zu Zurückweisungen.

Grenzgebiet zur Ukraine

Von nicht erforderlichen Reisen in das unmittelbare Grenzgebiet zur Ukraine im Rostovskaya Oblast im Abstand von rund 10 Kilometern wird abgeraten. Der Konflikt in der Ost-Ukraine dauert an und führt zu einer erhöhten Gefährdung in diesem Gebiet, in dem der Notstand gilt. An vielen Grenzübergängen bestehen zudem Reisebeschränkungen.

Nordkaukasus

Von nicht erforderlichen Reisen nach Inguschetien, Tschetschenien und Dagestan wird abgeraten. Es besteht bei Reisen in den Föderalbezirk Nordkaukasus eine erhöhte Sicherheitsgefährdung durch mögliche Anschläge mit terroristischem Hintergrund, bewaffnete Auseinandersetzungen und Entführungen.
Zudem gilt für bestimmte Streckenabschnitte einiger Verkehrsstraßen im Nordkaukasus nur beschränkter Zutritt für Ausländer.
Personen, die trotz der Risiken in die oben genannten Regionen reisen, können bei einem Notfall nur mit eingeschränkten Hilfsmöglichkeiten der deutschen Botschaft in Moskau rechnen.

Eine Einreise über die georgisch-russische Grenze in die georgischen Konfliktgebiete Abchasien und Südossetien wird von den georgischen Behörden weiterhin als illegaler Grenzübertritt geahndet, siehe Reise- und Sicherheitshinweise Georgien.

Übrige Landesteile

Es gibt insbesondere in grenznahen Gebieten weiterhin Zonen, die nur mit Zutrittserlaubnis bereist werden dürfen. Sowohl zu Belarus, Polen als auch Litauen gibt es viele Bereiche der „grünen" Grenze, an denen Grenzübertritte einfach, aber illegal sind.

Insbesondere in Moskau und St. Petersburg, aber auch in anderen großen Städten kann es im Zusammenhang mit nicht genehmigten Kundgebungen und Demonstrationen zu einem massiven, zum Teil gewaltsamen Vorgehen der Sicherheitskräfte kommen. Ein Aufenthalt auch in der Nähe von nicht genehmigten Veranstaltungen sollte unbedingt vermieden werden.

  • Informieren Sie sich über die lokalen Medien.
  • Meiden Sie Demonstrationen und größere Menschenansammlungen weiträumig.
  • Folgen Sie den Anweisungen der Sicherheitskräfte.
  • Beachten Sie Reisebeschränkungen und vermeiden Sie unerlaubte Grenzübertritte.
  • Für Reisen auf die Halbinsel Krim beachten Sie die Reise- und Sicherheitshinweise Ukraine.
  • Für Reisen nach Südossetien und Abchasien beachten Sie die Reise- und Sicherheitshinweise Georgien.

Kriminalität

In den touristischen Zentren russischer Städte sowie in größeren Menschenansammlungen und in öffentlichen Verkehrsmitteln wie der Metro kommt es zu Kleinkriminalität wie Taschendiebstahl.

Wie auch in anderen Großstädten kann es in Bars und Clubs russischer Großstädte zu Straftaten und vereinzelt dem Einsatz von K.o.-Tropfen kommen. Bewusstlose Personen können Opfer sexueller Gewalt werden oder sich im Freien wiederfinden, was in den Wintermonaten lebensgefährlich sein kann.

In nur offiziell aussehenden, aber nicht lizensierten Taxis sind Touristen Opfer von Straftaten geworden.

Aktuell gibt es vermehrt Fälle von Internetbetrug, indem Personen aus Westeuropa und den USA aufgefordert werden, beispielsweise im Rahmen vermeintlicher länger angebahnter Liebesbeziehungen Geldzahlungen zu veranlassen. In der Regel besteht keine Möglichkeit, einmal überwiesene Geldbeträge zurückzuerlangen, siehe auch Merkblatt der deutschen Vertretungen in der Russischen Föderation.

  • Seien Sie in größeren Menschenmengen wie an Flughäfen, Bahnhöfen, in der Metro und im Bus besonders aufmerksam und achten Sie auf Ihre Wertsachen.
  • Wählen Sie Taxis sorgsam aus, nutzen Sie möglichst nur registrierte Taxiunternehmen, benutzen Apps oder bestellen Sie diese bereits im Hotel.
  • Notieren Sie bei Nachtfahrten vor dem Einsteigen in ein Taxi sichtbar das Kennzeichen und übermitteln Sie dieses als erkennbare Sicherheitsmaßnahme.
  • Bewahren Sie Geld, Ausweise, Führerschein, Flugscheine und andere wichtigen Dokumente sicher auf.
  • Lassen Sie Getränke und Nahrungsmittel in Bars und Clubs nie unbeaufsichtigt und kaufen Sie sie möglichst selbst.
  • Achten Sie auch bei der Auswahl Ihrer Unterkunft auf Sicherheitsaspekte.
  • Leisten Sie aufgrund der möglichen Verwendung von Schusswaffen bei Überfällen keinen Widerstand.
  • Bevorzugen Sie bargeldlose Zahlungen und nehmen Sie nur das für den Tag benötigte Bargeld und keine unnötigen Wertsachen mit.
  • Seien Sie bei ungewohnten E-Mails, Gewinnmitteilungen, Angeboten und Hilfsersuchen angeblicher Bekannter skeptisch. Teilen Sie keine Daten von sich mit, sondern vergewissern Sie sich ggf. persönlich oder wenden Sie sich an die Polizei.

Natur und Klima

Extreme Kälte und Überschwemmungen

Das Klima reicht von arktisch im Norden bis zu kontinental im Süden.
In weiten Teilen Russlands, insbesondere Sibirien, muss in den Wintermonaten mit extremer Kälte und im Frühjahr mit erheblichem Tauwetter und entsprechenden Überflutungen gerechnet werden.

Busch- und Waldbrände

Im Sommer muss in Sibirien, aber auch in der Nähe der Hauptstadt Moskau mit teilweise weit verbreiteten Busch- und Waldbränden gerechnet werden, die die Infrastruktur und Luftqualität erheblich beeinträchtigen können.

Erdbeben und Vulkane

Teile der Russischen Föderation, insbesondere Tschetschenien, Kamtschatka und die Kurilen liegen in einer seismisch aktiven Zone, in der es zu Erdbeben und auch vulkanischer Aktivität kommen kann.
Der Shiveluch in Kamtschatka gehört zu den am häufigsten ausbrechenden Vulkanen weltweit und zeigte auch zuletzt verstärkte Aktivitäten. Es gilt eine hohe Gefahrenstufe.

  • Beachten Sie stets Verbote, Hinweisschilder und Warnungen sowie die Anweisungen lokaler Behörden.
  • Bleiben Sie von Gebieten fern, die von Naturkatastrophen betroffen sind.
  • Informieren Sie sich ggf. beim russischen Ministerium für Katastrophenschutz.
  • Machen Sie sich mit Verhaltenshinweisen bei Erdbeben und Vulkanen vertraut. Diese bieten die Merkblätter des Deutschen GeoForschungsZentrums.

Reiseinfos

Infrastruktur/Verkehr

Die Verkehrswege können aufgrund von Maßnahmen im Zusammenhang zur Eindämmung von COVID-19 beeinträchtigt sein, siehe Aktuelles.

Es gibt ein dichtes Inlandsflugnetz, Eisenbahn- und Busverbindungen sowie in Großstädten häufig gut funktionierendes U-Bahnen.

Die Straßenverhältnisse sind außerhalb der großen Städte teilweise schlecht, gefährliche Schlaglöcher können in der Dunkelheit oftmals nicht rechtzeitig erkannt werden.
Seit 2009 wird die Internationale Grüne Versicherungskarte als internationaler Nachweis der Haftpflichtversicherung auch in der Russischen Föderation anerkannt. Geschäftsreisende und Touristen müssen somit bei der Einreise in die Russische Föderation keine zusätzliche Kfz-Haftpflichtversicherung mehr abschließen. In der Versicherungskarte muss allerdings die Länderbezeichnung Russland bzw. das Länderkürzel RUS vermerkt sein.
Auf Autobahnen und außerhalb geschlossener Ortschaften gilt eine uneingeschränkte Lichtpflicht, so dass auch tagsüber mit Abblendlicht gefahren werden muss.
Es gilt die 0,16 Promille-Grenze, also streng genommen ein Alkoholverbot beim Autofahren.
Im Kreisverkehr hat grundsätzlich der von rechts kommende Verkehr Vorrang, solange nichts anderes ausgeschildert ist.

Im Fall eines nicht selbst verschuldeten Unfalls ist nicht immer mit einer vollständigen Schadenersatzleistung des Unfallgegners zu rechnen; Deckungssummen der russischen Haftpflichtversicherung sind relativ niedrig.
Bei einem Unfall können zudem hohe Kosten für den Rücktransport des Fahrzeuges nach Deutschland bzw. sehr hohe Gebühren für den Fall der Entsorgung in der Russischen Föderation entstehen. Auch werden bei Diebstahl eines vorübergehend eingeführten Fahrzeugs mit ausländischer Zulassung Einfuhrabgaben vom russischen Zoll erhoben.

Bei Einreise mit dem Pkw oder mit dem Reisebus können an den Grenzübergangsstellen zur Russischen Föderation mehrstündige Wartezeiten entstehen.

  • Seien Sie bei Autofahrten insbesondere in der Dunkelheit besonders vorsichtig.
  • Schließen Sie für Pkw-Reisen möglichst eine Vollkaskoversicherung ab und erwerben Sie einen Auslandsschutzbrief zum Schutz vor Zollabgaben im Schadenfall.
  • Planen Sie Autofahrten sorgsam und rechnen Sie Zeitverluste insbesondere bei Grenzübertritten ein.

Führerschein

Deutsche Staatsangehörige mit vorübergehendem oder dauerhaftem Aufenthalt im Hoheitsgebiet der Russischen Föderation können mit ihrem deutschen oder einem ausländischen internationalen Führerschein in Verbindung mit ihrem nationalen Führerschein Kraftfahrzeuge führen. Führerscheine ohne Eintragungen in Buchstaben des lateinischen oder des russischen Alphabets müssen ins Russische übersetzt und mit einer russischen notariellen Beglaubigung versehen werden.

Deutsch-russische Doppelstaater gelten in der Russischen Föderation als russische Staatsangehörige und müssen daher einen gültigen russischen Führerschein besitzen.

Reisen aus oder in die Republik Belarus

Seit dem 30. März 2020 kommt es zu Reisebeschränkungen an den Landgrenzen, siehe Aktuelles.

Im Reiseverkehr über die Republik Belarus ist es an der Grenze zur Russischen Föderation zu Zurückweisungen von Reisenden gekommen, da die dortigen Grenzübergänge rechtlich nur für die Nutzung durch russische und belarussische Staatsangehörige zugelassen sind. Entlang der Grenze zu Belarus wurden zudem Grenzzonen eingerichtet, deren Betreten eine besondere Erlaubnis des Grenzdienstes des Föderalen Sicherheitsdienstes erfordert.

Die Nutzung des Fernzugverkehrs – hier lediglich die Direktverbindung auf der Strecke Berlin-Moskau – soll nach Mitteilung des Russischen Verkehrsministeriums ausnahmsweise möglich sein, sofern die Reisenden im Besitz von gültigen Visa für die Russische Föderation und die Republik Belarus sind. Dennoch hat es auch hier Einzelfälle gegeben, in denen deutschen Staatsangehörigen ein illegaler Grenzübertritt vorgeworfen wurde.

Drittausländern mit gültigem russischem Visum ist es wieder erlaubt, vom Flughafen Minsk über acht Flughäfen, Moskau (alle vier), St. Petersburg, Kaliningrad, Krasnodar und Sotschi, in die Russische Föderation einzureisen bzw. in die Gegenrichtung auszureisen.

  • Achten Sie auf gültige Visa für beide Länder.
  • Reisen Sie möglichst nicht auf dem Landweg über Belarus in die Russische Föderation und umgekehrt.
  • Nutzen Sie bei Flugreisen von Minsk aus in die Russische Föderation und umgekehrt keine anderen als die acht genannten Flughäfen.
  • Beachten Sie die Verbote des Betretens von Grenzzonen zu Belarus.
  • Beachten Sie auch die Einreisebestimmungen für die Republik Belarus, siehe auch Reise- und Sicherheitshinweise Belarus.

Betretenserlaubnis für bestimmte Gebiete

Es gibt in der Russischen Föderation immer noch Gemeinden und Gebiete, die nur mit einer besonderen Erlaubnis der zuständigen staatlichen Organe betreten werden dürfen. Dies ist insbesondere bei Reisen in Grenzgebiete der Russischen Föderation wie im Gebiet Kaliningrad (z.B. zum Angeln in grenznahen Bereichen, bei individuellen Schiffstouren in den Küstengewässern, zur Jagd oder sonstigen Aufenthalten) und in den Nordkaukasus oder Teile der Halbinsel Kamtschatka zu beachten. Hier sind ggf. gesonderte Berechtigungsscheine für den Aufenthalt bei den zuständigen Grenzdienst- oder Kreisverwaltungen zu beantragen, siehe auch Informationen der deutschen Vertretungen in Russland.

  • Erkundigen Sie sich vor Reisebeginn bei Ihren Einladern, Ihrem Reisebüro oder bei den russischen Vertretungen in Deutschland, ob Sonderregelungen im beabsichtigten Reisegebiet bestehen.
  • Vermeiden Sie Reisen in diese Gebiete ohne Erlaubnis.

LGBTIQ

Homosexualität ist in Russland nicht strafbar, allerdings ist die Akzeptanz gleichgeschlechtlicher Partnerschaften in der russischen Gesellschaft gering.

Es kommt immer wieder zu Übergriffen auf Homosexuelle, z.B. bei öffentlichem Zeigen gegenseitiger Zuneigung. Durch das föderale Gesetz gegen "Propaganda für nichttraditionelle sexuelle Beziehungen gegenüber Minderjährigen" drohen auch Ausländern bei Weitergabe von Informationen über bzw. öffentlicher Demonstration und Unterstützung von Homosexualität Geldbußen in Höhe von bis zu 100.000,- Rubel, bis zu 15 Tage Haft und die Ausweisung aus der Russischen Föderation.

Im Landesteil Tschetschenien gab es nach glaubhaften Berichten von Nichtregierungsorganisationen Fälle von Verfolgung, Verhaftung und Folter tschetschenischer LGBTIQ-Personen.

  • Beachten Sie die allgemeinen Hinweise für LGBTIQ.

Rechtliche Besonderheiten

Die Ausfuhr von Antiquitäten und Kunstgegenständen, sofern sie aus der Zeit vor 1945 stammen, ist grundsätzlich verboten. Insbesondere bei Ikonen wird diese Regelung streng überwacht. In anderen Fällen ist in der Regel eine Bescheinigung des Kulturministeriums erforderlich. In Zweifelsfällen sollte der russische Zoll vorab kontaktiert werden. Die Ausfuhr von als „Kulturgut" bezeichneten Gegenständen (hierunter fallen z.B. auch sowjetische Medaillen und Geldscheine, die auf Flohmärkten erworben werden können) ohne vorherige Genehmigung kann Geldstrafen bzw. langjährige Haftstrafen zur Folge haben.

Bei einigen staatlichen Einrichtungen ist das Fotografieren verboten. Es wird zu Vorsicht geraten, da nicht alle Fotografierverbote angezeigt sind. Militärische Einrichtungen sollten grundsätzlich nicht fotografiert werden.

Die Nutzung von VPN-Netzwerken wird kontrolliert, die eines nicht verifizierten VPN-Netzwerks ist strafbar.

Die Ein- oder Ausfuhr von Drogen auch bei geringen Mengen leichter Drogen wie Marihuana kann langjährige Haftstrafen zur Folge haben.

Im Grenzgebiet Polen-Russland (Gebiet Kaliningrad/Königsberg) ist die „grüne Grenze" an verschiedenen Stellen nur durch weit auseinander liegende Grenzsteine markiert. Bei illegaler Überschreitung der Grenze von Polen auch nur für wenige Meter ist mit Festnahme und mehrjähriger Haftstrafe zu rechnen.
Gleiches gilt für Gebiete im Nordkaukasus, Grenzzonen zu Belarus und die litauisch-russische Grenze (Kurische Nehrung). Auf der ca. vier km langen Grenze gibt es nach wie vor keinen (durchgehenden) Zaun im Bereich der Dünen.

Geld/Kreditkarten

Landeswährung ist der Russische Rubel (RUB). Die Bezahlung mit Kreditkarte ist inzwischen weit verbreitet und immer häufiger im Alltag möglich. Auch die Abhebung an Geldautomaten ist in nahezu allen Städten möglich. Der Geldwechsel auf der Straße ist verboten.

In der Vergangenheit ist es zu Fällen von Missbrauch von Bank- und Kreditkarten gekommen: mehrere Geldautomaten wurden manipuliert, so dass bei der Bargeldabhebung die Geheimnummer und die Datensätze "kopiert" und dann unberechtigt Bargeld-Abhebungen zu Lasten des jeweiligen deutschen Kartenkontos getätigt wurden.

Für kleinere Ausgaben und auch Taxifahrten empfiehlt es sich, etwas Bargeld in Rubel bei sich zu führen.

  • Nehmen Sie Bargeld möglichst in kleiner Stückelung (Dollar oder Euro) mit und tauschen Sie nach und nach kleinere Beträge (Wechselkursschwankungen).
  • Tauschen Sie Geld nur in zugelassenen Banken, Hotels oder Wechselstuben.
  • Achten Sie beim Einsatz der Geldkarte am Automaten auf Veränderungen bzw. Manipulationen an der Eingabetastatur und am Einzugsmechanismus sowie, dass Sie nicht bei der Eingabe der Geheimnummer beobachtet werden.

Einreise und Zoll

Die Verkehrswege können aufgrund von Maßnahmen im Zusammenhang zur Eindämmung von COVID-19 beeinträchtigt sein, siehe Aktuelles.

Einreise- und Einfuhrbestimmungen für deutsche Staatsangehörige können sich kurzfristig ändern, ohne dass das Auswärtige Amt hiervon vorher unterrichtet wird. Rechtsverbindliche Informationen und/oder über diese Hinweise hinausgehende Informationen zu den Einreise- und Zollbestimmungen zur Einfuhr von Waren erhalten Sie nur direkt bei den Vertretungen Ihres Ziellandes.
Die Zollbestimmungen für Deutschland können Sie auf der Webseite des deutschen Zolls  und per App "Zoll und Reise" finden oder dort telefonisch erfragen.

Reisedokumente

Die Einreise ist für deutsche Staatsangehörige mit folgenden Dokumenten möglich:

  • Reisepass: Ja
  • Vorläufiger Reisepass: Ja
  • Personalausweis: Nein
  • Vorläufiger Personalausweis: Nein
  • Kinderreisepass: Ja

Anmerkungen/Mindestrestgültigkeit:
Reisedokumente müssen in der Regel eine Gültigkeit von sechs Monaten über das Ausreisedatum hinaus haben und unbeschädigt sein; in der Praxis werden manchmal auch Pässe mit einer geringeren Laufzeit, auf jeden Fall aber mindestens drei Monate) akzeptiert.

Beschädigte Reisedokumente werden von den russischen Behörden und den Fluggesellschaften regelmäßig am Flughafen zurückgewiesen.

Die Anforderungen einzelner Fluggesellschaften an die von ihren Passagieren mitzuführenden Dokumente weichen zum Teil von den staatlichen Regelungen ab.

Visum

Deutsche Staatsangehörige benötigen zur Ein- und Ausreise sowie im Transit ein Visum.
Das Visum muss grundsätzlich vor der Einreise bei der zuständigen russischen Auslandsvertretung beantragt werden.
Eine Visumerteilung durch russische Grenzstellen ist nicht möglich. Weitere Informationen bietet die Botschaft der Russischen Föderation in Berlin.

e-Visa

Für geschäftliche, touristische oder humanitäre Kurzaufenthalte können deutsche Staatsangehörige grundsätzlich e-Visa zur einmaligen Einreise beantragen.
Der Antrag ist online spätestens vier Kalendertage vor Reiseantritt zu stellen, dabei ist ein Passbild in Form einer digitalen Datei hochzuladen.
Die Gültigkeitsdauer beträgt 60 Tage ab Ausstellungsdatum, innerhalb derer ein 16-tägiger Kurzaufenthalt möglich ist und nicht überschritten werden darf. Die Gültigkeitsdauer darf nicht überschritten werden, sonst drohen Strafen und erhebliche Verzögerungen bei der Aus- bzw. Weiterreise. Schon die Überschreitung um eine Stunde z.B. bei einem Abflug um 1 Uhr nachts nach Ablauf der Gültigkeit führt zu Problemen. Auch das Zuspätkommen aufgrund langer Wartezeiten an der Grenze wird als eigenes Verschulden gewertet und die nur wenige Minuten zu späte Abgabe des Passes geahndet. Die Erteilung eines e-Visa durch die russischen Grenzstellen ist nicht möglich.

Die für die Ein- und Ausreise jeweils zugelassenen Grenzübergangsstellen mit e-Visa unterscheiden sich zum Teil zu den sonst mit normalem Visum zugelassenen Grenzübergangsstellen und sind beim russischen Außenministerium, beim e-Visa Application Process sowie von den deutschen Vertretungen in Russland aufgeführt. Andere als die dort genannten Grenzübergangsstellen können nicht passiert werden, für das Leningrader Gebiet auch nicht mit dem Zug.

Bereits kleinste Schreibfehler im elektronischen Visumantrag (Name, Geburtsdatum, Geburtsort, Passnummer – in deutschen Pässen gibt es nur die Null „0" aber nicht den Buchstaben „O", Gültigkeitsdaten des Passes) führen zur Zurückweisung bei der Einreise.
Es müssen auch alle (Vor-)Namen im Antrag aufgeführt werden, die im Reisepass genannt sind. Umlaute und andere Sonderzeichen im Namen sind wie in der maschinenlesbaren Zeile des Reisepasses anzugeben.

Beförderungsunternehmen können die Existenz und Gültigkeit elektronischer Visa per Validity Check prüfen.

Überschreitung des Aufenthalts

Das Überziehen des russischen Visums, einschließlich des e-Visa, ist strafbar und kann dazu führen, dass Hotels, Pensionen und Hostels sich weigern, die Betroffenen aufzunehmen. Ist das Visum abgelaufen, ist die Ausreise nicht ohne weiteres möglich.

Es müssen beim örtlich zuständigen Büro der Hauptverwaltung für Migrationsangelegenheiten des russischen Innenministeriums (GUWM) Formalitäten in die Wege geleitet werden. In der Regel schließt sich ein gerichtliches Verfahren an, mit der Folge einer Geldstrafe und der Pflicht zur Beantragung eines kostenpflichtigen speziellen russischen Ausreisevisums (Transit visa no. 1) bei der zuständigen russischen regionalen Verwaltung des Innenministeriums, das bis zu zwei Wochen in Anspruch nimmt, oder gar einer Ausweisung. Die Ausweisung ist wiederum mit einer Wiedereinreisesperre von fünf Jahren verbunden.

  • Überprüfen Sie die Gültigkeit des russischen Visums bereits vor der Einreise in die Russische Föderation auf mögliche Fehler.
  • Planen Sie bereits bei der Beantragung des russischen Visums genügend zeitliche Puffer ein, um es nicht durch hohes Verkehrsaufkommen, verspätete oder ausgefallene Flüge o.ä. zu überziehen

Krankenversicherungspflicht

Für Deutsche besteht bei Reisen nach Russland Krankenversicherungspflicht, ein Versicherungsschein muss bei Beantragung des Visums vorgelegt werden. Bei der Botschaft der Russischen Föderation in Berlin ist eine Liste der akzeptierten Versicherungsunternehmen erhältlich.

Visumfreier Transitaufenthalt im Flugverkehr

Für Transitaufenthalte bei Flugreisen, die ein einmaliges Umsteigen an einem Flughafen innerhalb von max. 24 Stunden erfordern, ist kein Visum erforderlich, sofern das Ticket für den Weiterflug vorgelegt wird, ein Transitbereich am Flughafen vorhanden ist und dieser nicht verlassen wird.

Visumfreier Aufenthalt im Schiffsverkehr

Passagiere auf Fähr- und Kreuzfahrtschiffen können im Rahmen touristischer Gruppenreisen bis zu 72 Stunden visumfrei einreisen und sich im Gebiet des Anlegehafens aufhalten. Die Reise- und Personendaten sind vor der Ankunft anzugeben, hierfür ist der Reiseveranstalter oder die Reederei zuständig. Weitere Details sollten vor der Abreise mit diesem geklärt werden.

Ein- und Ausreisekontrolle/Einreisesperren

Bei Überschreiten der Außengrenze wird eine eingehende Kontrolle durchgeführt, die die Überprüfung der Einreisevoraussetzungen, sowie gegebenenfalls der für den Aufenthalt und die Ausübung einer Erwerbstätigkeit erforderlichen Erlaubnisse umfasst.
Es werden keine elektronischen Bordkarten z.B. auf Mobiltelefonen, sondern nur als Papierausdruck akzeptiert. Ein Ausdruck ist am Check-In-Automat im Terminal möglich.

Sind die Voraussetzungen nicht erfüllt oder wenn eine Einreisesperre besteht, wird die Einreise in die Russische Föderation verweigert. Einreisesperren können nach der russischen Migrationsgesetzgebung bereits dann verfügt werden, wenn innerhalb von drei Jahren zwei Ordnungswidrigkeiten, sog. „Administrative Strafen", u.a. Verstöße gegen die russische Straßenverkehrsordnung, Rauchen außerhalb genehmigter Bereiche, begangen wurden, und zwar unabhängig davon, ob dafür fällige Geldbußen bereits entrichtet wurden.

Die Ausreise aus der Russischen Föderation kann auch verweigert werden, wenn Verbindlichkeiten wie Steuern, Strafgebühren, Unterhaltszahlungen, Kredite bestehen – häufig ist ein Verlassen des Landes erst möglich, wenn ein dann einzuleitendes Gerichtsverfahren abgeschlossen ist.

Die deutschen Vertretungen in der Russischen Föderation sind grundsätzlich nicht in der Lage, außerhalb der Dienstzeiten Passersatzdokumente zu erteilen oder bei Problemen mit Visa, deren Gültigkeit abgelaufen ist, zu helfen.

Deutsch-russische Doppelstaater

Deutsch-russische Doppelstaater können nur mit einem gültigen russischen Auslandspass aus der Russischen Föderation ausreisen. Für die Ausreise von Minderjährigen, die sich nicht in Begleitung mindestens eines Elternteils befinden, werden darüber hinaus weitere Dokumente benötigt. Betroffene Reisende sollten sich rechtzeitig vor Antritt einer Reise ausführlich bei den zuständigen russischen Behörden informieren.

Migrationskarte/Anmeldung nach Einreise

Ab einem Aufenthalt von sieben Tagen besteht eine Anmeldepflicht für Ausländer.
Hotels und vergleichbare Einrichtungen übernehmen die Anmeldungen. In anderen Fällen muss die einladende Person oder Organisation, z.B. der russische Partner des deutschen Reisebüros, die Ankunft des ausländischen Gasts innerhalb von sieben Werktagen bei der zuständigen Migrationsbehörde (UWM/ Главное управление по вопросам миграции МВД РФ) anzeigen. Der ausländische Gast darf seine Ankunft nur im Ausnahmefall auch persönlich im zuständigen Büro der Migrationsstelle (UWM) melden.

Für Verletzungen der An- und Abmeldepflicht ist grundsätzlich der Einlader/Gastgeber verantwortlich und muss Geldstrafen übernehmen. Auch für Reisende drohen allerdings Konsequenzen wie eine Ausweisung und eine Einreisesperre von bis zu fünf Jahren folgen.

  • Vergewissern Sie sich unverzüglich nach Ankunft bei dem im Visum angegebenen Einlader/Gastgeber über die Verfahrensweise der An- und Abmeldung.
  • Fotokopieren Sie den Reisepass samt Visum, die Migrationskarte und den abtrennbaren Teil des Anmeldeformulars bewahren diese sicher auf, um im Verlustfall die Anmeldung nachweisen zu können.
  • Melden Sie sich im Fall einer mehrtägigen Reise bzw. einem Ausflug vom eigentlich geplanten und auch im Visum genannten Aufenthaltsort bei den Migrationsbehörden ab.
  • Melden Sie sich bei einem Aufenthalt an einem anderen Ort von mehr als sieben Tagen separat an – und bei Abreise wieder ab.

Einfuhrbestimmungen

Nach derzeit gültigen Devisenvorschriften müssen lediglich Beträge ab einer Höhe von 10.000,- US-Dollar bei der Ein- und Ausreise deklariert werden. Ggf. ist ein Zoll-Anmeldeformular auszufüllen, der rote Zollkorridor zu benutzen und dort eine Siegelung des Formulars durch den Zoll und für die Ausfuhr der Einfuhr- bzw. Herkunftsnachweis nötig.
Bei der Einfuhr von geringeren Beträgen kann jeweils der grüne Zollkorridor benutzt werden. Devisenschmuggel z.B. durch nicht deklarierte Ausfuhr von Devisen bleibt strafbar und kann neben der Konfiszierung des Devisenbetrages und einer Geldstrafe zu einer mehrmonatigen Untersuchungshaft führen.

Einreise mit dem Kfz

Besonderes Augenmerk sollte auf den Gültigkeitszeitraum der Zolleinfuhrbescheinigung für das Kfz gelegt werden. Wenn ein längerer Aufenthalt als in der Gültigkeit angegeben geplant ist, so muss die Zolleinfuhrerklärung vor Ablauf ihrer Gültigkeit bei der jeweils örtlich zuständigen Zollbehörde verlängert werden. Ohne gültige Einfuhrerklärung ist eine Kfz-Wiederausfuhr grundsätzlich nicht möglich. Fahren ohne gültige Zolldokumente kann zudem eine empfindliche Zollstrafe (Fahrzeugwert als grobe Richtlinie, dieser wird von den russischen Stellen ermittelt) nach sich ziehen.

Heimtiere

Bei der Einreise mit Heimtieren von Deutschland nach Russland muss eine amtstierärztliche Bescheinigung mit Übersetzung in die russische Sprache vorgelegt werden. Aus dieser muss hervorgehen, dass das Tier nicht an ansteckenden Krankheiten leidet, vorschriftsmäßig geimpft wurde, und dass der Ausfuhrort frei von ansteckenden Tierkrankheiten (Tierseuchen) ist. Die Bescheinigung darf nicht älter als drei Tage sein.

Bei max. zwei Hunden bzw. Katzen pro Reisenden ist die Einreise ohne Einfuhrerlaubnis und Quarantäne zulässig, wenn ein internationaler Heimtierausweis vorhanden ist, der einen Vermerk der zuständigen Behörde des Herkunftslandes über eine in den letzten fünf Tagen vor Abreise durchgeführte klinische Untersuchung des Tieres sowie einen Vermerk, dass das Tier spätestens 20 Tage vor der Reise geimpft worden ist, enthält.

Erforderliche Impfungen für Hunde sind Tollwut, Fleischfresserpest, Hepatitis, virale Enteritis, parvo- und adenovirale Infektionen, Leptospirose, für Katzen Tollwut und Panleukopenie. 

Gesundheit

Aktuelles

Die Weltgesundheitsorganisation WHO hat die Erkrankung COVID-19, die durch das neuartige Coronavirus SARS-CoV-2 ausgelöst wird, zur Pandemie erklärt.

  • Beachten Sie die fortlaufend aktualisierten Informationen zu COVID-19 sowie die Hinweise im Merkblatt COVID-19, auf den Seiten der WHO, des RKI und der BZgA.

Masern

Die WHO hat im Januar 2019 das Verzögern oder Auslassen von Impfungen zur Bedrohung der globalen Gesundheit erklärt. Insbesondere der fehlende Impfschutz gegen Masern birgt bei international steigenden Fallzahlen ein hohes Risiko.

  • Überprüfen Sie im Rahmen der Reisevorbereitung Ihren sowie den Impfschutz Ihrer Kinder gegen Masern und lassen diesen ggf. ergänzen.

Impfschutz

Für die direkte Einreise aus Deutschland sind keine Pflichtimpfungen vorgeschrieben.

  • Achten Sie darauf, dass sich bei Ihnen und Ihren Kindern die Standardimpfungen gemäß Impfkalender des Robert-Koch-Instituts auf dem aktuellen Stand befinden.
  • Als Reiseimpfungen werden Impfungen gegen Hepatitis A, bei Langzeitaufenthalt oder besonderer Exposition auch gegen Hepatitis B, Tollwut sowie FSME empfohlen.
  • Beachten Sie die Anwendungshinweise und Hilfen für die Indikationsstellung im Merkblatt Reise-Impfempfehlungen.
  • Firmen sollen sicherstellen, dass ausländische Beschäftigte gegen Masern geimpft sind. Es finden keine individuellen Kontrollen statt.
  • Aktuelle, detaillierte Reiseimpfempfehlungen für Fachkreise bietet die DTG.

HIV/AIDS

Durch sexuelle Kontakte, bei Drogengebrauch (unsaubere Spritzen oder Kanülen) und Bluttransfusionen besteht grundsätzlich ein hohes Risiko. Von Ausländern wird vor Ausstellung eines Daueraufenthaltstitels die Vorlage eines HIV-Tests verlangt.

  • Verwenden Sie stets Kondome, insbesondere bei Gelegenheitsbekanntschaften. 

Frühsommer-Meningoenzephalitis

Teile der Russischen Föderation sind Risikogebiete für die durch Zecken übertragende Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME/RSSE). Der in Deutschland erhältliche FSME-Impfstoff schützt auch vor der in der Russischen Föderation endemischen Virusvariante. Zecken können auch andere Krankheiten wie z.B. die Borreliose übertragen, siehe Merkblatt FSME.

  • Suchen Sie Ihren Körper nach Aufenthalten im Freien (April – Oktober) sorgfältig nach Zecken ab und entfernen diese so rasch wie möglich. Für weitere Empfehlungen zu möglicherweise notwendigen Behandlungen ist ein Arzt aufzusuchen.
  • Lassen Sie sich hinsichtlich einer FSME-Impfung bei besonderer Exposition beraten und ggf. impfen.

Tollwut

Bei der Tollwut handelt es sich um eine tödlich verlaufende Viruserkrankung, die über den Speichel infizierter Tiere oder Menschen übertragen wird. In ganz Russland treten gelegentlich Fälle von Tollwut auf. Das Tollwutrisiko durch z.B. streunende Hunde reicht bis in die Städte, siehe Merkblatt Tollwut.

  • Vermeiden Sie den Kontakt mit Tieren.
  • Lassen Sie sich hinsichtlich einer Tollwut-Impfung beraten und ggf. impfen. Die Impfserie sollte vor Reiseantritt abgeschlossen sein.
  • Suchen Sie auch bei vorhandener Impfung nach Kontakt mit einem potentiell infizierten Tier oder Menschen (Biss, Belecken verletzter Hautareale oder Speicheltröpfchen auf den Schleimhäuten von Mund, Nase und Augen) umgehend einen Arzt auf.

Radioaktive Risiken

Es ist nicht ausschließen, dass es in der Nähe der Stadt Tscheljabinsk (Atomanlage Majak) zu Unfällen mit Freisetzung von Radioaktivität gekommen ist.

  • Verzichten Sie in der Region auf den Verzehr von Waldfrüchten, Pilzen und Beeren, da diese radioaktiv belastet sein könnten.

Medizinische Versorgung

Die medizinische Versorgung insbesondere außerhalb der großen Städte ist mit der medizinischen Versorgung in Mitteleuropa nicht zu vergleichen. In aller Regel sind in medizinischen Versorgungseinrichtungen Kenntnisse der Landessprache notwendig. In Moskau, St. Petersburg und anderen Großstädten gibt es einige meist private Krankenhäuser, die hinsichtlich der Unterbringung und der technischen und fachlichen Ausstattung auch höheren Ansprüchen gerecht werden.

Notfallbehandlungen in staatlichen Kliniken sind laut Gesetz grundsätzlich kostenlos, die staatlichen Kliniken entsprechen aber in Ausstattung und Kenntnisstand oft nicht dem deutschen Standard. Hilfe kann über die Notfall-Telefonnummer 03 (vom Mobiltelefon: 112) gerufen werden. In privaten Krankenhäusern, die bei Bedarf auch kostenpflichtige Notarztwagen schicken, können die Kosten einer medizinischen Behandlung um ein vielfaches höher sein als in Deutschland. Außerdem wird selbst in Notfällen eine ärztliche Behandlung oftmals nur gegen Vorkasse (entweder bar oder per Kreditkarte) geleistet. Der Reisende sollte für den Krankheitsfall daher genügend Bargeld mit sich führen oder in Deutschland Vorkehrungen für eine schnelle Bargeldbeschaffung (über Kreditkarte oder Blitzüberweisung) treffen. Aufschiebbare oder schwerere Operationen sollten nach ärztlicher Rücksprache in Mitteleuropa durchgeführt werden.

Gemäß den russischen Visavorschriften muss für eine Einreise in die Russische Föderation eine Krankenversicherung abgeschlossen werden. Im Krankheitsfalle sollte sofort mit dieser Versicherung Kontakt aufgenommen werden.

Das Mitbringen von Medikamenten ist außer einer auch in Deutschland üblichen Hausapotheke nicht notwendig, es sei denn, einzelne Personen sind auf spezielle Medikamente angewiesen. Die Apotheken in den großen Städten der Russischen Föderation haben ein gutes Sortiment, wichtige Standardmedikamente sind vorhanden. Medikamentenfälschungen mit unsicherem Inhalt kommen allerdings vor.

  • Schließen Sie für die Dauer des Auslandsaufenthaltes eine Auslandsreise-Kranken- und Rückholversicherung ab. Ausführliche Informationen bietet die Deutsche Verbindungsstelle Krankenversicherung - Ausland.
  • Lassen Sie sich vor einer Reise durch tropenmedizinische Beratungsstellen, Tropenmediziner oder Reisemediziner persönlich beraten und Ihren Impfschutz anpassen, auch wenn Sie aus anderen Regionen schon Tropenerfahrung haben. Entsprechende Ärzte finden Sie z. B. über die DTG.

Bitte beachten Sie neben dem generellen Haftungsausschluss: 

  • Alle Angaben sind zur Information medizinisch Vorgebildeter gedacht. Sie ersetzen nicht die Konsultation eines Arztes.
  • Die Empfehlungen sind auf die direkte Einreise aus Deutschland in ein Reiseland, insbes. bei längeren Aufenthalten vor Ort, zugeschnitten. Für kürzere Reisen, Einreisen aus Drittländern und Reisen in andere Gebiete des Landes können Abweichungen gelten.
  • Alle Angaben sind stets auch abhängig von den individuellen Verhältnissen des Reisenden und erfordern ggf. eine medizinische Beratung.
  • Die medizinischen Hinweise sind trotz größtmöglicher Bemühungen immer nur ein Beratungsangebot. Sie können weder alle medizinischen Aspekte abdecken, noch alle Zweifel beseitigen oder stets vollkommen aktuell sein. Für Ihre Gesundheit bleiben Sie selbst verantwortlich.

Länderinfos zu Ihrem Reiseland

Hier finden Sie Adressen zuständiger diplomatischer Vertretungen und Informationen zur Politik und zu den bilateralen Beziehungen mit Deutschland.

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Weitere Hinweise für Ihre Reise

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Weitere Informationen
Allgemeines

Offizieller Name des Staates

Russische Föderation oder Russland

Hauptstadt

Moskau.

Geographie

Die Russische Föderation ist das größte Land der Welt und reicht von Moskau im Westen über den Ural und die Sibirische Steppe zum Ochotskischen Meer und Beringmeer im Osten. Das riesige Land grenzt an Norwegen, Finnland, Estland, Lettland, Litauen, Polen, Belarus, die Ukraine, Georgien, Aserbaidschan, Kasachstan, die Mongolei, Korea-Nord und China.

Die Grenze zwischen dem europäischen Russland und Sibirien (Asien) liegt am Uralgebirge, beim Fluss Ural und der Tiefebene von Manych. Das europäische Russland erstreckt sich vom Nordpolarmeer über Zentralrussland zum Schwarzen Meer, dem Kaukasus und dem Kaspischen Meer. Die bis 1956 zu Russland gehörende Halbinsel Krim im Süden des Landes war von 1992 bis zum 17. März 2014 autonome Republik. Seit dem 18. März 2014 wird die Krim von der Russischen Föderation als Föderationssubjekt der Russischen Föderation gehandelt, was aber von der UN nicht anerkannt wird.

Der größte Teil der Russischen Föderation liegt jedoch in Asien. Sibirien reicht von der Westsibirischen Steppe und dem Zentralsibirischen Plateau zwischen Jenisej und Lena sowie den Gebirgszügen Sajan, Jablonovyi und Stanovoj im Süden bis zu den Ostsibirischen Bergen zwischen Lena und der Pazifikküste, einschließlich der Halbinseln Chukot und Kamtschatka. Der Baikalsee in Sibirien ist der tiefste Binnensee der Erde.

Regierung

Präsidialrepublik seit 1991. Verfassung von 1993. Zweikammerparlament mit 450 Mitgliedern im Unterhaus (Duma) und 165 im Oberhaus (Föderationsrat). Präsident nimmt eine starke Stellung ein und wird für sechs Jahre gewählt. Seit 1991 unabhängiger Teilstaat der GUS.

Staatsoberhaupt

Wladimir Putin, seit Mai 2012.

Regierungschef

Michail Wladimirowitsch Mischustin, seit Januar 2020.

Elektrizität

220 V, 50 Hz.

Übersicht

Vergoldeter Zarenprunk, die eiskalte Tundra Sibiriens, protzige Denkmäler aus der Zeit der Sowjetunion und eine ultraschicke Großstadtkultur – die Russische Föderation besitzt so viele Gesichter, wie ihre Größe es vermuten lässt. Winston Churchill sagte einmal, „Russland ist ein Rätsel innerhalb eines Geheimnisses, umgeben von einem Mysterium,“ und tatsächlich bleibt das größte Land der Erde schwer zu begreifen.

Touristen besuchen fast ausschließlich den westlichen Teil der Russischen Föderation, in dem sich St. Petersburg und Moskau befinden. Wer sich weiter östlich wagt, wird ein bislang wenig erkundetes Land mit unzähligen touristischen Geheimtipps vorfinden. Kulturell ist Russland äußerst interessant, denn hier leben mehr als 150 ethnische Gruppierungen.

Vielleicht ist es aber die einzigartige Kombination aus verschiedenen Landschaften, atemberaubenden Großstädten und geheimnisvoller Natur, die in den letzten Jahren immer mehr Touristen neugierig auf die Russische Föderation von heute machten. 

Anreise

Anreise mit dem Flugzeug

Aeroflot Russian Airlines (SU), die nationale Fluggesellschaft, bietet täglich oder mehrmals wöchentlich eine Vielzahl an Direktflügen nach Moskau von einigen deutschen Flughäfen (Berlin, Dresden, Düsseldorf, Frankfurt/M., Hamburg, Hannover und München) sowie von Zürich, Genf und Wien an; außerdem gibt es Direktverbindungen mit St. Petersburg. Aeroflot betreibt ferner Flugdienste zwischen Moskau und den meisten größeren Städten der ehemaligen Mitgliedsstaaten der Sowjetunion.

S7 Airlines (S7) fliegt von Wien über Moskau nach Novosibirsk und verbindet zahlreiche deutsche Städte mit Moskau-Domodedovo sowie Berlin mit St. Petersburg.

Lufthansa (LH) fliegt ab Frankfurt/M. und München nonstop nach Moskau und St. Petersburg. 

Austrian Airlines (OS) fliegt ab Wien nach Moskau, St. Petersburg, Rostov und Krasnodar. 

Swiss (LX) fliegt von Zürich nach Moskau und St. Petersburg.

Air Astana (KC) fliegt von Frankfurt nach Novosibirsk über die kasachische Hauptstadt Astana.

UTair (UT) fliegt direkt von Berlin, München und Wien nach Moskau, mit Anschlussflügen in weitere russische Städte.

Flugzeiten

Frankfurt - Moskau oder St. Petersburg: 3 Std.; Berlin - Kaliningrad: 4 Std. (über Warschau); Wien - Moskau oder St. Petersburg: 2 Std. 45 Min.; Zürich - Moskau: 3 Std. 30 Min.; Zürich - St. Petersburg: 3 Std.

Durchschnittliche Flugzeiten in den ehemaligen Sowjetstaaten:
Moskau - Almaty/Kasachstan: 4 Std. 20 Min.;
Moskau - Baku/Aserbaidschan: 3 Std;
Moskau - Taschkent/Usbekistan: 3 Std. 45 Min.;
Moskau - Samarkand/Usbekistan: 3 Std. 50 Min.;
Moskau - Bishkek/Kirgistan: 4 Std.;
Moskau - Duschanbe/Tadschikistan: 4 Std.;
Moskau - Chisinau/Moldawien: 2 Std.;
Moskau - Jalta/Ukraine: 2 Std.;
Moskau - Simferopol/Ukraine: 2 Std.
Moskau - Donetsk/Ukraine: 1 Std. 30 Min.;
Moskau - Odessa/Ukraine: 2 Std;
Moskau - Charkow/Ukraine: 2 Std.;
Moskau - Kiew/Ukraine: 1 Std. 30 Min.;
Moskau - Lwow/Ukraine: 2 Std. 15 Min.;
Moskau - Minsk/Belarus: 1 Std. 30 Min.;
Moskau - Tiflis/Georgien: 2 Std. 30 Min.;
Moskau - Eriwan/Armenien: 2 Std. 45 Min.

Airpässe

Mit dem Go Russia Pass von Skyteam können Passagiere der Skyteam-Fluggesellschaften, deren Flüge außerhalb der Russischen Föderation starten, in Russland drei bis maximal 16 Inlandsflüge mit Aeroflot (SU) buchen. Dieselben Konditionen gelten auch für Passagiere mit dem Round-the-world-Ticket von Skyteam.

 

Anreise mit dem Pkw

Pkw: Touristen können mit dem eigenen Auto einreisen oder Mietwagen benutzen. Folgende Grenzübergänge stehen zur Verfügung: Von Finnland aus: Raja Jooseppi  - Lotta, Nuijamaa - Brusnitshnoje, Vaalimaa - Torfyanovka, Imatra  Svetogorsk; von Polen aus: Bezledy - Bartoszyce-Bagrationovsk, Goldap - Goldap/Gusiew, Gronowo - Branevo; von Georgien aus: Darial Schlucht - Verkhny Lars; von Norwegen aus: Kirkenes - Murmansk; von Estland aus: Narva - Ivangorod, Vaartsi - Pecory, Luhamaa.

Wer von Estland aus mit dem Pkw nach Russland fährt, kann sein Fahrzeug vorher online bei GoSwift anmelden, was die Wartezeit an der Grenze erheblich reduziert.

Bei der Einreise muss sich der Reisende schriftlich verpflichten, das Kraftfahrzeug wieder auszuführen. Das Nationalitätskennzeichen "D" muss auch bei EU-Kennzeichen am Fahrzeug angebracht sein.

Die Einfuhr von Kraftstoff in Reservekanistern ist verboten.

Wer mit dem eigenen Auto einreist, sollte sein Visum bei der ersten Übernachtung im Hotel, Motel oder Campingplatz registrieren lassen. Das Autokennzeichen sollte im Visum eingetragen sein.

Die internationale Grüne Versicherungskarte gilt als internationaler Nachweis der Haftpflichtversicherung (es muss die kostenpflichtige große Grüne Karte beantragt werden). Eine Kurzkaskoversicherung sollte unbedingt abgeschlossen werden. Die Schutzbriefe der Automobilklubs gelten nur im europäischen Teil (meist nur Kostenrückerstattung, keine praktische Hilfe).

Besucher dürfen nur Strecken befahren, die vorher von einem Reiseveranstalter genehmigt wurden. Weitere Informationen über Unterlagen und Bestimmungen für Reisen mit dem Pkw sind bei den Reiseveranstaltern erhältlich.

Die Versorgung mit Tankstellen und Serviceeinrichtungen ist auf den Hauptstrecken (Europastraßen) am besten gewährleistet; zwei der wichtigsten Europastraßen sind die Routen Brest - Minsk/Belarus - Smolensk - Moskau - Twer - St. Petersburg - Wyberg und Shegini - Lwow - Rowno - Kiew - Odessa - Leusheny/Moldawien.

Entfernungen: Moskau - St. Petersburg: 704 km; Moskau - Rostow: 1065 km; Moskau - Minsk/Belarus: 720 km; Moskau - Kiew/Ukraine: 878 km; Moskau - Odessa/Ukraine: 1346 km.

Fernbusse: Ecolines-Busse fahren von Deutschland, Österreich und der Schweiz aus in verschiedene russische Städte.

Maut: Die Straßen der Russischen Föderation sind mautfrei.

Unterlagen: Internationaler Führerschein (empfohlen) oder nationaler Führerschein mit Übersetzung. Die internationale Grüne Versicherungskarte gilt als Nachweis der Haftpflichtversicherung. Außerdem sollte man seinen Reisepass mit gültigem Visum immer griffbereit haben sowie die Unterlagen mit der genehmigten Reiseroute und den Übernachtungsorten.

Anmerkung zur Anreise mit dem Pkw

Die Grenze nach Aserbaidschan (Samur) ist für Ausländer ohne Sondergenehmigung nicht passierbar. Besucher, die mit dem Pkw einreisen wollen, sollten sich vor Reiseantritt bei der Botschaft über die entsprechenden Grenzübergänge informieren. Es ist teilweise mit erheblichen Wartezeiten zu rechnen.

 

Anreise mit der Bahn

Von Berlin, Köln und Wien fahren täglich Züge nach Moskau und St. Petersburg (Fahrzeit: 36–48 Std.).

Reisende über Ungarn nutzen den Tisza-Express, der zwischen Budapest und Moskau-Kiewskaja via Kiew verkehrt.

Von Berlin und Wien aus fahren Direktzüge nach Kiew, von wo aus an geraden Monatstagen ein Kurswagen nach Wladiwostok weiterfährt.

Ein Nachtzug der Russischen Staatsbahn nach Moskau hält aus Paris kommend in Karlsruhe, Mannheim, Frankfurt und Berlin. Der PULExpress startet in Berlin und fährt via Warschau, Brest und Minsk nach Moskau. Die Russische Staatsbahn verbindet auch Moskau u.a. über Minsk und Warschau mit Wien.

Weitere Direktzüge oder Kurswagen verkehren von anderen west- und osteuropäischen Städten sowie von der Türkei, dem Iran, der Mongolei und China. Der Hochgeschwindigkeitszug Allegro fährt z.B. mehrmals pro Tag in nur 3,5 Std. von Helsinki nach St. Petersburg.

Die Transsibirische Eisenbahn fährt von Moskau zur sibirischen Pazifikküste und weiter mit der Fähre nach Yokohama (Fahrtzeit: 10 Tage) und auf einer weiteren Strecke durch die Mongolei (Ulan Ude, Ulan Bator) nach Peking (China).

Die Transmongolische Eisenbahn verbindet Ulan-Ude (Russland) via Ulan Bator (Mongolei) mit Jining (China).

Der Sonderzug Zarengold fährt zwischen Mai/Juli und September/Oktober von Moskau nach Peking (Fahrtzeit: 16 Tage).

 

Anreise mit dem Schiff

Der Hafen von St. Petersburg wird von zahlreichen Kreuzfahrtschiffen angelaufen.

Kreuzfahrtschiffe

U.a. bieten Reedereien wie TUI Cruises, AIDA, MSC und Norwegian auf ihren Kreuzfahrten Zwischenstopps in St. Petersburg an.

 

Vor Ort unterwegs

Unterwegs mit dem Flugzeug

Das Flugzeug ist das wichtigste Verkehrsmittel im Binnenverkehr. Knotenpunkt des nationalen Flugnetzes sind die Moskauer Flughäfen.

Es gibt eine Vielzahl an Fluggesellschaften, wie z.B. UTAir (UT), Smartavia (5N), Ural Airlines (U6) und Aeroflot (SU), die Flugverbindungen zu Städten im ganzen Land anbieten.

Die Fluglinie Yamal Airlines (YC) ist besonders in Sibirien aktiv und bedient u.a. die Flughäfen von Nadym und Novy Urengoy.

Airpässe

Mit dem Go Russia Pass von Skyteam können Passagiere der Skyteam-Fluggesellschaften, deren Flüge außerhalb der Russischen Föderation starten, in Russland drei bis maximal 16 Inlandsflüge mit Aeroflot (SU) buchen. Dieselben Konditionen gelten auch für Passagiere mit dem Round-the-world-Ticket von Skyteam.

 

Unterwegs mit dem Auto/dem Bus

Das Straßennetz ist um Moskau herum gut ausgebaut, nimmt allerdings hinsichtlich Qualität und Dichte in Richtung Osten des Landes immer weiter ab. Es gibt eine durchgehende Verbindung von der Ostsee zum Pazifik. Die wichtigste Fernstraße ist die Europastraße 30, die in Sibirien endet.

Tankstellen gibt es nur in Großstädten flächendeckend. Außerhalb sollte jede Gelegenheit zum Volltanken genutzt werden. Kreditkarten werden in Moskau teilweise akzeptiert, ansonsten ist nur Barzahlung möglich.

Maut: In der Russischen Föderation gibt es keine mautpflichtigen Straßen.

Rechtsverkehr/Linksverkehr

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Zustand der Straßen

Die Qualität des Straßennetzes ist in Russland sehr unterschiedlich; je weiter man von Moskau aus in den Osten des Landes fährt, desto mehr verschlechtern sich die Straßenverhältnisse.

Nur ca. zwei Drittel des Autobahn- und Fernstraßennetzes sind befestigt. Fernstraßen sind zumeist außerhalb der Ballungsräume nicht als Autobahnen oder Schnellstraßen ausgebaut.

Staßenklassifizierung

Es gibt drei mit Buchstaben und Zahlen gekennzeichnete Straßentypen sowie Nebenstraßen:
- M - Magistralen: Autobahnen, die weit voneinander entfernte Metropolen verbinden;
- A - Föderale Straßen: überregionale Fernstraßen (in Stadtnähe teils vierspurig, sonst meist zweispurig);
- P - Territoriale: regionale Fernstraßen (fast immer zweispurig, nicht immer in gutem Zustand);
- Nebenstraßen (oft nicht asphaltiert). Von Fahrten auf diesen Straßen ist vor allem nachts abzuraten.

Autovermietung

Fahrer eines Mietwagens müssen mindestens 21 Jahre alt sein (kann je nach Fahrzeugkategorie variieren) und seit mindestens einem Jahr einen Führerschein besitzen. Fahrer, die jünger als 25 Jahre sind, zahlen oft vor Ort eine Jungfahrergebühr.

Autovermietungen gibt es an den Flughäfen Domodedovo und Sheremetyevo in Moskau sowie in St. Petersburg. Reisende sollten darauf achten, dass sich der Verleiher direkt am Flughafen befindet, um nicht lange auf ein Shuttle warten müssen, dass sie zu ihrem Mietwagen bringt.

Die Reiseroute muss von einem Reiseveranstalter genehmigt werden. Besucher dürfen die für Pkw-Reisen vorgesehenen Strecken nicht verlassen. Die Übernachtungsorte, die Art der Unterbringung und die Zahl der Übernachtungen müssen angegeben werden.

Taxi

In größeren Städten und an Flughäfen gibt es Taxistände. Über eine App können auch Taxis der Firma Yandex gebucht werden.

Reisebus

Langstreckenbusse dürfen normalerweise nicht von Besuchern benutzt werden.

Vorschriften

Geschwindigkeitsbegrenzungen:
in geschlossenen Ortschaften: 60 km/h (in Wohngebieten: 20 km/h),
auf Landstraßen: 90 km/h,
auf Autobahnen 110: km/h.
Wer seinen Führerschein noch nicht länger als 2 Jahre hat, darf generell nicht schneller als 70 km/h fahren.

Verkehrsbestimmungen:
- Besucher dürfen keine Anhalter mitnehmen.
- Promillegrenze: 0,3 ‰.
- Abblendlicht ist ganzjährig auch tagsüber Vorschrift.
- Telefonieren am Steuer ist nur mit Freisprecheinrichtung erlaubt.
- Jedes Fahrzeug muss mit Erste-Hilfe-Kasten, Feuerlöscher und Warndreieck ausgerüstet sein.
- Bei Unfällen müssen Verkehrswacht oder Reisebüro benachrichtigt und die Miliz hinzugezogen werden. Wichtige Rufnummern: Unfallrettung: 03, Polizeinotruf (Miliz): 02, Feuer: 01.

Pannenhilfsdienst

Der ADAC-Auslands-Notruf bietet ADAC-Mitgliedern und Inhabern eines ADAC-Auslandskranken‑ und ‑unfallschutzes umfangreiche Hilfeleistungen bei Fahrzeugpannen, Verkehrsunfällen, Verlusten von Dokumenten und Geld bis hin zu medizinischen Notfällen. Die Notrufnummer ist rund um die Uhr erreichbar; bei Fahrzeugschäden: Tel. +49 (89) 22 22 22, bei Erkrankungen: +49 (89) 76 76 76.

Der ADAC-Partnerclub vor Ort ist der Russische Automobilverband (RAS), Tel. +7 (495) 629 7540.

Dokumentation

Internationaler Führerschein (empfohlen) oder nationaler Führerschein mit Übersetzung. Die internationale Grüne Versicherungskarte gilt als Nachweis der Haftpflichtversicherung.

Außerdem sollte man seinen Reisepass mit gültigem Visum immer griffbereit haben sowie die Unterlagen mit der genehmigten Reiseroute und den Übernachtungsorten.

 

Unterwegs in der Stadt

Die öffentlichen Verkehrsmittel sind gut und preiswert. In den meisten Städten gibt es U-Bahnen, Straßenbahnen und Oberleitungsbusse.

Moskau besitzt ein ausgedehntes U-Bahn-Netz (Metro). In den verschiedenen Verkehrszonen gelten Einheitsfahrpreise. An der U-Bahn-Station Tschistyje Prudy startet die Straßenbahnlinie A, die entlang der wichtigsten Sehenswürdigkeiten fährt. Tickets sind an Bord erhältlich.

In St. Petersburg gibt es ein weit verzweigtes U-Bahn-Netz sowie eine Hochbahn im Süden der Stadt. 

Taxis kann man auf der Straße anhalten, telefonisch bestellen oder an Taxiständen finden. Oft wird Bezahlung in Devisen verlangt. Vorsicht vor nicht registrierten Taxis; Überfälle auf Reisende können vorkommen.

 

Vor Ort unterwegs mit der Bahn

Das russische Eisenbahnnetz umfasst ca. 87.000 Kilometer; fast die Hälfte davon ist elektrifiziert. Betreiber ist die staatliche Bahngesellschaft Rossijskije schelesnyje dorogi (RZhD).

Für lange Strecken gibt es Nachtzüge mit Schlafwagen-Abteilen mit jeweils zwei Betten in der 1. und vier in der 2. Klasse; die 3. Klasse bietet offene Schlafplätze. Fahrkarten für die Russische Staatsbahn können online erworben werden. Bei den meisten Zügen ist online auch eine Sitzplatzreservierung möglich.

Die Transsibirische Eisenbahn ist die beste Möglichkeit, das Landesinnere kennen zu lernen. Der Orient-Express fährt ebenfalls von Moskau nach Peking.

Der Hochgeschwindigkeitszug Sapsan verkehrt mehrmals täglich zwischen Moskau und St. Petersburg (Fahrzeit: ca. 3 Std. 40 Min.).

 

Unterwegs mit dem Schiff

Die Russische Föderation hat Häfen an der Ostsee, am Schwarzen Meer (Sotschi und Novorossijsk) und am Pazifik. Die wichtigsten Hafenstädte im Osten sind Wladiwostok, Magadan, Nachodka und Petropawlowsk, im Westen St. Petersburg und Kaliningrad. Die einzige Verbindung zum Atlantik ist der ganzjährig eisfreie Hafen von Murmansk auf der Halbinsel Kola.

Flusskreuz- und Ausflugsfahrten gibt es auf der Wolga, der Lena sowie auf dem Irtysch, Ob, Don und Amur. Verschiedene Kreuzfahrten werden z.B. von St. Petersburg nach Moskau, über den Ladoga- und den Onega-See und über die Karelischen Seen angeboten. Nähere Auskunft von Viking River Cruises und Phoenix Reisen.

 

Gesundheitsvorsorge

Übersicht

In der Russischen Föderation ist mit einem niedrigeren Standard der medizinischen Versorgung zu rechnen. Dieses gilt besonders außerhalb von Moskau und St. Petersburg.

Wer auf die Einnahme von Medikamenten angewiesen ist, sollte alle notwendigen Arzneimittel mitnehmen, da sie in der Russischen Föderation oft nicht erhältlich sind.

Die ambulante Notfallbehandlung ist in der Regel kostenlos, es sei denn, es handelt sich um ernstere Probleme. Die staatlichen Kliniken entsprechen jedoch in Ausstattung und Know-how oft nicht dem deutschen Standard. Hilfe kann über die Notfall-Telefonnummer 03 gerufen werden.

In privaten Krankenhäusern, die bei Bedarf auch kostenpflichtige Notarztwagen schicken, können die Kosten einer medizinischen Behandlung um ein vielfaches höher sein als in Deutschland. Außerdem wird selbst in Notfällen eine ärztliche Behandlung oftmals nur gegen Vorkasse (entweder bar oder per Kreditkarte) geleistet. Bei plötzlichen Zahnschmerzen kann man eine Schweizer Joint-venture-Praxis im Moskauer Hotel Intourist aufsuchen. Bezahlung nur in Devisen. Gleiches gilt für das American Medical Center und das International Health Care Center in Moskau.

Gemäß den russischen Visavorschriften muss für eine Einreise in die Russische Föderation eine Krankenversicherung abgeschlossen werden. Im Krankheitsfalle sollte sofort mit dieser Versicherung Kontakt aufgenommen werden.

Essen und Trinken

Wegen der Gefahr möglicher Infektionen ist auf eine sorgfältige Trinkwasser- und Nahrungsmittelhygiene zu achten. Wasser ist nicht immer keimfrei und sollte zum Trinken, Zähneputzen und zur Eiswürfelbereitung entweder abgekocht oder anderweitig sterilisiert werden oder abgepackt gekauft werden. Beim Kauf von abgepacktem Wasser sollte darauf geachtet werden, dass die Original-Verpackung nicht angebrochen ist. 

Milch ist pasteurisiert und kann, ebenso wie Milchprodukte, unbesorgt verzehrt werden. In den südlichen Republiken können für ausländische Reisende ungewohnte Nahrungsmittel manchmal leichte Verdauungsprobleme verursachen.

Vereinzelte Trichinose-Erkrankungen werden über das Jahr hinweg aus Sibirien gemeldet. Die Infektion wurde durch den Verzehr von Wildfleisch (Braunbär, Polarbär, Waschbär, Fuchs, Wolf, Luchs und Walross) hervorgerufen. Daher wird Reisenden geraten kein unzureichend gegartes Fleisch zu verzehren. Bei vollständig durchgebratenen oder abgekochten Fleisch besteht kein Infektionsrisiko.

Andere Risiken

Die vom Robert-Koch-Institut empfohlenen Standardimpfungen für Kinder und Erwachsene (u.a. gegen Tetanus, Diphtherie, Pertussis (Keuchhusten), Mumps, Masern, Röteln, Pneumokokken und Influenza) sollten vor der Reise ggf. aufgefrischt werden.

Landesweit besteht von April bis Oktober das Übertragungsrisiko von Borreliose/Lymekrankheit durch Zecken v.a. in Gräsern, Sträuchern und im Unterholz. Schutz bieten hautbedeckende Kleidung und insektenabweisende Mittel.

Fleckfieber tritt in den kälteren Gebieten auf. Das Fieber wird durch Kleiderläuse ausgelöst. Um sich zu schützen sollte man regelmäßige Körper- und Kleiderhygiene betreiben.

Die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) und die Russische Frühsommer-Meningoenzephalitis (RSSE) werden durch Zecken übertragen. Betroffen sind die Waldgebiete von Kaliningrad bis nach Ostsibirien. Besonders hoch ist die Zeckengefahr im Gebiet zwischen Moskau und Sankt Petersburg, in Süd- und Ostsibirien sowie die Feuchtbiotope nördlich des Ladogasees in Karelien. Gegen FSME ist eine Impfung möglich.

Hepatitis A und Hepatitis B kommen landesweit vor. Eine Hepatitis A-Schutzimpfung wird generell empfohlen. Die Impfung gegen Hepatitis B sollte bei längerem Aufenthalt und engem Kontakt zur einheimischen Bevölkerung sowie allgemein bei Kindern und Jugendlichen erfolgen.

HIV/Aids ist eine große Gefahr für alle, die Infektionsrisiken eingehen: Ungeschützte Sexualkontakte, unsaubere Spritzen oder Kanülen und Bluttransfusionen können ein erhebliches Gesundheitsrisiko bergen.

Erhöhtes Ansteckungsrisiko für Japanische Enzephalitis besteht von Juli bis September vor allem in den ländlichen und suburbanen Küstengebieten südlich von Chabarowsk in Südostsibirien.

Tollwut kommt landesweit vor, auch in Städten. Überträger sind vor allem Füchse, aber auch Hunde, Katzen, andere Waldtiere und Fledermäuse. Für Rucksackreisende, Kinder, berufliche Risikogruppen und bei längeren Aufenthalten wird eine Impfung empfohlen. Bei Bisswunden so schnell wie möglich ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen.

Landesweit und ganzjährig besteht die Gefahr des Zeckenbiss-Fiebers. Ebenfalls durch Zecken hervorgerufen wird das Krim-Kongo-hämorrhagische Fieber. Schutzmaßnahmen sind hautbedeckende Kleidung und Insektenschutzmittel.

Es ist nicht ausschließen, dass es in der Nähe der Stadt Tschelabinsk (Atomanlage Majak) 2007 zu Unfällen mit Freisetzung von Radioaktivität gekommen ist. Waldfrüchte, Pilze und Beeren könnten radioaktiv belastet sein. Vom Verzehr dieser meist lokal angebotenen Lebensmittel wird daher abgeraten.

Gesundheitszeugnis

Für Ausländer, die länger als 3 Monate im Land bleiben, ist für den Visumsantrag (Arbeits- oder Studentenvisum) bzw. die Einreise ein negativer HIV-Test in englischer und russischer Sprache erforderlich (Formular auf Anfrage über die Botschaft).

Geld

Währung

1 Rubel = 100 Kopeken. Währungskürzel: Rbl, RUB (ISO-Code). Banknoten sind im Wert von 5.000, 1.000, 500, 100, 50, 10 und 5 Rbl im Umlauf. Münzen gibt es in den Nennbeträgen von 10, 5, 2 und 1 Rbl sowie Kopeken im Nennwert von 50, 10, 5 und 1. 

Kopeken in den Nennwerten 1 und 5 werden nicht mehr hergestellt, Preise werden auf 10 und 50 Kopeken gerundet.

Kreditkarten

Internationale Kreditkarten wie American Express, Diners Club und Visa werden in größeren Hotels, Läden und Restaurants akzeptiert (American Express jedoch fast ausschließlich in Moskau und St. Petersburg). Einzelheiten vom Aussteller der betreffenden Kreditkarte. In zahlreichen großen Hotels und Kaufhäusern gibt es Geldautomaten, an denen man mit Kreditkarte oder Girocard Bargeld abheben kann.

Geldautomaten

Girocard

Die Girocard (ehemals ec-Karte) mit dem Maestro-Symbol wird in Russland akzeptiert. Sie kann an Geldautomaten mit dem Maestro-Symbol sowie in Geschäften genutzt werden. Vor allem in Moskau und St. Petersburg gibt es ausreichend Geldautomaten, Vorsicht vor manipulierten Geräten. Weitere Informationen von Banken und Geldinstituten.

Achtung: Reisende, die mit ihrer Bankkundenkarte im Ausland bezahlen und Geld abheben wollen, sollten sich vor Reiseantritt bei ihrem Kreditinstitut über die Nutzungsmöglichkeit ihrer Karte informieren. 

Reiseschecks

Reiseschecks sind in Deutschland und in der Schweiz nicht mehr und in Österreich kaum noch erhältlich. Reiseschecks sollten in US-Dollar oder Euro ausgestellt sein und sind nur in größeren Städten in Filialen der Sviaz-Bank einlösbar (Umtausch ist zeitaufwändig).

Öffnungszeiten der Bank

Mo-Do 09.30-17.00 Uhr, Fr 09.30-16.00 Uhr (Variationen sind möglich).

Devisenbestimmungen

Ein- und Ausfuhr in die Eurasische Wirtschaftsunion (EAWU)
 
Die Ein- und Ausfuhr von Landes- und Fremdwährung in bar oder als Reiseschecks ist unbegrenzt. Ab einem Gegenwert von 10.000 US$ besteht Deklarationspflicht. 

Es empfiehlt sich in jedem Falle, die aktuellen Devisenbestimmungen bei der zuständigen konsularischen Vertretung zu erfragen.

Geldwechsel

Fremdwährungen sollten nur in offiziellen Wechselstuben und Banken umgetauscht werden (kleine Stückelungen). Jeder Geldwechsel, es gibt tägliche Schwankungen, muss auf dem Deklarationsformular vermerkt werden, und alle Quittungen sollten bis zur Ausreise aufbewahrt werden. Geldwechsel außerhalb der Bankzeiten ist in internationalen Hotels, Wechselstuben und den Flughäfen möglich. Geldanweisungen über Western Union sind ebenfalls möglich.

Währungen

Sprache

Überblick

Amtssprache ist Russisch. Die Sprachen der ethnischen Minderheiten sind ebenfalls verbreitet. Englisch, Deutsch und Französisch werden teilweise gesprochen.

Zollfrei Einkaufen

Überblick

Folgende Artikel können von Flugreisenden zollfrei in die Russische Föderation eingeführt werden:

200 Zigaretten oder 50 Zigarren oder 250 g Tabakwaren (Personen ab 18 J.)
3 l alkoholische Getränke (nur Personen ab 18 J.);
Parfüm für den persönlichen Gebrauch;
250 g Kaviar (als Konserve);
Geschenke und andere Waren bis zu einem Wert von 10.000 € (bei Einreise mit dem Flugzeug) / 500 € (bei Einreise über Land oder Wasser) und bis zu 50 kg (bei Einreise mit dem Flugzeug) / 25 kg (bei Einreise über Land oder Wasser) Gesamtgewicht.

Folgende Artikel können von Reisenden mit der Bahn/ dem Auto oder dem Schiff zollfrei in die Russische Föderation eingeführt werden:
 
200 Zigaretten oder 50 Zigarren oder 250 g Tabakwaren (Personen ab 18 J.)
3 l alkoholische Getränke (nur Personen ab 18 J.);
Parfüm für den persönlichen Gebrauch;
250 g Kaviar (als Konserve);
Geschenke und andere Waren bis zu einem Wert von 500 € und bis zu 25 kg Gesamtgewicht.

Anmerkung: Bei der Einreise muss eine Zolldeklaration ausgefüllt werden, die bei der Ausreise vorgelegt werden muss. Auf diesem Formular müssen alle eingeführten privaten Gegenstände, einschl. Währungen und Wertgegenstände, vermerkt werden. Bei genauer Zollkontrolle können die Zollformalitäten langwierig sein. Die Ausfuhrbestimmungen sind sehr streng; es ist ratsam, sich bereits bei der Einreise nach den aktuellen Regelungen zu erkundigen.

Verbotene Importe

Waffen, Munition, Narkotika, Drogen und alles, was als Zubehör für den Drogenkonsum betrachtet werden kann, Pornographie, unmoralische oder subversive Artikel, Photographien und gedruckte Medien, die sich gegen die Russische Föderation richten, Gegenstände Dritter, die für diese Person importiert werden sollen, Tiere, Fleisch und Fleischprodukte, mehr als 250 g Kaviar vom Stör in Dosen oder daraus hergestellte Produkte, Obst und Gemüse. Einzelheiten von der Botschaft (s. Kontaktadressen).

Weitere Informationen sind vom russischen Zoll erhältlich.

Kommunikation

Telefon

Die Landesvorwahl ist 007.

Nach dem Wählen der Landesvorwahl darf die 0 der Ortsvorwahl nicht weggelassen werden. Die Vorwahl für Gespräche innerhalb der GUS-Staaten ist die 8, bei internationalen Gespräche muss die 10 vorweg gewählt werden.

Öffentliche Telefone (Taxofon) werden mit speziellen Chips oder mit Telefonkarten genutzt. Einige öffentliche Telefone in Hotels (hohe Gebühren) und in Flughäfen akzeptieren auch Kreditkarten. Mit alten öffentlichen Telefonen kann man nur Inlandsgespräche führen. Telefonkarten sind an Kiosken, in Postämtern, in Metro-Stationen und in zahlreichen Geschäften erhältlich. Diese Karten können über das Internet aufgeladen werden und funktionieren mit jedem Tastentelefon. Internationale Gespräche kann man auch in einem Fernsprechamt (Telefonbüros teils auch mit Satelittentelefonen) führen. Nachts und am Wochenende sind internationale Gespräche am günstigsten.

Allgemeine Notrufnummer ist die 112.

Mobiltelefon

2G (GSM 900/1800), 3G (UMTS 900 und 2100) und 4G. Zahllose Netzbetreiber wie MTC haben Roaming-Abkommen mit internationalen Mobilfunkgesellschaften. Alle größeren Städte und die meisten Regionen liegen im Sende-/Empfangsbereich mindestens eines Netzbetreibers. Mobiltelefone können bei manchen Mobilfunkfirmen gemietet werden. Außerdem besteht die Möglichkeit, eine SIM-Karte vor Ort zu kaufen, sofern man über ein entsperrtes Handy verfügt. 

Internet

Internetanbieter ist u.a. BeeOnline. Kostenlos und öffentlich zugängliche WiFi-Hotspost stehen in den meisten Städten. Kostenloses WiFi bieten zahlreiche Hotels, Restaurants, Cafés, Einkaufszentren, Kinos, Bahnhöfe, Metrostationen in Moskau sowie Flughäfen. Mobiles Surfen im Internet ermöglichen u.a. kostenpflichtige Wi-Fi-Hotspots von Goodspeed. Einige internationale Websites können gesperrt sein. Auch in den ländlichen Regionen nimmt die Internetnutzung immer mehr zu.

Hinweis: Russland baut zurzeit sein eigenes, vom weltweiten Internet unabhängiges Netz auf. Rechtlich ist dafür der Weg schon bereitet, nur die technische Umsetzung konnte noch nicht vollständig realisiert werden. Die staatliche Zensur des Internets in Russland wird durch diesen Schritt vermutlich auf eine neue Ebene gestellt.

Post

Postsendungen nach Westeuropa sind acht bis sechszehn Tage unterwegs. Größere Hotels nehmen postlagernde Sendungen entgegen und haben Poststellen, die Briefmarken und Postkarten verkaufen. Öffnungszeiten der Postämter: 09.00-19.00 Uhr.

Radio

Zahlreiche deutschsprachige Radiosender können in Russland über das Internet empfangen werden.

Einkaufen

Überblick

In Moskau und St. Petersburg sind inzwischen fast alle westlichen Konsumgüter erhältlich. In allen Touristenzentren gibt es besondere Läden, in denen man mit harter Währung bezahlen kann. In allen anderen Geschäften muss man in der Landeswährung bezahlen; hier muss man nach den Artikeln, zum Bezahlen und zum Warenempfang anstehen. Für Antiquitäten, andere wertvolle Gegenstände, Kunstwerke und Manuskripte, die nicht in den Souvenirgeschäften gekauft werden, braucht man eine Exportgenehmigung. Beliebte Souvenirs sind Matrjoschkas, die bunt bemalten Holzpuppen, Schatullen mit Märchenmotiven, geschnitztes Spielzeug und Malereien auf Holz oder Emaille.

Öffnungszeiten der Geschäfte:
Mo-Sa 09.00-17.00 Uhr. Viele Geschäfte sind auch sonntags offen. Kaufhäuser und Supermärkte haben durchgehend geöffnet.

Kulinarisches

Übersicht

Das Frühstück ist meist sehr reichhaltig und besteht aus Wurst, gekochten Eiern, Brot, Sauerrahm, Jogurt, Marmelade und russischem Tee. Zum Frühstück wird auch gern Kascha, ein Graupenbrei, serviert. Die Hauptmahlzeit umfasst meist drei oder vier Gänge. Eines der berühmtesten russischen Gerichte ist Borschtsch, eine Suppe aus roter Beete, die heiß mit saurer Sahne serviert wird und ähnlich wie Akroschka (kalte Kwas-Suppe) schmeckt. Boeuf Stroganow (geschnetzeltes Rinderfilet in saurer Sahne geschmort), Blini (Pfannkuchen meist mit Kaviar oder Lachs und saurer Sahne serviert), Aladyi (süße Blini mit Marmeladenfüllung) und Ikra oder Krasnaja Ikra (schwarzer oder roter Kaviar) sind weltweit bekannt. Besonders beliebt zum Nachtisch sind Blintschi (Pfannkuchen) aus Grieß oder Buchweizen mit süßer Soße.

Getränke:
Eines der beliebtesten Getränke ist Tschai (schwarzer Tee). Wodka wird oft mit Gewürzen und Kräutern aromatisiert, z. B. mit Zubrowka (einer Grasart), Riabinowka (einer Beerensorte), Starka (dunkel und angenehm im Geschmack) und Pertsowka (mit scharfem Paprika). Russischer Sekt ist hervorragend und preiswert. Kwas ist ein erfrischendes und ungewöhnliches Getränk aus Schwarzbrot und Rosinen. Getränke werden normalerweise per Gramm oder Flasche bestellt. Nach den geltenden Bestimmungen dürfen nicht mehr als 100 g alkoholischer Getränke pro Person und Mahlzeit verkauft werden. Bars und Cafés schließen normalerweise um 22.00 Uhr.

Kultur

Religion

Hauptsächlich christliche Religionen; die russisch-orthodoxe Kirche ist die größte Glaubensgemeinschaft (15-20%). Außerdem gibt es muslimische, buddhistische und jüdische Minderheiten.

Soziale Verhaltensregeln

Umgangsformen: Zur Begrüßung geben sich nur Männer die Hand. Besucher sind immer wieder von der selbstverständlichen Gastfreundschaft beeindruckt. Firmengeschenke werden gern angenommen.
Kleidung: Grundsätzlich liegt man mit eher konservativer Kleidung nie falsch.

Rauchen: Das Rauchen ist in Schulen, Hochschulen, in Aufzügen, in Treppenhäusern, auf Kinderspielplätzen, in einem Radius von 15 Metern rund um die Eingänge in die Metro, in Restaurants, Cafés, Clubs, in Bahnhöfen und in Zügen sowie auch in allen anderen öffentlichen Verkehrsmitteln verboten.

Trinkgeld: Wenn die Service-Gebühr nicht schon in der Rechnung enthalten ist, sind 5-10% Trinkgeld in der Stadt üblich. In gehobenen Hotels und Restaurants in Moskau und in anderen Großstädten werden 10-15% Trinkgeld erwartet. Auch Zimmermädchen und Touristenführer erwarten ein Trinkgeld. 

Landesdaten

Vorwahl

+7

Fläche(qkm)

17098242

Bevölkerung

145.934.462

Bevölkerungsdichte(pro qkm)

8.4

Bevölkerung im Jahr

2020

Mitglied der EU

No

Hauptnotrufnummer

112

Länderinformation Estland

Klima

Beste Reisezeit

Maritimes bis mäßig kontinentales Klima. Warme Sommer. Frühling und Herbst sind relativ mild. Kalte, lange Winter (November bis Mitte März) mit starken Schneefällen. Niederschläge ganzjährig, im August ist die Niederschlagsmenge am höchsten. Die beste Reisezeit ist von Mai bis September.

Klimatabelle Tallinn

JanFebMärAprMaiJunJulAugSepOktNovDez
Max. Temperatur °C214815182321161175
Min. Temperatur °C-12-13-717111515112-1-8
Sonnenstunden / Tag2h2h1h5h5h4h3h3h3h1h2h1h
Regentage4 44371211139577

Pass- und Visabestimmungen

Personalausweise/Identitätskarten

U. a. Staatsbürger der folgenden, in der obigen Tabelle genannten Länder können mit gültigem Personalausweis/Identitätskarte einreisen:

EU-Länder und Schweiz ([1] Ausnahmen: Einen Reisepass benötigen Staatsangehörige von Großbritannien und Irland (Rep.)).

Reisepassinformationen

Allgemein erforderlich, muss noch mindestens 3 Monate über das Visum hinaus gültig sein, wenn der Reisende kein EU-Bürger ist. Außerdem dürfen die Reisepässe von Nicht-EU-Bürgern nicht älter als zehn Jahre sein. Reisepässe von EU-Bürgern müssen während des Aufenthalts gültig sein.
 

Anmerkung zum Reisepass

Estland ist Unterzeichner und Anwender der EU-Rechtsakte (Schengener Abkommen). Innerhalb des Schengenraums bestehen für Reisende an der Grenze keine Ausweiskontrollen mehr.

Anmerkung zum Sichtvermerk im Reisepass

Achtung: Visumpflichtige Personen müssen während ihres Aufenthaltes im Schengen-Raum einen Pass oder ein anderes anerkanntes Reisedokument sowie das Schengen-Visum mitführen.

Visainformationen

Allgemein erforderlich, ausgenommen sind Staatsbürger folgender Länder für einen Aufenthalt von bis zu 90 Tagen innerhalb eines Halbjahres:

(a) EU-Länder und Schweiz.
(b) [2] Türkische Staatsangehörige, die eine Aufenthaltsgenehmigung für ein Schengenland besitzen (für einen Aufenthalt von bis zu 90 Tagen innerhalb eines Halbjahres).

Kosten

Schengen-Visum: 60 €.

Visaarten und Kosten

Flughafentransit-, Transit-, Kurzzeit- und Langzeitvisum.

Gültigkeit

Transitvisum: max. 5 Tage. Kurzzeitvisum: 90 Tage innerhalb von 6 Monaten (ein- und mehrmalige Einreise). Langzeitvisum: 1 Jahr bzw. 6 Monate bei Ausstellung in Genf.

Transit

Ansonsten visumpflichtige Reisende, die aus einem Nicht-Schengen-Land am selben Tag in ein anderes Nicht-Schengen-Land weiterfliegen und den Transitraum nicht verlassen, benötigen kein Transitvisum. Ausgenommen sind Staatsangehörige einiger Länder. Weitere Auskünfte erteilen die zuständigen diplomatischen Vertretungen (s. Kontaktadressen).

Persönlich bei der zuständigen konsularischen Vertretung im Wohnsitzland des Antragstellers (s. Kontaktadressen).

Antrag erforderlich

Je nach Nationalität, Grund und Dauer des Aufenthalts unterschiedlich. Nähere Angaben erteilen die zuständigen konsularischen Vertretungen. (s. Kontaktadressen).

Schengen-Visum:
(a) Reisedokument (z. B. Reisepass), das mindestens 3 Monate über die Visumgültigkeit hinaus gültig ist, innerhalb der letzten 10 Jahre ausgestellt wurde und über mindestens 2 leere Seiten verfügt, sowie Kopien der ersten vier Seiten des Reisepasses.

(b) Ggf. alle Dokumente im Original, die den Zweck (z. B. Einladung von Privatpersonen oder Firmen, ärztliches Attest und Terminvereinbarung beim behandelnden Arzt oder in einem Krankenhaus) und die Bedingungen des geplanten Aufenthalts (z. B. Hotelreservierung) rechtfertigen.

(c) Dokumente, die beweisen, dass der Ausländer über ausreichende Mittel zur Bestreitung der Kosten für Aufenthalt und Rückreise sowie für eventuelle Kosten für seine ärztliche Versorgung verfügt, ggf. in Form einer Kostenübernahmeverpflichtung.

(d) Dokument, das beweist, dass der Ausländer auf individueller oder kollektiver Grundlage Inhaber einer die Kosten für die Rückführung aus ärztlichen Gründen, die dringende ärztliche Behandlung und/oder Krankenhausversorgung deckenden gültigen Auslandsreisekrankenversicherung ist. Grundsätzlich muss der Antragsteller eine Versicherung im Wohnsitzstaat abschließen. Wenn der Gastgeber eine Versicherung für den Antragsteller abschließt, so muss er dies im eigenen Wohnsitzstaat tun. Die abgeschlossene Versicherung muss für das gesamte Gebiet der Schengen-Staaten und für die ganze Dauer des Aufenthalts gelten. Die Versicherung muss eine minimale Deckung von 30.000 € aufweisen.

(e) Visumgebühr.

(f) 1 biometrisches Passbild (3,5 x 4,5 cm).

(g) 1 ausgefülltes Antragsformular (downloadbar auf vm.ee/en/visa-application-forms).

Schengen-Visa

Staatsangehörige von visumpflichtigen Ländern müssen vor der Einreise in den Schengenraum ein Schengenvisum für das Land beantragen, in das zuerst bei der Durchreise durch den Schengenraum eingereist wird. Dieses wird nur bei der zuständigen konsularischen Vertretung des Landes, in dem die Person ihren dauerhaften Wohnsitz hat, ausgestellt.

Temporärer Wohnsitz

EU-Bürger, die sich länger als 3 Monate in Estland aufhalten wollen, müssen sich ihr Aufenthaltsrecht von der zuständigen Verwaltungsbehörde bescheinigen lassen. Dazu ist u. U. der Reisepass erforderlich

Bearbeitungsdauer

Kurzfristiger Aufenthalt: Zwischen 2 und 10 Arbeitstagen.
Längerfristiger Aufenthalt: Mehrere Monate.

Benötigte Dokumente bei der Einreise

Nachweis einer Auslandsreisekrankenversicherung (EU-Bürger: Europäische Krankenversicherungskarte. Zusätzliche Reiserückholversicherung empfohlen.)

Einreise mit Kindern

Deutsche: Maschinenlesbarer Kinderreisepass oder eigener Reisepass oder Personalausweis.

Österreicher: Personalausweis oder eigener Reisepass.

Schweizer: Identitätskarte oder Reisepass.

Türken: Eigener Reisepass.

Anmerkung: Für die Kinder gelten jeweils die gleichen Visumbestimmungen wie für ihre Eltern.
Hinweis: Ab dem 15. Lebensjahr muss jede Person über ein eigenes Reisedokument verfügen.

Seit dem 27. Juni 2012 benötigen Kinder für Reisen in das Ausland (auch innerhalb der EU) ein eigenes Reisedokument (Reisepass / Kinderreisepass). Eintragungen von Kindern in den elterlichen Reisepass sind nicht mehr möglich.

Einreise mit Haustieren

Hunde, Katzen und Frettchen aus EU-Ländern und aus nicht tollwutfreien Drittstaaten benötigen einen EU-Heimtierausweis (pet pass), der nur von dazu ermächtigten Tierärzten ausgestellt werden kann, und müssen als Kennung einen implantierten Mikrochip am Hals tragen. Aus dem Heimtierausweis muss hervorgehen, dass bei dem Tier eine gültige Tollwutimpfung, ggf. eine gültige Auffrischungsimpfung gegen Tollwut, vorgenommen wurde. Die Einfuhr ist auf 5 Tiere beschränkt. Heimtiere unter 4 Monate sind von der Impfpflicht gegen Tollwut ausgenommen. 

 

Für Hunde, Katzen und Frettchen sowie für Vögel und Kleintiere aus nicht tollwutfreien Drittstaaten gilt die folgende zusätzliche Vorschrift:

Für jedes Tier wird ein Gesundheitszeugnis benötigt. Für den Eintritt in das EU-Gebiet muss bei den Haustieren 3 Monate vor der Einreise eine Untersuchung auf Anwesenheit von vakzinalen Antikörpern durchgeführt werden. Ausnahme: Die 3-Monatsfrist gilt nicht für Heimtiere aus dessen EU-Heimtierausweis hervorgeht, dass die Blutentnahme durchgeführt wurde bevor dieses Tier das Gebiet der Gemeinschaft verlassen hat und dass bei der Blutanalyse genügend Antikörper auf Tollwut nachgewiesen worden sind.

 

Für Hunde, Katzen und Frettchen aus tollwutfreien Drittstaaten (z.B. Schweiz, Andorra, Island, Liechtenstein, Monaco, Norwegen, San Marino und Vatikanstadt) kann ebenfalls der Heimtierausweis, der eine gültige Tollwutimpfung bestätigt, für die Einfuhr benutzt werden.

Reisepassinformationen

Allgemein erforderlich, muss noch mindestens 3 Monate über das Visum hinaus gültig sein, wenn der Reisende kein EU-Bürger ist. Außerdem dürfen die Reisepässe von Nicht-EU-Bürgern nicht älter als zehn Jahre sein. Reisepässe von EU-Bürgern müssen während des Aufenthalts gültig sein.
 

Visainformationen

Allgemein erforderlich, ausgenommen sind Staatsbürger folgender Länder für einen Aufenthalt von bis zu 90 Tagen innerhalb eines Halbjahres:

(a) EU-Länder und Schweiz.
(b) [2] Türkische Staatsangehörige, die eine Aufenthaltsgenehmigung für ein Schengenland besitzen (für einen Aufenthalt von bis zu 90 Tagen innerhalb eines Halbjahres).

Einreise- & Sicherheitshinweise

Überblick

Stand - Fri, 22 Oct 2021 09:00:00 +0200
(Unverändert gültig seit: Mon, 01 Nov 2021 16:23:20 +0100)

Letzte Änderungen: Aktuelles (Beschränkung im Land, Hygieneregeln)

Lagen können sich schnell verändern und entwickeln. Wir empfehlen Ihnen:
- Verfolgen Sie Nachrichten und Wetterberichte
- Achten Sie auf einen ausreichenden Reisekrankenversicherungsschutz
- Abonnieren Sie unseren Newsletter oder nutzen Sie unsere App „Sicher Reisen"
- Folgen Sie uns auf Twitter: AA_SicherReisen
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Aktuelles

Die Ausbreitung von COVID-19 kann weiterhin zu Einschränkungen im internationalen Luft- und Reiseverkehr und Beeinträchtigungen des öffentlichen Lebens führen. 

Vor nicht notwendigen, touristischen Reisen nach Estland wird derzeit gewarnt.

Epidemiologische Lage

Estland ist von COVID-19 stark betroffen und ist als Hochrisikogebiet eingestuft. Aktuelle und detaillierte Zahlen bieten das European Centre for Disease Prevention and Control (ECDC) und die estnische Corona-Karte.

Einreise

Die Einreise nach Estland ist grundsätzlich möglich. Über geltende Auflagen inklusive Ausnahmeregelungen für Geimpfte und Genesene informiert das estnische Außenministerium.

Reisende werden gebeten, elektronisch max. 72 Stunden vor Einreise einen Anmeldebogen auszufüllen. Bei Einreise aus EU/EFTA-Ländern, deren Koeffizient oberhalb von 75 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in einer Zwei-Wochen-Frist liegt, gilt eine zehntägige Quarantänepflicht.

Die aktuelle Länderliste mit den entsprechenden COVID-19-Koeffizienten veröffentlicht das estnische Außenministerium jeden Freitag mit Gültigkeit ab dem darauffolgenden Montag.

Reisende aus gelisteten Ländern können alternativ - zur Verkürzung der Quarantäne - mit einem negativen PCR-Testergebnis (max. 72 Stunden alt) oder einem negativen Antigen-Testergebnis (max. 48 Stunden alt) einreisen. Danach können sie unter Einschränkung sozialer Kontakte zur Arbeit und zum Arzt gehen und Einkäufe tätigen. Nach frühestens sieben Tagen muss ein zweiter Test erfolgen. Bei erneut negativem PCR-Testergebnis können Reisende uneingeschränkt ihrem Alltag nachgehen. Zu Testmöglichkeiten und Verhaltensempfehlungen informiert das estnische Health Board.

Folgender Personenkreis ist von Test- bzw. Quarantäne-Auflagen befreit: Voll geimpfte Personen (in den letzten sechs Monaten vollständig gegen COVID-19 geimpft mit Nachweis durch WHO-Impfnachweis oder ärztliche Bescheinigung mit Informationen u.a. zur Anzahl der verabreichten Impfdosen und Impfstoff-Zusammensetzung in englischer, estnischer oder russischer Sprache) und genesene Personen, (nachweislich in den letzten sechs Monaten von COVID-19 genesen mit Nachweis durch ein Schreiben des Arztes oder des Gesundheitsamtes entweder in englischer, estnischer oder russischer Sprache).  

Durch- und Weiterreise

Transitreisende auf dem Weg in ihre Heimatstaaten dürfen Estland durchqueren, sofern sie keine Symptome zeigen, allerdings sollten Übernachtungen möglichst unterbleiben. Die Grenzen zu Russland sind wieder geöffnet, Grenzübertritte sind vorab beim jeweiligen Grenzübergang elektronisch über das Grenzportal anzumelden. Die estnischen Grenzbehörden führen keine Ausreisekontrollen durch, raten jedoch den Reisenden sich mit den Einreisebestimmungen des Ziellandes sowie der Transitländer vertraut zu machen.

Reiseverbindungen

Es bestehen wöchentliche Direktflugverbindungen sowie diverse Umsteigeverbindungen von und nach Deutschland. Land- und Seegrenzen sind passierbar. Es empfiehlt sich, sich über die jeweiligen Auflagen auf beiden Seiten der Grenze zu informieren. Für Grenzübertritte von oder nach Estland informiert die estnische Gesundheitsbehörde.

Beschränkungen im Land

Bis 10. Januar 2022 haben nur noch Personen nach Vorlage eines gültigen COVID-19-Impfzertifikats oder Genesenenzertifikats inkl. Identifikationsdokument Zutritt zu Einrichtungen in den Bereichen Gastronomie, Kultur und Freizeit. Kinder unter 12 Jahre sind davon ausgenommen. Die Einhaltung der Vorgaben wird strenger kontrolliert und ggf. sanktioniert. Alle Personen in Estland werden zu Kontaktreduzierungen in allen Lebensbereichen aufgefordert. Krankenhäuser erlauben aktuell keine Patientenbegleitung oder Besucher. Über aktuelle Regelungen informieren die estnischen Behörden, auch unter der Hotline: +372 600 1247.

Hygieneregeln

In geschlossenen Räumen und ÖPNV gelten Maskenpflicht (Personen über 12 Jahre) und die Abstandsregelung (2 Meter). Das Tragen medizinischer Masken und häufiges Händewaschen und Desinfektion wird dringend empfohlen.

Empfehlungen

  • Seien Sie bei allen Reisen weiterhin besonders vorsichtig und beachten Sie unsere fortlaufend aktualisierte Infobox zu COVID-19/Coronavirus.
  • Achten Sie bei Einreise nach Deutschland auf die geltenden Einreisevoraussetzungen zu Anmelde-, Quarantäne- und Nachweisregelungen (vollständige Impfung oder Genesenennachweis oder aktueller negativer COVID-19-Test).
  • Beachten Sie die ausführlichen Informationen zur Gesundheitslage auf der Grundlage von Daten des ECDC, bestehende Beschränkungen einschließlich der Quarantäne- und Testanforderungen für Reisende und mobile Coronavirus-Kontaktnachverfolgungs- und Warn-Apps auf Re-open EU.
  • Informieren Sie sich über detaillierte Maßnahmen und ergänzende Informationen der estnischen Behörden und Polizei und Grenzbehörden.
  • Beachten Sie stets die Hinweise des estnischen Gesundheitsamtes.
  • Nutzen Sie die zur Verfügung stehende estnische Corona-App „HOIA", die auch im europäischen Ausland angewandt werden kann.
  • Bei COVID-19 Symptomen oder Kontakt mit Infizierten, kontaktieren Sie die Behörden unter der Rufnummer +372 600 1220.

Sicherheit

Terrorismus

  • Beachten Sie den weltweiten Sicherheitshinweis.

Kriminalität

An touristisch frequentierten Plätzen wie insbesondere in der Altstadt von Tallinn kommt es zu Kleinkriminalität wie Taschendiebstählen. Rucksäcke und Handtaschen können es Taschendieben besonders einfach machen. Gewaltkriminalität ist selten.

Autodiebstahl und -aufbrüche sind vielerorts möglich, insbesondere auf nicht bewachten Parkplätzen und wenn Wertsachen oder Gepäckstücke im Fahrzeug erkennbar sind.

In Bars und anderen Lokalitäten kann es wie vielerorts vereinzelt zu Kreditkartenbetrug, überhöhten Rechnungen und seltener auch zum Einsatz von Betäubungsmitteln in Getränken kommen.

  • Bewahren Sie Geld, Ausweise, Führerschein, Flugscheine und andere wichtigen Dokumente sicher und möglichst getrennt voneinander auf und fertigen Sie Kopien.
  • Lassen Sie Gepäck, Ihre Kreditkarte und auch Getränke in Bars nie unbeaufsichtigt.
  • Benutzen Sie mit dem Fahrzeug möglichst nur bewachte Parkplätze und lassen Sie keine Wertsachen oder Gepäckstücke im Auto zurück.
  • Bevorzugen Sie bargeldlose Zahlungen und nehmen Sie nur das für den Tag benötigte Bargeld und keine unnötigen Wertsachen mit.
  • Seien Sie in größeren Menschenmengen wie an Flughäfen, Bahnhöfen, auf Märkten und in öffentlichen Verkehrsmitteln besonders aufmerksam und achten Sie auf Ihre Wertsachen.
  • Seien Sie bei ungewohnten E-Mails, Gewinnmitteilungen, Angeboten und Hilfsersuchen angeblicher Bekannter skeptisch. Teilen Sie keine Daten von sich mit, sondern vergewissern Sie sich ggf. persönlich oder wenden Sie sich an die Polizei.

Natur und Klima

Das Klima ist maritim bis mäßig kontinental.
Im Winter kann es zu extremer Kälte, Schneefällen und Winterstürmen kommen.

  • Beachten Sie stets Verbote, Hinweisschilder und Warnungen sowie die Anweisungen lokaler Behörden.

Reiseinfos

Infrastruktur/Verkehr

Die Verkehrswege können aufgrund von Maßnahmen im Zusammenhang zur Eindämmung von COVID-19 beeinträchtigt sein, siehe Aktuelles.

Es gibt Flug-, Eisenbahn- und Fährverbindungen. Die touristische Infrastruktur ist insbesondere in den Städten sehr gut ausgebaut.
In Tallin steht ein guter öffentlicher Nahverkehr mit e-tickets zur Verfügung, Weitere Informationen erteilt Tallinn Tourism. Taxis sind zudem weit verbreitet und relativ preiswert.

In Estland ist ganzjährig auch tagsüber das Fahren mit Abblendlicht vorgeschrieben.
Es gilt eine faktische "0,0-Promille-Grenze"; polizeiliche Alkohol- und Geschwindigkeitskontrollen sind häufig.

Vom 1. Dezember bis 1. März ist die Benutzung von Winterreifen Pflicht; dieser Zeitraum kann aufgrund der jeweiligen Witterungsverhältnisse allerdings auch kurzfristig ausgedehnt werden. Die Benutzung von Spike-Reifen ist vom 15. Oktober bis 31. März gestattet.

Die großen Verbindungsstraßen entsprechen im Wesentlichen deutschen Bundesstraßen.

Für Fahrzeuge über 3,5 Tonnen sind vor der Fahrt online beim estnischen Amt für Straßenverwaltung Mautgebühren zu entrichten.

Fußgänger und Rollstuhlfahrer sind verpflichtet, bei schlechter Sicht und während der Dunkelheit sowohl innerhalb als auch außerhalb von Ortschaften Reflektoren wie Katzenaugen bzw. eine Lichtquelle zu tragen, damit sie besonders für Autofahrer besser sichtbar sind.

Bei Polizeikontrollen muss neben der gültigen Fahrerlaubnis auch der Versicherungsschutz durch eine Grüne Karte, in der das Länderkürzel für Estland eingetragen ist, nachgewiesen sowie die Fahrzeugpapiere im Original vorgelegt werden, anderenfalls droht eine hohe Geldstrafe.

Bei Verlust von Führerschein oder Fahrzeugpapieren ist es nicht gestattet, ein Fahrzeug zu lenken.

Die Strafen für Verkehrsvergehen sind vergleichsweise hoch, z. B. 120,- Euro für das Nichtanlegen eines Sicherheitsgurts. Zum Teil sind Verkehrsvergehen Straftatbestände, wie z.B. erheblich überhöhte Geschwindigkeit oder Blutalkoholgehalt.

Führerschein

Der deutsche Führerschein im EU- oder Scheckkartenformat wird in Estland anerkannt. Inhaber älterer deutscher Führerscheine sollten einen internationalen Führerschein mitführen.

LGBTIQ

Estnische Gesetze verbieten die Diskriminierung auf der Basis von Gender- und sexueller Orientierung. In ländlichen Gegenden ist die gesellschaftliche Akzeptanz dennoch geringer ausgeprägt als in urbanen Zentren.

  • Beachten Sie die allgemeinen Hinweise für LGBTIQ.

Rechtliche Besonderheiten

Für das Führen eines Fahrzeuges unter Alkoholeinfluss gelten vergleichsweise hohe Strafen. Es drohen max. 1.200,- Euro Geldstrafe, Führerscheinentzug bis zu einem Jahr sowie Ordnungshaft.

In Estland ist jeglicher Umgang mit Drogen (wie Konsum, Erwerb, Vermittlung, Anbau – auch Cannabis und Schlafmohn-, Sammeln, Herstellung, Bearbeitung, Verpackung, Aufbewahrung, Ein- und Ausfuhr, Transport, unentgeltliche Weitergabe an dritte Personen, Verkauf, usw.) verboten und wird strafrechtlich mit deutlich höheren Strafen als in Deutschland geahndet. Für amtliche Genehmigungen für den Umgang mit Drogen ist das estnische Sozialministerium oder das estnische Medikamentenamt zuständig. Bereits der Umgang mit Kleinstmengen (auch Konsum ohne Rezept) wird strafrechtlich mit einer Geldstrafe in Höhe von 1.200,- Euro oder mit Ordnungshaft geahndet.

Einflussnahme auf Minderjährige zur Ausübung sexueller Handlungen, Kinderprostitution sowie sexuelle Nötigung stehen in Estland unter Strafe.

Geld/Kreditkarten

Zahlungsmittel ist der Euro. Das Abheben von Bargeld an Geldautomaten und die Bezahlung mit Bank- und Kreditkarten sind überall möglich.

Einreise und Zoll

Ein- und auch Durchreisebestimmungen können aufgrund von Maßnahmen zur Eindämmung von COVID-19 derzeit abweichen, siehe Aktuelles.

Einreise- und Einfuhrbestimmungen für deutsche Staatsangehörige können sich kurzfristig ändern, ohne dass das Auswärtige Amt hiervon vorher unterrichtet wird. Rechtsverbindliche Informationen und/oder über diese Hinweise hinausgehende Informationen zu den Einreise- und Zollbestimmungen zur Einfuhr von Waren erhalten Sie nur direkt bei den Vertretungen Ihres Ziellandes.
Die Zollbestimmungen für Deutschland können Sie auf der Webseite des deutschen Zolls  und per App "Zoll und Reise" finden oder dort telefonisch erfragen.

Reisedokumente

Die Einreise ist für deutsche Staatsangehörige mit folgenden Dokumenten möglich:

  • Reisepass: Ja
  • Vorläufiger Reisepass: Ja
  • Personalausweis: Ja
  • Vorläufiger Personalausweis: Ja, muss gültig sein
  • Kinderreisepass: Ja

Anmerkungen/Mindestrestgültigkeit:
Estland ist Vertragspartei des Europäischen Übereinkommens über die Regelung des Personenverkehrs zwischen den Mitgliedsstaaten des Europarates vom 13.12.1957. Reisedokumente außer dem vorläufigen Personalausweis dürfen seit höchstens einem Jahr abgelaufen sein.

Seit dem Beitritt Estlands zum Schengener Abkommen sind die Binnengrenzkontrollen an den Land- und Seegrenzen zwischen Estland und den anderen Schengen-Staaten zwar eingestellt worden. Dennoch können weiterhin sowohl Polizei- als auch Grenzschutzbeamte das Vorzeigen eines Ausweisdokumentes fordern. Reisende sind gesetzlich verpflichtet, sich bei Reisen in Estland und auch bei der Nutzung der Fährverbindungen in Nachbarländer, ausweisen zu können. Eine Reise ohne gültiges Ausweisdokument stellt eine Ordnungswidrigkeit dar und kann mit Geldbußen bis zu 800,- Euro geahndet werden.

Weiterreise in die Russische Föderation

An den drei estnischen Grenzübergängen nach Russland in Narva, Koidula und Luhamaa gibt es eine elektronische Vorbuchung für den Grenzübertritt von Fahrzeugen. Auf der auch englischsprachigen Webseite GoSwift-Queue Management Service kann das Fahrzeug bis zu 90 Tage im Voraus für den Grenzübertritt angemeldet werden. Trotz dieser elektronischen Vorbuchung kommt es gelegentlich, ohne vorherige Online-Registrierung regelmäßig zu sehr langen Wartezeiten an der Grenze. Die Online-Registrierung kostet derzeit 1,50 €. Hinzu kommen – bspw. am Grenzübergang in Narva – Gebühren in Höhe von derzeit 1,- € für ein Motorrad, 3,- € für einen Pkw und 14,- € für einen Lkw. Die Höhe der Gebühren kann, je nach Grenzübergang, unterschiedlich sein. Damit der städtische Verkehr in Narva nicht durch den Fahrzeugstau zum Grenzübergangspunkt behindert wird, bleibt das gebührenpflichtige Warteterminal (Anschrift: Rahu 4A) weiterhin bestehen.

Minderjährige

Es sind keine besonderen Bestimmungen für die Einreise von Minderjährigen bekannt.

  • Beachten Sie ggf. die Hinweise für eine Einverständniserklärung für Minderjährige.

Einfuhrbestimmungen

Die Ein- und Ausfuhr von Waren unterliegt den Bestimmungen der Europäischen Union. Der Grundsatz keiner Warenkontrollen schließt Stichprobenkontrollen im Rahmen der polizeilichen Überwachung der Grenzen und der polizeilichen Kontrolle des grenzüberschreitenden Verkehrs nicht aus.

Estland ist Mitgliedstaat des Washingtoner Artenschutzabkommens. Die Einfuhr von bestimmten Wildtier- und Wildpflanzenarten sowie von daraus gewonnenen Produkten ist daher verboten und strafbar.

Alle Arten von Waffen unterliegen der Anzeigepflicht bei der Einreise. Die Vorlage der entsprechenden Waffentragegenehmigungen ist erforderlich.

Heimtiere

Für Reisen mit bestimmten Heimtieren (Hunde, Katzen, Frettchen) in Länder der Europäischen Union mit Ausnahme von Irland, Großbritannien, Malta und Finnland, wo abweichende Bestimmungen gelten, ist ein EU-Heimtierausweis erforderlich. Er dient u. a. als Nachweis, dass das Tier gegen Tollwut geimpft ist.
Einen Musterausweis sowie weitergehende Informationen bietet das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft.

Unter drei Monate alte Heimtiere (Hunde, Katzen, Frettchen) müssen ebenfalls einen Mikrochip tragen und einen EU-Heimtierausweis besitzen. Sofern sie nicht gegen Tollwut geimpft sind, müssen sie klinisch gesund sein. Als Nachweis hierfür verlangen die estnischen Behörden eine formlose Bescheinigung des zuständigen Tierarztes, dass das Muttertier gegen Tollwut geimpft war (sofern das Jungtier noch von ihr abhängt) bzw. das Jungtier seit der Geburt keinen Kontakt zu infizierten Wildtieren gehabt hat.

Detaillierte Informationen bietet das estnische Veterinäramt und das estnische Agrarministerium.

Gesundheit

Aktuelles

Die Weltgesundheitsorganisation WHO hat die Erkrankung COVID-19, die durch das neuartige Coronavirus SARS-CoV-2 ausgelöst wird, zur Pandemie erklärt.

  • Beachten Sie die fortlaufend aktualisierten Informationen zu COVID-19 sowie die Hinweise im Merkblatt COVID-19, auf den Seiten der WHO, des RKI und der BZgA.

Masern

Die WHO hat im Januar 2019 das Verzögern oder Auslassen von Impfungen zur Bedrohung der globalen Gesundheit erklärt. Insbesondere der fehlende Impfschutz gegen Masern birgt bei international steigenden Fallzahlen ein hohes Risiko.

  • Überprüfen Sie im Rahmen der Reisevorbereitung Ihren sowie den Impfschutz Ihrer Kinder gegen Masern und lassen diesen ggf. ergänzen.

Impfschutz

Für die direkte Einreise aus Deutschland sind keine Pflichtimpfungen vorgeschrieben.

  • Achten Sie darauf, dass sich bei Ihnen und Ihren Kindern die Standardimpfungen gemäß Impfkalender des Robert-Koch-Instituts auf dem aktuellen Stand befinden.
  • Als Reiseimpfungen werden Impfungen gegen FSME, bei Langzeitaufenthalt oder besonderer Exposition auch gegen Hepatitis A, Hepatitis B und Tollwut empfohlen.
  • Beachten Sie die Anwendungshinweise und Hilfen für die Indikationsstellung im Merkblatt Reise-Impfempfehlungen.
  • Aktuelle, detaillierte Reiseimpfempfehlungen für Fachkreise bietet die DTG.

FSME

Landesweit kommt es von April – Oktober zur Übertragung der Frühsommer Meningoenzephalitis (FSME) durch Zeckenbisse. Bei Aufenthalten in dieser Zeit ist eine Impfung gegen FSME empfohlen. Auch an die Möglichkeit einer Erkrankung an Borreliose muss nach einem Zeckenbiss gedacht werden.

HIV/AIDS

Durch sexuelle Kontakte, bei Drogengebrauch (unsaubere Spritzen oder Kanülen) und Bluttransfusionen besteht grundsätzlich ein hohes HIV-Übertragungsrisiko.

  • Verwenden Sie stets Kondome, insbesondere bei Gelegenheitsbekanntschaften.

Medizinische Versorgung

Die medizinische Grundversorgung ist gewährleistet und entspricht in der Regel dem europäischen Standard.
Bei einem Unfall oder einer akuten Erkrankung besteht in Estland für alle Personen, die in Deutschland gesetzlich versichert sind, ein Anspruch auf ärztliche Behandlung. Als Nachweis ist die von Ihrer Krankenkasse ausgestellte europäische Krankenversicherungskarte (EHIC) vorzulegen.

  • Schließen Sie für die Dauer des Auslandsaufenthaltes eine Auslandsreise-Kranken- und Rückholversicherung ab. Ausführliche Informationen bietet die Deutsche Verbindungsstelle Krankenversicherung - Ausland.
  • Lassen Sie sich vor einer Reise durch einen Reisemediziner persönlich beraten und Ihren Impfschutz anpassen. Entsprechende Ärzte finden Sie z. B. über die DTG.

Bitte beachten Sie neben dem generellen Haftungsausschluss: 

  • Alle Angaben sind zur Information medizinisch Vorgebildeter gedacht. Sie ersetzen nicht die Konsultation eines Arztes.
  • Die Empfehlungen sind auf die direkte Einreise aus Deutschland in ein Reiseland, insbes. bei längeren Aufenthalten vor Ort, zugeschnitten. Für kürzere Reisen, Einreisen aus Drittländern und Reisen in andere Gebiete des Landes können Abweichungen gelten.
  • Alle Angaben sind stets auch abhängig von den individuellen Verhältnissen des Reisenden und erfordern ggf. eine medizinische Beratung.
  • Die medizinischen Hinweise sind trotz größtmöglicher Bemühungen immer nur ein Beratungsangebot. Sie können weder alle medizinischen Aspekte abdecken, noch alle Zweifel beseitigen oder stets vollkommen aktuell sein. Für Ihre Gesundheit bleiben Sie selbst verantwortlich.

Länderinfos zu Ihrem Reiseland

Hier finden Sie Adressen zuständiger diplomatischer Vertretungen und Informationen zur Politik und zu den bilateralen Beziehungen mit Deutschland.

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Weitere Informationen
Allgemeines

Offizieller Name des Staates

Republik Estland.

Hauptstadt

Tallinn.

Geographie

Estland ist die nördlichste der drei baltischen Republiken und grenzt im Norden und Westen an die Ostsee, im Osten an die Russische Föderation und im Süden an Lettland. Ausgedehnte Wälder, Dünenstrände, 1500 Seen und ca. 800 Inseln prägen die schöne und abwechslungsreiche Landschaft. Die größten Städte des Landes sind Tallinn, Tartu und Narwa.

Regierung

Republik seit 1918. Von 1941-1944 von deutschen Truppen besetzt, in der Nachkriegszeit sowjetisch besetzt. Wiedergewinnung der Unabhängigkeit im Jahre 1991. Verfassung von 1992. Parlament mit 101 Abgeordneten. Endgültig unabhängig seit 1991. Der Präsident wird vom Parlament gewählt, die Amtszeit besteht aus fünf Jahren. Estland ist EU-Mitglied.

Staatsoberhaupt

Alar Karis, seit Oktober 2021.

Regierungschef

Kaja Kallas, seit Januar 2021.

Elektrizität

230 V, 50 Hz. Euro-Norm-Stecker (dünner, flacher Stecker, ohne Schutzkontakt) passen, Schuko-Stecker nicht immer.

Zeitzone

Eastern European Time: MEZ +3 (MEZ +4 vom 28 März bis 31 Oktober 2021)

Übersicht

Der malerischste der drei baltischen Staaten, Estland, ist berühmt für seine riesigen Wälder, faszinierenden Feuchtgebiete und abgeschiedenen Inseln und hat den Ruf, eine der freundlichsten und fortschrittlichsten Nationen Europas zu sein.

Die prachtvolle mittelalterliche Hauptstadt Tallinn zieht Städtereisende an, die hier grandiose Architektur und ein reges Nachtleben vorfinden, während die uralten Wälder und Seengebiete mit ihren mehr als 1.000 Seen Naturliebhaber begeistern.

Die Geschichte Estlands ist fast ausschließlich von dessen Streben, seine Unabhängigkeit gegenüber seinen meist viel mächtigeren Nachbarn – allen voran Russland – zu behaupten. Stalin annektierte Estland 1941, aber es wurde nie vollständig in die damalige Sowietunion integriert und schaffte es, seine Sprache und Kultur mehr als andere Sowietstaaten beizubehalten. Seit seiner Unabhängigkeit 1991 hat sich Estland rasant entwickelt und ist heute eine der angesagtesten Reisedestinationen in ganz Osteuropa.

Anreise

Anreise mit dem Flugzeug

 

Tallin wird von Deutschland, Österreich und der Schweiz aus u.a. von folgenden Luftfahrtlinien bedient:
Lufthansa (LH) fliegt täglich direkt von Frankfurt/M. und München;
Finnair (AY) ab Berlin, Düsseldorf, Frankfurt/M., München, Stuttgart, Wien und Zürich via Helsinki;
Air Baltic (BT) ab Berlin, Hamburg und Zürich sowie ab Wien direkt;
Scandinavian Airlines SAS (SK) von verschiedenen deutschen, österreichischen und Schweizer Städten aus.

Air Baltic (BT) verbindet Zürich direkt auch mit Vilnius.

Flugzeiten

Frankfurt/M. - Tallinn: 2 Std. 20 Min. (nonstop); Wien - Tallinn: 2 Std. 5 Min. (nonstop); Zürich - Tallinn: 3 Std. 50 Min. (mit Zwischenstopp).

Anreise mit dem Pkw

Die Via Baltica stellt eine Landverbindung zwischen Deutschland und Finnland dar und führt über 1.500 km durch Polen und die Baltischen Staaten, durch Seen- und Waldgebiete, entlang der Bernsteinküste, bis nach Tallinn. Wilna, Riga und Tallinn sind über die weitgehend gut ausgebaute Via Baltica (E67) miteinander verbunden.

Mehrere Straßen führen entlang der Ostseeküste über Litauen und Lettland nach Estland; ferner gibt es gute Straßenverbindungen nach Sankt Petersburg (Russische Föderation). Anreise mit dem Pkw über Polen und Weißrussland bzw. Polen und Litauen. Grenzübergänge: Terespol (Polen) - Brest (Weißrussland) und Ogrodniki (Polen) - Lazdijai (Litauen).

Fernbus: Es gibt direkte Busverbindungen mit Ecolines von Deutschland, Österreich und der Schweiz nach Tallinn.

Maut: In Estland gibt es keine mautpflichtigen Straßen.

Unterlagen: Der nationale Führerschein ist in Estland gültig. Besitzern von älteren Führerscheinen wird jedoch empfohlen, den internationalen Führerschein mitzuführen.

 

Anreise mit der Bahn

Es gibt Bahnverbindungen von Tallinn nach Riga (Lettland), wobei Reisende an der Grenze in Valga umsteigen müssen. Nach Moskau fährt täglich ab Tallinn ein Nachtzug über Sankt Petersburg.

 

Anreise mit dem Schiff

Verschiedene Fähren verbinden Tallinn mit Helsinki, Aland und Stockholm. Der Hafen von Tallinn wird außerdem von zahlreichen Kreuzfahrtschiffen angelaufen.

Kreuzfahrtschiffe

U.a. laufen Reedereien wie Cunard, Hapag Lloyd Cruises, Phoenix, TUI Cruises, Plantours und MSC Tallinn bei ihren in Deutschland startenden Kreuzfahrten an.

Fähranbieter

Tallink Silja Line und Viking Line bieten regelmäßige Fährverbindungen auf den Strecken Tallin-Aland-Stockholm und Tallinn-Helsinki an. Linda Line Express verbindet ebenfalls Tallinn mit Helsinki. Die Anreise nach Helsinki ist mit Fähren von Finnlines ab Travemünde möglich (Fahrtzeit: 29 Std.).

 

Vor Ort unterwegs

Unterwegs mit dem Flugzeug

Die litauische Fluggesellschaft Transaviabaltica verbindet täglich Tallinn mit Kärdla auf der Insel Hiiumaa und mit Kuressaare auf der Insel Saaremaa.

Unterwegs mit dem Auto/dem Bus

Das Straßennetz ist gut ausgebaut, enthält aber nur wenige Autobahnen.

Die drei Hauptstrecken sind die Via Baltica, die kürzeste Verbindung zwischen Nord- und Zentraleuropa, die von Tallinn in Richtung Südwest durch Pärnu nach Riga führt; die Via Estonia, von Tallinn in Richtung Südost durch die Städte Poltsamaa, Tartu, Otepää bis nach Valga an der Grenze zu Lettland und die Via Hansa, die fast parallel zum südlichen Ufer des Golfs von Finnland bis nach Narva an der Grenze zu Russland verläuft.

Maut: In Estland gibt es keine mautpflichtigen Straßen.

Tankstellen sind zumeist rund um die Uhr geöffnet. Die Bezahlung ist in der Regel mit Kreditkarten möglich. Bleifreies Benzin ist meist mit einem "E" gekennzeichnet, und die Zapfhähne sind farblich markiert: grün (bleifrei), rot (verbleit), schwarz (Diesel).

Rechtsverkehr/Linksverkehr

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Zustand der Straßen

Im Allgemeinen sind die Straßen in einem zufriedenstellenden Zustand. Allerdings ist die Beschilderung oft unzureichend und bei Dunkelheit kaum zu erkennen. Bodenmarkierungen sind eher selten.

Überbezirkliche Verbindungsstraßen sind in der Regel asphaltiert; Stichstraßen zu kleineren Ortschaften oft nur in einer Richtung. Die übrigen Straßen sind nicht befestigt.

Vor Ort sind Karten erhältlich, auf denen asphaltierte Straßen ausgewiesen sind.

Staßenklassifizierung

Das Straßennetz Estlands umfasst teilweise autobahnähnlich ausgebaute Schnellstraßen von Tallinn nach Pärnu, Tartu und Narva, Nationalstraßen sowie eine Vielzahl kleiner, unbefestigter Straßen in ländlichen Gegenden.

Autovermietung

Mietwagen sind u.a. in Tallinn am Flughafen und in der Stadt sowie in Kuressaare und Tartu erhältlich. Fahrer müssen mindestens 21 Jahre alt sein (kann je nach Fahrzeugkategorie variieren) und den Führerschein seit mindestens einem Jahr besitzen; unter 25 Jahren kann eine zusätzliche Jungfahrergebühr berechnet werden.

Taxi

Taxis sind vor größeren Hotels und in der Stadt an Taxiständen zu finden, können aber auch telefonisch und über Apps bestellt werden.

Die Preise variieren stark, da sie von den Unternehmen individuell festgelegt werden. Ein gelber Aufkleber am rechten hinteren Fenster weist die Gebühren aus. Es ist empfehlenswert, bereits bei Fahrtantritt sowohl die Höhe des Fahrpreises abzuklären als auch nachzufragen, ob der Preis pro Person oder für die gesamte Fahrt gilt.

Fahrrad

In den Städten Estlands und auf den Inseln Hiiumaa und Saaremaa gibt es zahlreiche Fahrrad- und Rollerverleihfirmen. Fahrräder werden oft auch von Hotels verliehen.

Reisebus

Estland besitzt ein sehr gut ausgebautes Busnetz. Verbindungen zwischen den größeren Städten werden mehrmals täglich angeboten, und von den städtischen Busbahnhöfen fahren weitere Busse zu kleineren Orten der jeweiligen Region.

Das Busunternehmen LUX Express bedient von Tallinn aus verschiedene estnische Städte. Eine Vielzahl kleinerer privater Unternehmen bietet regionale Busverbindungen an. Tickets können bei Tpilet online gebucht werden.

Vorschriften

Verkehrsbestimmungen:
- Es herrscht absolutes Alkoholverbot;
- Anschnallpflicht;
- Licht ist ganztags Vorschrift;
- Kinder unter 12 Jahren müssen in einem geeigneten Kindersitz befördert werden;
- die Ampelschaltung unterscheidet sich von der in Deutschland, Österreich und der Schweiz: Grün - blinkendes Grün - Gelb - Rot, wobei das blinkende Grün dem Gelb in Deutschland, Österreich und der Schweiz entspricht und bei Gelb nicht mehr gefahren werden darf.

Geschwindigkeitsbegrenzungen:
- innerorts: 50 km/h;
- außerorts: 90 km/h;
- Autobahn: 100-110 km/h (Beschilderung beachten).

- Fahrer, die weniger als 2 Jahre einen Führerschein besitzen, dürfen grundsätzlich nur max. 90 km/h fahren.

Pannenhilfsdienst

Der ADAC-Auslands-Notruf bietet ADAC-Mitgliedern und Inhabern eines ADAC-Auslandskranken‑ und ‑unfallschutzes umfangreiche Hilfeleistungen bei Fahrzeugpannen, Verkehrsunfällen, Verlusten von Dokumenten und Geld bis hin zu medizinischen Notfällen. Die Notrufnummer ist rund um die Uhr erreichbar; bei Fahrzeugschäden: Tel. +49 (89) 22 22 22, bei Erkrankungen: +49 (89) 76 76 76.

Bei Pannen hilft Falck Autoabi OÜ in Tallinn, Tel. +372 (69) 791 88.

Dokumentation

Der nationale Führerschein ist in Estland gültig. Besitzern von älteren Führerscheinen wird jedoch empfohlen, den internationalen Führerschein mitzuführen.

Für Staatsangehörige der EU- und EFTA-Länder gilt als Versicherungsnachweis das Autokennzeichen. Dennoch wird EU- und EFTA-Bürgern empfohlen, die Internationale Grüne Versicherungskarte mitzunehmen, um bei eventuellen Schadensfällen in den Genuss des vollen Versicherungsschutzes zu kommen. Ansonsten gilt der gesetzlich vorgeschriebene minimale Haftpflicht-Versicherungsschutz. Außerdem kann die Grüne Versicherungskarte die Unfallaufnahme erleichtern.

 

Unterwegs in der Stadt

Tallinn besitzt ein gut ausgebautes Busnetz sowie Oberleitungsbusse und Straßenbahnen. Empfehlenswert ist die Tallinn Card, die eine Nutzung sämtlicher öffentlicher Verkehrsmittel, inkl. Flughafenbus und Stadtrundfahrten mit Hop-on, Hop-off-Bussen, beinhaltet. Taxifahrten sind in Tallinn günstig.

In den anderen Städten fahren Busse und Taxis. Fahrkarten erhält man an speziellen Ticket-Verkaufsständen, an Zeitungskiosken oder direkt beim Fahrer.

 

Vor Ort unterwegs mit der Bahn

Bahnfahren ist in Estland sehr kostengünstig, und die Bahn ist sehr zuverlässig. Das Schienennetz erstreckt sich jedoch nicht über das ganze Land.

Die Hauptstrecken sind Tallin-Tartu, Tallin-Viljandi/Pärnu und Tallin-Narva, die täglich jeweils morgens und abends bedient werden.

 

Unterwegs mit dem Schiff

Die Fähren von TS Laevad verbinden das Festland mit den beiden Inseln Saaremaa und Hiiumaa. Die Strecken Kuivastu-Virtsu (Saaremaa) (Fahrtzeit: 30 Min.) sowie Rohuküla-Heltermaa (Hiiumaa) (Fahrtzeit: 1,5 Std.) werden mehrmals täglich bedient.

Schiffsverkehr gibt es auf dem Peipus See und dem Fluss Emajõgi.

 

Gesundheitsvorsorge

Übersicht

Die medizinische Grundversorgung ist zumeist befriedigend. Für Staatsangehörige der EU- und EFTA-Länder gilt die Europäische Krankenversicherungskarte (EHIC). Die EHIC regelt die Versorgung und Kostenrückerstattung beim Krankheitsfall für EU- und EFTA-Staatsbürger. EHIC-Inhaber wenden sich im Krankheitsfall direkt an einen selbständigen Vertragsarzt oder an einen Arzt in einer öffentlichen kommunalen oder staatlichen Einrichtung.

In der EHIC ist kein Rücktransport nach einer schweren Erkrankung oder einem Unfall im Ausland enthalten. Die gesetzlichen Krankenkassen dürfen diese Leistung nicht anbieten. Einen Rücktransport bezahlen nur private Reiseversicherungen. Es wird deshalb empfohlen für die Dauer des Aufenthalts eine Auslandsreise-Krankenversicherung abzuschließen, die Risiken abdeckt, die von den gesetzlichen Krankenkassen nicht übernommen werden.

Essen und Trinken

Trinkwasser ist in der Regel sauber. Der hohe Mineralgehalt des Wassers ist allerdings nicht jedermanns Geschmack. In Flaschen abgepacktes Wasser ist überall erhältlich. Um mögliche Infektionen zu vermeiden, sollte man eine vernünftige Trinkwasser- und Nahrungsmittelhygiene durchführen. Fleisch- und Fischgerichte nur gut durchgekocht und heiß serviert essen. Gemüse sollte gekocht und Obst geschält werden.

Andere Risiken

Die vom Robert-Koch-Institut empfohlenen Standardimpfungen für Kinder und Erwachsene (u.a. gegen Tetanus, Diphtherie, Pertussis (Keuchhusten), Mumps, Masern, Röteln, Pneumokokken und Influenza) sollten vor der Reise ggf. aufgefrischt werden.

Auch die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) wird durch Zecken übertragen. Gegen FSME ist zusätzlich zu den o.g. Schutzmaßnahmen eine Impfung möglich.

Hepatitis A und Hepatitis B kommen landesweit vor. Eine Hepatitis A-Schutzimpfung wird generell empfohlen. Die Impfung gegen Hepatitis B sollte bei längerem Aufenthalt und engem Kontakt zur einheimischen Bevölkerung sowie allgemein bei Kindern und Jugendlichen erfolgen.

Tollwut kommt landesweit vor. Überträger sind u.a. streunende Hunde, Katzen, Waldtiere und Fledermäuse. Für Rucksackreisende, Kinder, berufliche Risikogruppen und bei längeren Aufenthalten wird eine Impfung empfohlen. Bei Bisswunden so schnell wie möglich ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen.

Gesundheitszeugnis

Für eine Daueraufenthalts- oder Arbeitsgenehmigung ist ein HIV-Test nötig.

In Estland und in allen anderen EU-Ländern gilt neben dem digitalen COVID-19-Impfpass (EU Digital COVID Certificate) auch der Nachweis des COVID-Impfstatus mit dem Impfausweis in Papierform. Estland akzeptiert das Schweizer COVID-Zertifikat.

Geld

Währung

1 Euro = 100 Cents. Währungskürzel: €, EUR (ISO-Code). Banknoten gibt es in den Werten 5, 10, 20, 50, 100, 200 und 500 Euro, Münzen in den Nennbeträgen 1 und 2 Euro, sowie 1, 2, 5, 10, 20 und 50 Cents.

Anmerkung: Seit dem 1. Januar 2011 ist der Euro in Estland gesetzliches Zahlungsmittel.

Kreditkarten

Gängige Kreditkarten wie Visa, Mastercard, Diners Club, American Express etc. werden in der Regel von größeren Hotels, Restaurants, Geschäften und Banken angenommen. Die meisten Banken akzeptieren die Kreditkarte nur mit dem Pass zusammen. An den zahlreich vorhandenen Geldautomaten in allen kleineren und größeren Städten kann vielerorts Bargeld auch mit der Kreditkarte abgehoben werden. Einzelheiten vom Aussteller der betreffenden Kreditkarte.

Geldautomaten

Girocard
Mit der Girocard (ehemals ec-Karte) wie Maestro-Karte, V Pay oder Sparcard und Pin-Nummer kann europaweit Bargeld in der Landeswährung von Geldautomaten abgehoben werden. In vielen europäischen Ländern ist es auch möglich, in Geschäften mit der Debitkarte zu bezahlen. Karten mit dem Cirrus-, V-Pay- oder Maestro-Symbol werden europaweit akzeptiert. Weitere Informationen von Banken und Geldinstituten. 

Achtung: Reisende, die mit ihrer Bankkundenkarte im Ausland bezahlen und Geld abheben wollen, sollten sich vor Reiseantritt bei ihrem Kreditinstitut über die Nutzungsmöglichkeit ihrer Karte informieren. 

Reiseschecks

Reiseschecks sind in Deutschland und in der Schweiz nicht mehr und in Österreich kaum noch erhältlich. Reiseschecks können in Estland in Tallinn und in Tartu in einigen Banken und Wechselstuben eingelöst werden.

Öffnungszeiten der Bank

Mo-Fr 09.00-16.00 Uhr.

Devisenbestimmungen

Für Reisende innerhalb und von außerhalb der EU bestehen keine Beschränkungen für die Einfuhr oder Ausfuhr von Landes- und Fremdwährungen, aber es besteht Deklarationspflicht von Barmitteln ab einem Gegenwert von 10.000 € (auch Reiseschecks, anderen Währungen oder auf Dritte ausgestellte Schecks).

Geldwechsel

Bei Banken oder in Wechselstuben, die es an den Flughäfen, in größeren Hotels und vielerorts in der Innenstadt, am Bahnhof und am Hafen gibt, können Fremdwährungen umgetauscht werden. Die Wechselstuben sind von Mo-Fr von 09.00-18.00 Uhr und Sa von 09.00-15.00 Uhr geöffnet. Einige Wechselstuben bieten auch am Sonntag ihren Service an.

Währungen

Sprache

Überblick

Die Amtssprache ist Estnisch. Rund ein Drittel der Bevölkerung spricht Russisch. In den Gebieten mit einem hohen Anteil an Russisch sprechenden Menschen ist Russisch Verkehrssprache. Ein Großteil der jüngeren Bevölkerung spricht Englisch.

Zollfrei Einkaufen

Überblick

Folgende Artikel können (bei Einreise aus Nicht-EU-Ländern) zollfrei nach Estland eingeführt werden:

40 Zigaretten (bei Anreise mit dem Flugzeug: 200 Zigaretten) oder 100 Zigarillos oder 50 Zigarren oder 50 g Tabak (bei Anreise mit dem Flugzeug: 250 g Tabak) oder 20 ml Tabak-Liquid oder 120 g feste Tabakersatzstoffe (Personen ab 18 Jahren);
1 l Spirituosen mit einem Alkoholgehalt über 22% oder 2 l Spirituosen mit einem Alkoholgehalt von höchstens 22% oder Schaumwein (Personen ab 18 Jahren);
4 l Tafelwein;
16 l Bier.
 
Geschenke/sonstige Waren bis zu einem Gesamtwert von 430 € (Flug- und Seereisen) bzw. 300 € (Reisen mit der Bahn/dem Auto); Kinder unter 15 Jahren generell 175 €.

 

Importbestimmungen

Reisende, die von außerhalb der Europäischen Union u.a. Fleisch- und Milcherzeugnisse in die EU einführen, müssen diese anmelden. Die Regelung gilt nicht für die Einfuhr von tierischen Produkten aus den EU-Staaten sowie aus Andorra, Liechtenstein, Norwegen, San Marino und der Schweiz. Wer diese Produkte nicht anmeldet, muss mit Geldstrafen oder strafrechtlicher Ahndung rechnen.

Verbotene Importe

Für lebendes Geflügel, Fleisch und Fleischerzeugnisse besteht im Reiseverkehr ein generelles Einfuhrverbot aus Drittländern (ausgenommen aus den Färöer, Grönland, Island, Liechtenstein und der Schweiz). Ein Einfuhrverbot besteht für Munition und Waffen ohne Lizenz, gestohlene Waren, Fälschungen, Betäubungsmittel, pornographische Erzeugnisse und fremde Arten, die eine ökologische Bedrohung darstellen könnten. 

Import/Export in die EU

Der Warenverkehr innerhalb der EU ist für Reisende unbeschränkt, sofern die Waren für den persönlichen Bedarf und nicht für den Weiterverkauf bestimmt sind. Außerdem dürfen die Waren nicht in Duty-free-Shops gekauft worden sein. Über den persönlichen Eigenbedarf kann von den Reisenden ein Nachweis verlangt werden. Die Mitgliedstaaten haben das Recht, Verbrauchsteuern auf Spirituosen oder Tabakwaren zu erheben, wenn diese Produkte nicht für den Eigenbedarf bestimmt sind. 

Als persönlicher Bedarf gelten folgende Höchstmengen:
800 Zigaretten (Personen ab 18 J.);
400 Zigarillos (Personen ab 18 J.);
200 Zigarren (Personen ab 18 J.);
1 kg Tabak (nur Personen ab 18 J.);
10 Liter hochprozentige Alkoholika (Personen ab 18 J.);
20 Liter mit Alkohol angereicherter Wein (z. B. Port oder Sherry) (Personen ab 18 J.);
90 Liter Wein (davon höchstens 60 Liter Schaumwein) (Personen ab 18 J.);
110 Liter Bier (Personen ab 18 J.);
Parfüms und Eau de Toilette: Keine Beschränkungen, wenn nachgewiesen werden kann, dass die Menge für den persönlichen Verbrauch bestimmt ist.
Arzneimittel: Dem persönlichen Bedarf während der Reise entsprechende Menge.
Andere Waren: Der Warenverkehr innerhalb der EU ist für Reisende unbeschränkt. Ausgenommen davon sind jedoch Goldlegierungen und Goldplattierungen in unbearbeitetem Zustand oder als Halbzeug (Halbfabrikat) und Treibstoff. Kraftstoff darf nur mineralölsteuerfrei aus einem EG-Mitgliedstaat eingeführt werden, wenn er sich im Tank des Fahrzeuges oder in einem mitgeführten Reservebehälter befindet. Dabei wird eine Kraftstoffmenge von bis zu 10 Litern im Reservebehälter nicht beanstandet.

Wenn darüber hinausgehende Mengen dieser Waren mitgeführt werden, wäre z. B. eine Hochzeit ein Ereignis, mit dem sich ein Großeinkauf begründen ließe.
Anmerkung: Allerdings gibt es bestimmte Ausnahmen von der Regelung des unbeschränkten Warenverkehrs. Sie betreffen insbesondere den Neufahrzeugkauf und Einkäufe zu gewerblichen Zwecken. (Nähere Informationen hinsichtlich Steuern für Kraftfahrzeuge stehen im Leitfaden „Kauf von Waren und Dienstleistungen im Binnenmarkt“ der Europäischen Kommission.)

EU

Der Duty-free-Verkauf auf Flug- und Schiffshäfen wurde für Reisen innerhalb der EU abgeschafft. Nur noch Reisende, die die EU verlassen, können im Duty-free-Shop billig einkaufen. Bei der Einfuhr von Waren in ein EU-Land, die in Duty-free-Shops in einem anderen EU-Land gekauft wurden, gelten dieselben Reisefreimengen und derselbe Reisefreibetrag wie bei der Einreise aus nicht EU-Ländern.

Weitere Informationen sind von der estnischen Zollverwaltung erhältlich.

Kommunikation

Telefon

Die Landesvorwahl von Estland ist 00372.

"e-Estland" ist das Land des Mobilfunks und des Internets. Öffentliche Telefonzellen gibt es in Estland deshalb nicht mehr.

Mobiltelefon

GSM 900/1800, 3G (2100) und 4G (800/1800/2600 Mhz). Netzbetreiber sind u.a. Telia sowie Tele2. Roaming-Abkommen bestehen. Der Sende-/Empfangsbereich für Mobilfunk deckt das ganze Land ab. Auslandsroaming ist innerhalb der EU zum regulären Heimattarif des jeweiligen Anbieters nutzbar. Roaming-Gebühren wurden innerhalb der EU Mitte 2017 abgeschafft. Dennoch lohnt sich ggf. der Erwerb einer estnischen Prepaid-SIM-Karte. Die „kõnekaart” (auf Deutsch Prepaid-Karte) ist in R-Kiosken auf der Straße erhältlich. 

 

Internet

Für die Wirtschaft Estlands ist das Internet der Schlüssel zum Erfolg und der Zugang zum Internet gehört zum Grundrecht eines jeden Bürgers. Daher gibt es ein nahezu flächendeckendes WLAN-Netz, sogar in den entlegendsten Dörfern, an einigen Stränden und in Wäldern sind öffentliche Hotspots vorhanden. Sie sind mit weißblauen @-Schildern gekennzeichnet. Eine Übersichtskarte bietet die Website www.wifi.ee. In ganz Estland hat man an öffentlichen Gebäuden und Plätzen, wie Bibliotheken, Postämtern, Restaurants und Cafés, in öffentlichen Verkehrsmitteln, in Bahnhöfen und Flughäfen kostenloses WLAN. Internetanbieter sind u.a. Telia und Tele2. Ein paar Internetcafés sind ebenfalls noch vorhanden.

Post

Briefe nach Westeuropa sind 2-4 Tage unterwegs. Briefmarken gibt es auf estnischen Postämtern und am Kiosk.

Öffnungszeiten der Post

Mo-Fr 09.00-18.00 Uhr, Sa 09.30-15.00 Uhr. 

Radio

Zahlreiche deutschsprachige Radiosender lassen sich in Estland u.a. über Astra-Satelliten bzw. über das Internet empfangen.

Einkaufen

Überblick

Hübsche Souvenirs sind Bernstein und Kunstgewerbeartikel aller Art.

Öffnungszeiten der Geschäfte:
Mo-Fr 09.00/10.00-18.00/19.00 Uhr (Warenhäuser bis 20.00/21.00 Uhr), Sa 10.00-16.00 Uhr.

Kulinarisches

Übersicht

In Estland wird viel Fleisch, Geflügel und Wurst gegessen. Nationalgerichte sind Sult (Kalbfleisch in Aspik), Taidetud Basikarind (gefüllter Kalbsbraten) und Rossolye (eingelegter Hering mit Rüben).

Kultur

Religion

Überwiegend religionslos; 26 % evangelisch-lutherisch und russisch-orthodox; katholische, muslimische und jüdische Minderheiten.

Soziale Verhaltensregeln

Umgangsformen: Zur Begrüßung gibt man sich die Hand. Esten sind sehr stolz auf ihre Kultur und Geschichte, was man als Besucher respektieren sollte. 

Rauchen: Das Rauchen ist in Gaststätten verboten. Gastbetriebe können aber Raucherzonen haben, die durch Mauern und Türen abgeschlossen und mit Luftabzugs-Einrichtungen ausgestattet sind.

Trinkgeld: Ein Trinkgeld in Höhe von 10% ist im Restaurant bei Zufriedenheit üblich.

Landesdaten

Vorwahl

+372

Fläche(qkm)

45,228

Bevölkerung

1.326.535

Bevölkerungsdichte(pro qkm)

30

Bevölkerung im Jahr

2020

Mitglied der EU

Yes

Hauptnotrufnummer

112

Länderinformation Lettland

Klima

Beste Reisezeit

Gemäßigtes Klima. Warme Sommer, Frühling und Herbst sind relativ mild. Kalte, lange Winter (Oktober bis April) mit starken Schneefällen. Die Niederschläge sind über das ganze Jahr verteilt. Die beste Reisezeit beginnt im Mai und endet im September.

Klimatabelle Riga

JanFebMärAprMaiJunJulAugSepOktNovDez
Max. Temperatur °C0151217212322171041
Min. Temperatur °C-4-5-227111413940-3
Sonnenstunden / Tag1h1h2h6h7h6h6h6h3h2h1h1h
Regentage191616141515151615191919

Pass- und Visabestimmungen

Personalausweise/Identitätskarten

[1] U. a. Staatsbürger der folgenden, in der obigen Tabelle genannten Länder können mit gültigem Personalausweis/Identitätskarte einreisen:

EU-Länder und Schweiz.

Reisepassinformationen

Allgemein erforderlich, muss noch mindestens 3 Monate über das Visum / den Aufenthalt hinaus gültig sein. Reisepässe von EU-Bürgern müssen während des Aufenthalts gültig sein.
 

Anmerkung zum Reisepass

Lettland ist Unterzeichner und Anwender der EU-Rechtsakte (Schengener Abkommen). Innerhalb des Schengenraums bestehen für Reisende an der Grenze keine Ausweiskontrollen mehr. Sie sind jedoch verpflichtet, ein gültiges Ausweispapier mitzuführen.

Anmerkung zum Sichtvermerk im Reisepass

Achtung: Visumpflichtige Personen müssen während ihres Aufenthaltes im Schengen-Raum einen Pass oder ein anderes anerkanntes Reisedokument sowie das Schengen-Visum mitführen.

Visainformationen

Ein Visum ist allgemein erforderlich, ausgenommen sind u.a. Staatsbürger der folgenden, in der obigen Tabelle genannten Länder für einen Aufenthalt von bis zu 90 Tagen innerhalb eines Halbjahres:

(a) EU-Länder und Schweiz.
(b) [2] Türkische Staatsangehörige, die eine Aufenthaltsgenehmigung für ein Schengen-Land oder Monaco besitzen.

Kosten

Anfragen an die Konsularabteilung der Botschaft.

Schengen-Visum: 60 €.

Visaarten und Kosten

Kurzzeit-/Langzeit- und Transitvisum/Flughafentransitvisum.

Gültigkeit

Einreisevisum: 90 Tage. Transitvisum: 5 Tage.

Transit

Ansonsten visumpflichtige Reisende, die aus einem Nicht-Schengen-Land mit dem nächsten Anschluss in ein anderes Nicht-Schengen-Land weiterfliegen, den Transitraum nicht verlassen und über gültige Dokumente für die Weiterreise verfügen, benötigen kein Transitvisum. Diese Regelung gilt nicht für Staatsbürger einiger Länder. Nähere Auskünfte erteilen die zuständigen diplomatischen Vertretungen.

Bei Einreise auf dem Landweg über Russland oder Belarus wird ein Transitvisum für Russland bzw. Belarus benötigt.

Persönlich bei der zuständigen konsularischen Vertretung im Wohnsitzland des Antragstellers.

Antrag erforderlich

Je nach Nationalität, Grund und Dauer des Aufenthalts unterschiedlich. Nähere Angaben erteilen die zuständigen konsularischen Vertretungen.

Schengen-Visum:
(a) Reisedokument (z. B. Reisepass), das mindestens 3 Monate über die Visumgültigkeit hinaus gültig ist und innerhalb der letzten 10 Jahre ausgestellt wurde, sowie Kopien der ersten vier Seiten des Reisepasses.

(b) Ggf. alle Dokumente im Original, die den Zweck (z. B. Einladung von Privatpersonen oder Firmen, ärztliches Attest und Terminvereinbarung beim behandelnden Arzt oder in einem Krankenhaus) und die Bedingungen des geplanten Aufenthalts (z. B. Hotelreservierung) rechtfertigen.

(c) Dokumente, die beweisen, dass der (eingeladene) Ausländer über ausreichende Mittel zur Bestreitung der Kosten für Aufenthalt und Rückreise sowie für eventuelle Kosten für seine ärztliche Versorgung verfügt, ggf. in Form einer Kostenübernahmeverpflichtung.

(d) Dokument, das beweist, dass der Ausländer auf individueller oder kollektiver Grundlage Inhaber einer die Kosten für die Rückführung aus ärztlichen Gründen, die dringende ärztliche Behandlung und/oder Krankenhausversorgung deckenden gültigen Auslandsreisekrankenversicherung ist. Grundsätzlich muss der Antragsteller eine Versicherung im Wohnsitzstaat abschließen. Wenn der Gastgeber eine Versicherung für den Antragsteller abschließt, so muss er dies im eigenen Wohnsitzstaat tun. Die abgeschlossene Versicherung muss für das gesamte Gebiet der Schengen-Staaten und für die ganze Dauer des Aufenthalts gelten. Die Versicherung muss eine minimale Deckung von 30.000 € aufweisen.

(e) Visumgebühr.

(f) 2 biometrische Passfotos.

(g) 1 ausgefülltes Antragsformular.

Schengen-Visa

Staatsangehörige von visumpflichtigen Ländern müssen vor der Einreise in den Schengenraum ein Schengenvisum für das Land beantragen, in das zuerst bei der Durchreise durch den Schengenraum eingereist wird. Dieses wird nur bei der zuständigen konsularischen Vertretung des Landes, in dem die Person ihren dauerhaften Wohnsitz hat, ausgestellt.

Temporärer Wohnsitz

EU-Bürger, die sich länger als 3 Monate in Lettland kontinuierlich aufhalten wollen, müssen sich beim Staatsbürgerschafts- und Migrationsamt registrieren lassen. Dazu ist u. U. der Reisepass erforderlich. Auskünfte erteilen die konsularischen Vertretungen.

Bearbeitungsdauer

Kurzfristiger Aufenthalt: Zwischen 2 und 10 Arbeitstagen.
Längerfristiger Aufenthalt: Mehrere Monate.

Benötigte Dokumente bei der Einreise

Kopie einer Auslandsreisekrankenversicherung mit Reiserückholversicherung (EU-Bürger: Europäische Krankenversicherungskarte. Reiserückholversicherung dringend empfohlen.)

Einreise mit Kindern

Deutsche: Maschinenlesbarer Kinderreisepass oder eigener Reisepass oder Personalausweis.

Österreicher: Personalausweis oder eigener Reisepass.

Schweizer: Identitätskarte oder eigener Reisepass.

Türken: Eigener Reisepass.

Anmerkung: Für die Kinder gelten jeweils die gleichen Visumbestimmungen wie für ihre Eltern.

Achtung: Alleinreisende Minderjährige sollten eine beglaubigte Reiseerlaubnis der nicht anwesenden Eltern / Elternteile bzw. Erziehungsberechtigten mit sich führen. Plant ein alleinreisender Minderjähriger dauerthaft in Lettland zu verbleiben, muss er eine beglaubigte Reiseerlaubnis der nicht anwesenden Eltern / Elternteile bzw. Erziehungsberechtigten bei der Einreise vorlegen. 

Seit dem 27. Juni 2012 benötigen Kinder für Reisen in das Ausland (auch innerhalb der EU) ein eigenes Reisedokument (Reisepass / Kinderreisepass). Eintragungen von Kindern in den elterlichen Reisepass sind nicht mehr möglich.

Einreise mit Haustieren

Hunde, Katzen und Frettchen aus EU-Ländern und aus nicht tollwutfreien Drittstaaten benötigen einen EU-Heimtierausweis (pet pass) bzw. einen nationalen Heimtierausweis, der nur von dazu ermächtigten Tierärzten ausgestellt werden kann, und müssen als Kennung einen implantierten Mikrochip am Hals tragen. Aus dem Heimtierausweis muss hervorgehen, dass bei dem Tier eine gültige Tollwutimpfung, ggf. eine gültige Auffrischungsimpfung gegen Tollwut, vorgenommen wurde. Die Einfuhr ist auf 5 Tiere beschränkt. Heimtiere unter 4 Monate sind von der Impfpflicht gegen Tollwut ausgenommen. 

 

Für Hunde, Katzen und Frettchen sowie für Vögel und Kleintiere aus nicht tollwutfreien Drittstaaten gilt die folgende zusätzliche Vorschrift:

Für jedes Tier wird ein Gesundheitszeugnis benötigt. Für den Eintritt in das EU-Gebiet muss bei den Haustieren 3 Monate vor der Einreise eine Untersuchung auf Anwesenheit von vakzinalen Antikörpern durchgeführt werden. Ausnahme: Die 3-Monatsfrist gilt nicht für Heimtiere aus dessen EU-Heimtierausweis hervorgeht, dass die Blutentnahme durchgeführt wurde bevor dieses Tier das Gebiet der Gemeinschaft verlassen hat und dass bei der Blutanalyse genügend Antikörper auf Tollwut nachgewiesen worden sind.

 

Für Hunde, Katzen und Frettchen aus tollwutfreien Drittstaaten (z.B. Schweiz, Andorra, Island, Liechtenstein, Monaco, Norwegen, San Marino und Vatikanstadt) kann ebenfalls der Heimtierausweis, der eine gültige Tollwutimpfung bestätigt, für die Einfuhr benutzt werden.

 

Weitere Informationen erteilt das lettische Landwirtschaftsministerium.

 

 

Reisepassinformationen

Allgemein erforderlich, muss noch mindestens 3 Monate über das Visum / den Aufenthalt hinaus gültig sein. Reisepässe von EU-Bürgern müssen während des Aufenthalts gültig sein.
 

Visainformationen

Ein Visum ist allgemein erforderlich, ausgenommen sind u.a. Staatsbürger der folgenden, in der obigen Tabelle genannten Länder für einen Aufenthalt von bis zu 90 Tagen innerhalb eines Halbjahres:

(a) EU-Länder und Schweiz.
(b) [2] Türkische Staatsangehörige, die eine Aufenthaltsgenehmigung für ein Schengen-Land oder Monaco besitzen.

Einreise- & Sicherheitshinweise

Überblick

Stand - Tue, 23 Nov 2021 10:45:00 +0100
(Unverändert gültig seit: Tue, 23 Nov 2021 10:48:27 +0100)

Letzte Änderungen: Aktuelles (Ausnahmezustand an der Grenze zu Belarus)

Lagen können sich schnell verändern und entwickeln. Wir empfehlen Ihnen:
- Verfolgen Sie Nachrichten und Wetterberichte
- Achten Sie auf einen ausreichenden Reisekrankenversicherungsschutz
- Abonnieren Sie unseren Newsletter oder nutzen Sie unsere App „Sicher Reisen"
- Folgen Sie uns auf Twitter: AA_SicherReisen
- Registrieren Sie sich in unserer Krisenvorsorgeliste 

Aktuelles

Ausnahmezustand an der Grenze zu Belarus

Mit Hinweis auf illegale Grenzübertritte aus Belarus hat die lettische Regierung im dortigen Grenzbereich für den Zeitraum vom 11. August 2021 bis 10. Februar 2022 einen nationalen Ausnahmezustand verhängt. Es ist mit verstärkten Personenkontrollen in diesem Bereich zu rechnen.

COVID-19

Die Ausbreitung von COVID-19 kann weiterhin zu Einschränkungen im internationalen Luft- und Reiseverkehr und Beeinträchtigungen des öffentlichen Lebens führen.

Vor nicht notwendigen, touristischen Reisen nach Lettland wird derzeit gewarnt.  

Epidemiologische Lage

Lettland ist von COVID-19 stark betroffen und ist als Hochrisikogebiet eingestuft. Aktuelle und detaillierte Zahlen bietet das European Centre for Disease Prevention and Control (ECDC).

Einreise

Reisende aus der EU (einschließlich Deutschland), Island, Liechtenstein, Norwegen, der Schweiz und dem Vereinigten Königreich dürfen ohne triftigen Grund nach Lettland einreisen.

Die zehntägige Quarantänepflicht sowie die Pflicht zur Vorlage eines negativen PCR-Tests entfällt für Personen, die:

  • bei Einreise ein Digitales COVID-Zertifikat der EU vorlegen,
  • in den letzten sechs Monaten von COVID-19 genesen sind und einen Nachweis darüber vorlegen können,
  • einen Nachweis über eine vollständige Impfung gegen COVID-19 vorlegen können und sich in den letzten 14 Tagen nur in der EU, den Ländern des Europäischen Wirtschaftsraums, der Schweiz oder dem Vereinigten Königreich aufgehalten haben. Weitere Informationen bietet die Webseite des lettischen Außenministeriums.

Bei Einreise aus Drittländern ist weiterhin ein negativer PCR-Test vorzulegen, der nicht älter als 72 Stunden sein darf. Die Quarantänepflicht bleibt bestehen. Der Testbefund muss bereits bei der elektronischen Einreiseregistrierung angegeben werden.

Es besteht bei Einreise nach Lettland eine Registrierungspflicht für alle Reisenden. 48 Stunden vor der geplanten Einreise ist ein elektronischer Fragebogen auszufüllen. Der nach der Registrierung erhaltene QR-Code ist den Grenzbeamten bei der Einreise vorzuzeigen und während der gesamten Dauer des Aufenthaltes für Kontrollen bereitzuhalten. Falls ein Aufenthalt von weniger als zehn Tagen geplant ist, darf man unter Einhaltung der Quarantänevorschriften an dem im Fragebogen für die Ausreise angegebenen Tag aus Lettland ausreisen.

Weitere Auskünfte erteilt das COVID-19-Informationszentrum zwischen 8:30 und 17 Uhr unter der Telefonnummer +371-6738 7661 in englischer Sprache. Das Informationszentrum kann auch per E-Mail erreicht werden.

Durch- und Weiterreise

Die Registrierungs- und Testpflicht gilt auch für die Durchreise. Die Durchreise muss innerhalb von 12 Stunden erfolgen ab Einreiseregistrierung. Davon ausgenommen sind internationale Flugpassagiere, die einen Aufenthalt von bis zu 48 Stunden haben, Crewmitglieder mit 72 Stunden Aufenthalt, Flugpassagiere, die sich nicht länger als 24 Stunden im Transitbereich aufhalten und einen Anschlussflug nachweisen können. Schiffs- und Flugzeug Besatzungsmitglieder sowie Seefahrer, die sich auf dem Hin- oder Rückweg zu ihrem Schiff befinden, haben keine Zeitbegrenzung für die Durchreise.

Die Grenze zu Weißrussland ist bis auf weiteres geschlossen.

Reiseverbindungen

Derzeit bestehen mehrere Flugverbindungen von Riga nach Deutschland. Informationen dazu erteilen die jeweiligen Fluggesellschaften. Es besteht Maskenpflicht.

Der Flughafen in Riga veröffentlicht aktuelle Hinweise mit einem Banner in roter Schrift.

Beschränkungen im Land

Am 11. Oktober 2021 hat die lettische Regierung für drei Monate den nationalen Notstand ausgerufen. Für nicht geimpfte Personen treten einschneidende Einschränkungen in Kraft.

Vollständig Geimpfte und von COVID-19 Genesene haben Zugang zu allen geöffneten Geschäften. Der Nachweis und die Überprüfung der Impfung über das Digitale COVID-Zertifikat der EU sind möglich.

Seit dem 15. November 2021 sind die Außen- und Innengastronomie und Einkaufszentren mit gewissen Einschränkungen (2G-Regel) geöffnet. Einkaufszentren sind am Wochenende und an Feiertagen geschlossen. Märkte im Freien finden unter Einhaltung von Hygienemaßnahmen statt. Es gibt keine Weihnachtsmärkte. Die Freiluftbereiche von Museen und Naturpfade sind geöffnet. Museen und Bibliotheken sind unter Auflagen geöffnet. Sporttraining im Freien ist unter Auflagen gestattet. Für Geimpfte und genesene Personen mit Digitalem COVID-Zertifikat der EU gelten weitere Erleichterungen.

Hygieneregeln

In den öffentlichen Verkehrsmitteln ist das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes Pflicht. Ein Abstand von zwei Meter ist wo immer möglich einzuhalten. Der Mund-Nasen-Schutz muss in allen Innenbereichen getragen werden, sobald mehr als eine Person anwesend ist. Dies gilt auch am Arbeitsplatz, in Geschäften, Supermärkten, Postämtern, Tankstellen und an anderen Orten, an denen Verkäufe stattfinden. Das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes ist auch an Bahnhöfen, Bushaltestellen, Flughäfen sowie an kulturellen und religiösen Orten Pflicht.

Empfehlungen

  • Seien Sie bei allen Reisen weiterhin besonders vorsichtig und beachten Sie unsere fortlaufend aktualisierte Infobox zu COVID-19/Coronavirus.
  • Achten Sie bei Einreise nach Deutschland auf die geltenden Einreisevoraussetzungen zu Anmelde-, Quarantäne- und Nachweisregelungen (vollständige Impfung oder Genesenennachweis oder aktueller negativer COVID-19-Test).
  • Beachten Sie die ausführlichen Informationen zur Gesundheitslage auf der Grundlage von Daten des ECDC, bestehende Beschränkungen einschließlich der Quarantäne- und Testanforderungen für Reisende und mobile Coronavirus-Kontaktnachverfolgungs- und Warn-Apps auf Re-open EU.
  • Informieren Sie sich über detaillierte Maßnahmen und ergänzende Informationen der lettischen Behörden.
  • Prüfen Sie vor Einreise die aktuellen Grenzwerte und Inzidenzen beim Lettischen Zentrum für Seuchenkontrolle und -Prävention.
  • Bei COVID-19-Symptomen oder Kontakt mit Infizierten, kontaktieren Sie die Behörden unter der Rufnummer 8303.


Sicherheit

Terrorismus

  • Beachten Sie den weltweiten Sicherheitshinweis.

Kriminalität

An touristisch frequentierten Plätzen, insbesondere in der Nähe des Rigaer Hauptbahnhofs, kommt es zu Kleinkriminalität wie Taschendiebstählen.

Autodiebstahl und -aufbrüche sind vielerorts möglich, insbesondere auf nicht bewachten Parkplätzen und wenn Wertsachen oder Gepäckstücke im Fahrzeug erkennbar sind.

In Bars und anderen Lokalitäten kann es wie vielerorts vereinzelt zu Kreditkartenbetrug, überhöhten Rechnungen und seltener auch zum Einsatz von Betäubungsmitteln in Getränken kommen. Vertrauenswürdige Bars sind durch ein Gütesiegel des Rigaer Tourismusverbandes als „tourist-friendly" gekennzeichnet.

Bei Reisen mit Kraftfahrzeugen sollten angesichts einiger Diebstähle möglichst nur bewachte Parkplätze benutzt und keine Wertsachen, Papiere oder Gepäckstücke im Auto zurückgelassen werden.

  • Bewahren Sie Geld, Ausweise, Führerschein, Flugscheine und andere wichtige Dokumente sicher und möglichst getrennt voneinander auf und fertigen Sie Kopien.
  • Lassen Sie Gepäck, Ihre Kreditkarte und auch Getränke in Bars nie unbeaufsichtigt.
  • Benutzen Sie mit dem Fahrzeug möglichst nur bewachte Parkplätze und lassen Sie keine Wertsachen oder Gepäckstücke im Auto zurück.
  • Bevorzugen Sie bargeldlose Zahlungen und nehmen Sie nur das für den Tag benötigte Bargeld und keine unnötigen Wertsachen mit.
  • Seien Sie in größeren Menschenmengen wie an Flughäfen, Bahnhöfen, auf Märkten und in öffentlichen Verkehrsmitteln besonders aufmerksam und achten Sie auf Ihre Wertsachen.
  • Seien Sie bei ungewohnten E-Mails, Gewinnmitteilungen, Angeboten und Hilfsersuchen angeblicher Bekannter skeptisch. Teilen Sie keine Daten von sich mit, sondern vergewissern Sie sich ggf. persönlich oder wenden Sie sich an die Polizei.

Natur und Klima

Es herrscht gemäßigtes Klima, aber mit erheblichen jahreszeitlichen Temperaturschwankungen.
Im Winter kann es zu extremer Kälte, Schneefällen und Winterstürmen kommen.

  • Beachten Sie stets Verbote, Hinweisschilder und Warnungen sowie die Anweisungen lokaler Behörden.

Reiseinfos

Infrastruktur/Verkehr

Die Verkehrswege können aufgrund von Maßnahmen im Zusammenhang zur Eindämmung von COVID-19 beeinträchtigt sein, siehe Aktuelles.

Es gibt Flug-, Eisenbahn- und Fährverbindungen. Die touristische Infrastruktur ist insbesondere in Riga sehr gut ausgebaut und auf dem Lande meist einfach, aber zufriedenstellend.
In Riga steht ein guter öffentlicher Nahverkehr zur Verfügung.

Straßen sind oft in einem schlechten Zustand, Nebenstrecken teilweise noch unbefestigt.

Die Zahl der Verkehrstoten in Lettland ist hoch. Entsprechende Vorsicht ist geboten.

Vom 1. Dezember bis 31. März gilt in Lettland Winterreifenpflicht.
Es ist ganzjährig auch tagsüber vorgeschrieben, mit Abblendlicht zu fahren.
In Lettland gilt die 0,5-Promillegrenze, für Personen, die den Führerschein noch keine zwei Jahre besitzen, gilt 0,2 Promille. Es finden strenge Kontrollen statt.

Bei der Einreise mit dem Pkw sind neben dem Führerschein in der Regel auch die Fahrzeugpapiere vorzuweisen. Die Mitnahme der grünen Versicherungskarte wird empfohlen, um ggf. den bestehenden Versicherungsschutz des Pkw nachweisen zu können.

Bei Unfällen mit Beteiligung eines lettischen Pkw, für den keine Haftpflichtversicherung abgeschlossen wurde, kann die Agentur für Kfz-Versicherungen Motor Insurers' Bureau of Latvia in Zusammenarbeit mit örtlichen Versicherungsgesellschaften bei der Erstattung des entstandenen Schadens behilflich sein.

Bei Taxifahrten wird empfohlen, nur offizielle Taxis mit beleuchtetem Schild und gelben Kennzeichen, beginnend mit TX oder TQ, zu nutzen und auf die Verwendung von Taxametern zu achten. Bei Fahrten ab dem Flughafen Riga sind auch unter den offiziellen Taxis erhebliche Preisschwankungen möglich. Vor Fahrtantritt sollten die geltenden Tarife geprüft werden.

Die Rigaer Polizei hat, neben der einheitlichen Nutrufnummer 112, für Touristen in Schwierigkeiten eine englischsprachige Hotline eingerichtet: +371 67 18 18 18.

Die lettische Tourismusagentur bietet für Touristen darüber hinaus eine 24-Stunden-Hotline für Notfälle und allgemeine Auskünfte an, zum Teil auch in deutscher Sprache: +371 11 88.

Führerschein

Der deutsche Führerschein ist für touristische Aufenthalte ausreichend.

LGBTIQ

In Lettland besteht kein strafrechtliches Verbot für einvernehmliche homosexuelle Handlungen zwischen erwachsenen Personen. In ländlichen Gegenden ist die gesellschaftliche Akzeptanz dennoch geringer ausgeprägt als in urbanen Zentren.

  • Beachten Sie die allgemeinen Hinweise für LGBTIQ.

Rechtliche Besonderheiten

Der Besitz jeglicher Drogen ist in Lettland verboten und wird strafrechtlich mit vergleichsweise hohen Strafen geahndet.

Fahren unter Alkoholeinfluss wird strafrechtlich sehr streng mit hohen Strafen bis zum Entzug des Führerscheins und Ordnungshaft geahndet.

Das Trinken von Alkohol auf offener Straße ist verboten. Ausnahme hiervon bildet lediglich der Ausschank alkoholischer Getränke in Straßencafés etc.

Geld/Kreditkarten

Zahlungsmittel ist der Euro. Das Abheben von Bargeld an Geldautomaten und die Bezahlung mit Kreditkarten sind überall möglich.

Einreise und Zoll

Ein- und auch Durchreisebestimmungen können aufgrund von Maßnahmen zur Eindämmung von COVID-19 derzeit abweichen, siehe Aktuelles.

Einreise- und Einfuhrbestimmungen für deutsche Staatsangehörige können sich kurzfristig ändern, ohne dass das Auswärtige Amt hiervon vorher unterrichtet wird. Rechtsverbindliche Informationen und/oder über diese Hinweise hinausgehende Informationen zu den Einreise- und Zollbestimmungen zur Einfuhr von Waren erhalten Sie nur direkt bei den Vertretungen Ihres Ziellandes.
Die Zollbestimmungen für Deutschland können Sie auf der Webseite des deutschen Zolls  und per App "Zoll und Reise" finden oder dort telefonisch erfragen.

Reisedokumente

Die Einreise ist für deutsche Staatsangehörige mit folgenden Dokumenten möglich:

  • Reisepass: Ja
  • Vorläufiger Reisepass: Ja
  • Personalausweis: Ja
  • Vorläufiger Personalausweis: Ja, muss gültig sein
  • Kinderreisepass: Ja

Anmerkungen/Mindestrestgültigkeit:
Lettland ist Vertragspartei des Europäischen Übereinkommens über die Regelung des Personenverkehrs zwischen den Mitgliedsstaaten des Europarates vom 13.12.1957. Reisedokumente außer dem vorläufigen Personalausweis dürfen seit höchstens einem Jahr abgelaufen sein.

Minderjährige

Es sind keine besonderen Bestimmungen für die Einreise von Minderjährigen bekannt.

  • Beachten Sie ggf. die Hinweise für eine Einverständniserklärung für Minderjährige.

Einfuhrbestimmungen

Die Ein- und Ausfuhr von Waren unterliegt den Bestimmungen der Europäischen Union. Der Grundsatz keiner Warenkontrollen schließt Stichprobenkontrollen im Rahmen der polizeilichen Überwachung der Grenzen und der polizeilichen Kontrolle des grenzüberschreitenden Verkehrs nicht aus.

Heimtiere

Für Reisen mit bestimmten Heimtieren (Hunde, Katzen, Frettchen) in Länder der Europäischen Union mit Ausnahme von Irland, Großbritannien, Malta und Finnland, wo abweichende Bestimmungen gelten, ist ein EU-Heimtierausweis erforderlich. Er dient u. a. als Nachweis, dass das Tier gegen Tollwut geimpft ist.
Einen Musterausweis sowie weitergehende Informationen bietet das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft.

Gesundheit

Aktuelles

Die Weltgesundheitsorganisation WHO hat die Erkrankung COVID-19, die durch das neuartige Coronavirus SARS-CoV-2 ausgelöst wird, zur Pandemie erklärt.

  • Beachten Sie die fortlaufend aktualisierten Informationen zu COVID-19 sowie die Hinweise im Merkblatt COVID-19, auf den Seiten der WHO, des RKI und der BZgA.

Masern

Die WHO hat im Januar 2019 das Verzögern oder Auslassen von Impfungen zur Bedrohung der globalen Gesundheit erklärt. Insbesondere der fehlende Impfschutz gegen Masern birgt bei international steigenden Fallzahlen ein hohes Risiko.

  • Überprüfen Sie im Rahmen der Reisevorbereitung Ihren sowie den Impfschutz Ihrer Kinder gegen Masern und lassen diesen ggf. ergänzen.

Impfschutz

Für die direkte Einreise aus Deutschland sind keine Pflichtimpfungen vorgeschrieben.

  • Achten Sie darauf, dass sich bei Ihnen und Ihren Kindern die Standardimpfungen gemäß Impfkalender des Robert-Koch-Instituts auf dem aktuellen Stand befinden.
  • Als Reiseimpfungen werden Impfungen gegen Hepatitis A, bei Langzeitaufenthalt oder besonderer Exposition auch gegen FSME, Hepatitis B und ggf. Tollwut empfohlen.
  • Beachten Sie die Anwendungshinweise und Hilfen für die Indikationsstellung im Merkblatt Reise-Impfempfehlungen.
  • Aktuelle, detaillierte Reiseimpfempfehlungen für Fachkreise bietet die DTG.

FSME

Landesweit kommt es von April – Oktober zur Übertragung der Frühsommer Meningoenzephalitis (FSME) durch Zeckenbisse. Bei Aufenthalten in dieser Zeit ist eine Impfung gegen FSME empfohlen. Auch an die Möglichkeit einer Erkrankung an Borreliose muss nach einem Zeckenbiss gedacht werden.

HIV/AIDS

Durch sexuelle Kontakte, bei Drogengebrauch (unsaubere Spritzen oder Kanülen) und Bluttransfusionen besteht grundsätzlich ein hohes HIV-Übertragungsrisiko.

  • Verwenden Sie stets Kondome, insbesondere bei Gelegenheitsbekanntschaften.

Medizinische Versorgung

Die medizinische Grundversorgung ist gewährleistet und entspricht in der Regel dem europäischen Standard.
Bei einem Unfall oder einer akuten Erkrankung besteht in Lettland für alle Personen, die in Deutschland gesetzlich versichert sind, ein Anspruch auf ärztliche Behandlung. Als Nachweis ist die von Ihrer Krankenkasse ausgestellte europäische Krankenversicherungskarte (EHIC) vorzulegen.

  • Schließen Sie für die Dauer des Auslandsaufenthaltes eine Auslandsreise-Kranken- und Rückholversicherung ab. Ausführliche Informationen bietet die Deutsche Verbindungsstelle Krankenversicherung - Ausland.
  • Lassen Sie sich vor einer Reise durch einen Reisemediziner persönlich beraten und Ihren Impfschutz anpassen. Entsprechende Ärzte finden Sie z. B. über die DTG.

Bitte beachten Sie neben dem generellen Haftungsausschluss: 

  • Alle Angaben sind zur Information medizinisch Vorgebildeter gedacht. Sie ersetzen nicht die Konsultation eines Arztes.
  • Die Empfehlungen sind auf die direkte Einreise aus Deutschland in ein Reiseland, insbes. bei längeren Aufenthalten vor Ort, zugeschnitten. Für kürzere Reisen, Einreisen aus Drittländern und Reisen in andere Gebiete des Landes können Abweichungen gelten.
  • Alle Angaben sind stets auch abhängig von den individuellen Verhältnissen des Reisenden und erfordern ggf. eine medizinische Beratung.
  • Die medizinischen Hinweise sind trotz größtmöglicher Bemühungen immer nur ein Beratungsangebot. Sie können weder alle medizinischen Aspekte abdecken, noch alle Zweifel beseitigen oder stets vollkommen aktuell sein. Für Ihre Gesundheit bleiben Sie selbst verantwortlich.

Länderinfos zu Ihrem Reiseland

Hier finden Sie Adressen zuständiger diplomatischer Vertretungen und Informationen zur Politik und zu den bilateralen Beziehungen mit Deutschland.

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Weitere Hinweise für Ihre Reise

Weitere wichtige Hinweise für Ihre Reise

Weitere Informationen
Allgemeines

Offizieller Name des Staates

Republik Lettland.

Hauptstadt

Riga.

Geographie

Lettland ist ein baltischer Staat, er liegt an der Ostsee und grenzt im Norden an Estland, im Süden an Litauen, im Osten an die Russische Föderation und im Südosten an Belarus. 43% der Landesfläche sind bewaldet. Es gibt vier Landschaftsregionen: Kurland, Semgallen, Livland und das Seen- und Hügelland Lettgallen. Zur Küste hin ist die Landschaft überwiegend flach. Der östliche Landesteil ist hügelig mit zahlreichen Wäldern und Seen. Es gibt 12.000 Flüsse in Lettland, davon sind nur 17 mehr als 100 km lang. Der größte Fluss ist die Daugava.

Regierung

Republik seit 1991. Die lettische Verfassung von 1922 ist seit 1993 wieder in Kraft, nachdem sie 1940 während der sowjetischen Besetzung Lettlands annulliert worden war. Letzte Verfassungsänderung: 2007. Parlament (Saeima) mit 100 Mitgliedern. Unabhängig seit 1991. Lettland ist EU-Mitglied.

Staatsoberhaupt

Egils Levits, seit Juli 2019.

Regierungschef

Premierminister Arturs Krišjānis Kariņš, seit Januar 2019.

Elektrizität

230 V, 50 Hz. Euro-Norm-Stecker.

Zeitzone

Eastern European Time: MEZ +3 (MEZ +4 vom 28 März bis 31 Oktober 2021)

Übersicht

Das an der Ostsee gelegene Lettland verfügt über eine bemerkenswert vielgestaltige und schöne Landschaft, besonders, wenn man seine geringe Größe bedenkt. Besonders beeindruckend sind die ruhige Bucht von Riga und die wilde Ostsee mit ihren scheinbar endlosen, oft einsamen Sandstränden.
Da dramatische Landesinnere, dessen größter Teil von Naturschutzgebieten eingenommen wird, besteht aus riesigen Wäldern sowie zahlreichen Seen und Flüssen.
Riga ist die größte und touristisch wichtigste der baltischen Hauptstädte. Der historische Stadtkern wurde zum UNESCO Weltkulturerbe erklärt, und die Jugendstilgebäude zählen zu den schönsten in ganz Europa. Daneben hat sich Riga auch durch sein reges Nachtleben einen Namen gemacht.
Außerhalb der Hauptstadt gibt es mittelalterliche Städte und Burgen, Museen und Volksparks, Festungsruinen und stolze Paläste zu entdecken. Lettland, das lange als europäischer Geheimtipp galt, ist auf dem besten Weg, eine Top-Reisedestination zu werden.
 

Anreise

Anreise mit dem Flugzeug

Tägliche Direktverbindungen von Frankfurt/M. nach Riga werden von Lufthansa (LH) und Air Baltic (BT) angeboten.

Außerdem fliegt Air Baltic (BT) ab Berlin, Düsseldorf, Hamburg, München, Stuttgart, Zürich und Genf nonstop nach Riga.

Austrian Airlines (OS) und Air Baltic (BT) fliegen von Wien direkt nach Riga.

Ryanair (FR) verbindet Berlin, Bremen, Köln/Bonn, Frankfurt Hahn und Memmingen nonstop mit Riga.

Ryanair (FR) fliegt auch ab Wien nach Riga.

Flugzeiten

Frankfurt/M. - Riga: 2 Std.; Wien - Riga: 2 Std. 15 Min.; Zürich - Riga: 2 Std. 30 Min.

 

Anreise mit dem Pkw

Auto: Von Deutschland und der Schweiz aus gestaltet sich die Anreise am einfachsten über Polen und Litauen. Auf dieser Strecke sind keine Visa nötig, da sie ausschließlich durch die EU führt. Von Österreich aus durchquert man zunächst Tschechien, um nach Polen zu gelangen.

Mehrere Verbindungsstraßen führen von Lettland aus nach Estland (Grenzübergänge: Ainazi, Valka, Veclaicene), nach Litauen (Grenzübergänge: Daugavpils, Subate, Bauska, Eleja, Ezere, Nica), in die Russische Föderation (Grenzübergänge: Karsava, Zilupe) und nach Belarus (Grenzübergänge: Paternieki, Silene).

Fernbus: Eurolines fährt von Deutschland, Österreich und der Schweiz nach Lettland.

Maut: Fahrten mit dem Pkw sind in Lettland mautfrei. Nur für Fahrzeuge über drei Tonnen im Güterverkehr wird Maut fällig.

Unterlagen: Der nationale Führerschein ist in Lettland ausreichend.

 

Anreise mit der Bahn

Lettlands wichtigste Eisenbahngesellschaft Latvijas dzelzceļš betreibt ein gut ausgebautes, sternförmig auf Riga zulaufendes Streckennetz, das Verbindungen nach Russland, in die ehemaligen sowjetischen Länder sowie nach Estland und Litauen bietet.

Von Berlin nach Riga gibt es eine Verbindung über Warschau und Vilnius. Bei der Nachtverbindung von Berlin über Minsk (Belarus) nach Riga benötigen Reisende ein belorussisches Transitvisum, das vor der Abreise besorgt werden muss. Der direkte Nachtzug von Minsk nach Riga fährt nur jeden zweiten Tag.

 

Anreise mit dem Schiff

Die drei großen Häfen Lettlands sind Liepaja, Riga und Ventspils.

Kreuzfahrtschiffe

U.a. haben folgende Reedereien auf ihren Kreuzfahrten Riga im Programm: AIDA, Phoenix, TUI Cruises, Plantours, MSC Kreuzfahrten, TransOcean und Hansa Touristik.

Fähranbieter

Stena Line bietet mehrmals wöchentlich Fährverbindungen zwischen Travemünde und Liepaja an.

Tallink Silja verbindet regelmäßig Stockholm mit Riga.

 

Vor Ort unterwegs

Unterwegs mit dem Flugzeug

Die lettische Fluglinie Air Baltic (BT) verbindet Liepāja regelmäßig nonstop mit Riga (Flugzeit: 40 Min.).

 

Unterwegs mit dem Auto/dem Bus

Lettland hat im europäischen Vergleich ein sehr weitmaschiges Straßennetz, das jedoch alle Landesteile verbindet.

Maut: Fahrten mit dem Pkw sind mautfrei.

Tankstellen sind flächendeckend zu finden und oft rund um die Uhr geöffnet. In der Regel kann mit Kreditkarten bezahlt werden.

Rechtsverkehr/Linksverkehr

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Zustand der Straßen

Überregionale Straßen sind meist in einem guten Zustand, weniger befahrene Straßen allerdings oft unbefestigt.

Staßenklassifizierung

Das lettische Straßennetz umfasst:
- Hauptstraßen, die sternförmig auf Riga ausgerichtet und teilweise autobahnartig ausgebaut sind (Kennzeichnung: A und eine Nummer);
- Staatsstraßen 1. Ordnung, die die verschiedenen Verwaltungsbezirke miteinander verbinden (Kennzeichnung: P und eine Nummer);
- Staatsstraßen 2. Ordnung, die Orte innerhalb der Verwaltungsbezirke verbinden (Kennzeichnung: V und eine Nummer).

Autovermietung

Die Buchung ist über Hotels möglich; Vorausbestellung wird empfohlen. Angeboten werden westliche Marken aller Klassen auch mit Chauffeurservice. Einwegmieten sind ebenfalls im Angebot. Autovermietungen verlangen in Lettland oft zusätzlich zum nationalen einen internationalen Führerschein.

Fahrer müssen mindestens 21 Jahre alt sein (je nach Fahrzeugkategorie oft unterschiedlich) und seit mindestens einem Jahr den Führerschein besitzen. Oft zahlen Fahrer unter 25 Jahren vor Ort zusätzlich eine Jungfahrergebühr.

Taxi

Taxis sind überall verfügbar. Bei kürzeren Strecken ist es ratsam, einen Beleg zu verlangen, um nicht unnötig viel zu bezahlen. Bei längeren Strecken bringen Verhandlungen oft große Preisvorteile, was zumeist nur in Taxis möglich ist, die per Telefon gerufen wurden.

Fahrrad

In Riga und Jurmala bietet Sixt an einer Vielzahl von Stationen Leihfahrräder an. In Bulduri und Kemeri können Fahrräder am Bahnhof geliehen werden; in ländlichen Regionen und Kleinstädten oft bei Gaststätten.

Roller können in Riga bei diversen Verleihern gemietet werden.

Reisebus

Busse sind in Lettland das am meisten genutzte öffentliche Verkehrsmittel. Der Busbahnhof in Riga befindet sich hinter dem Hauptbahnhof. Von hier aus starten Busse ins ganze Land. Fahrkarten sind online bei Autoosta, an den Verkaufsstellen am Busbahnhof sowie an Automaten erhältlich.

Die auf dem Land verkehrenden Kleinbusse sind oft sehr unpünktlich; die Fahrpreise allerdings sehr günstig.

Vorschriften

Verkehrsbestimmungen:
- Gurtanlegepflicht.
- Promillegrenze: 0,5 ‰. Fahrer, die ihren Führerschein erst weniger als 2 Jahre besitzen: 0,2 ‰. 
- Abblendlicht muss auch tagsüber eingeschaltet sein.
- Telefonieren am Steuer ist nur mit einer Freisprecheinrichtung erlaubt.
- Kinder bis zu einer Größe von 1,50 m müssen in Kindersitzen befördert oder mit dem Hüftgurt des Sicherheitsgurts gesichert werden.
- Winterreifen sind vom 01.12.-01.03. für alle Fahrzeuge unter 3,5 Tonnen vorgeschrieben.

Die Ampelschaltung ist anders als in Deutschland: Grün - blinkendes Grün - Gelb - Rot. Das blinkende Grün entspricht Gelb in Deutschland. Wenn die Ampel auf Gelb steht, darf nicht mehr gefahren werden.

Geschwindigkeitsbegrenzungen:
- innerorts: 50 km/h;
- außerorts: 90 km/h;
- Schnellstraßen 90-100 km/h (Beschilderung beachten).

Pannenhilfsdienst

Der ADAC-Auslands-Notruf bietet ADAC-Mitgliedern und Inhabern eines ADAC-Auslandskranken‑ und ‑unfallschutzes umfangreiche Hilfeleistungen bei Fahrzeugpannen, Verkehrsunfällen, Verlusten von Dokumenten und Geld bis hin zu medizinischen Notfällen. Die Notrufnummer ist rund um die Uhr erreichbar; bei Fahrzeugschäden: Tel. +49 (89) 22 22 22, bei Erkrankungen: +49 (89) 76 76 76.

Der ADAC Partnerklub in Riga ist Latvijas automoto biedriba (LAMB), Tel. +371 67 56 62 22. Notruf: Tel. 1888.

Dokumentation

Der EU-Führerschein wird in Lettland anerkannt. Inhaber älterer deutscher Führerscheine sollten zusätzlich einen internationalen Führerschein mitführen. Für Staatsangehörige der EU- und EFTA-Länder gilt als Versicherungsnachweis das Autokennzeichen.

Dennoch wird EU- und EFTA-Bürgern empfohlen, die Internationale Grüne Versicherungskarte mitzunehmen, um bei eventuellen Schadensfällen in den Genuss des vollen Versicherungsschutzes zu kommen und die Unfallaufnahme zu erleichtern. Ansonsten gilt der gesetzlich vorgeschriebene minimale Haftpflicht-Versicherungsschutz.

 

Unterwegs in der Stadt

In Riga fahren Straßenbahnen, Trolleybusse, Busse und Taxis.

Das städtische Unternehmen Rigas Satiksme betreibt die öffentlichen Verkehrsmittel. Die Fahrkarten für Busse und Straßenbahnen werden in Kiosken und Geschäften verkauft oder können direkt beim Fahrer erworben werden.

 

Vor Ort unterwegs mit der Bahn

Das Streckennetz der lettischen Eisenbahngesellschaft Latvijas dzelzceļš verbindet Riga regelmäßig mit allen größeren Städten des Landes. Der Hauptbahnhof ist Stacijas laukums. Fahrkarten können vor Ort am Bahnhof oder für die meisten Strecken auch online erworben werden.

Banitis betreibt Lettlands letzte funktionstüchtige Schmalspurbahn auf der Strecke Gulbene - Aluksne (33 km).

 

Unterwegs mit dem Schiff

Entlang der Küste liegen einige kleine Häfen mit Yacht-Anlegestellen: Riga, Roja, Salacgriva, Pavilosta, Ventspils, Skulte, Engure, Mersrags, Liepaja und Lielupe.

 

Gesundheitsvorsorge

Übersicht

Die medizinische Versorgung entspricht nicht deutschem Standard. Für Staatsangehörige der EU- und EFTA-Länder gilt die Europäische Krankenversicherungskarte (EHIC). Die EHIC regelt die Versorgung und Kostenrückerstattung beim Krankheitsfall für EU- und EFTA-Staatsbürger. EHIC-Inhaber wenden sich im Krankheitsfall direkt an einen Allgemeinmediziner, der Vertragsarzt der lettischen Krankenversicherung (Veselibas obligatas apdrosinasanas valsts agentura - VOAVA) ist. Informationen zu Vertragsärzten sind in Lettland unter der gebührenfreien Service-Nummer 800 12 34 erhältlich.

In der EHIC ist kein Rücktransport nach einer schweren Erkrankung oder einem Unfall im Ausland enthalten. Die gesetzlichen Krankenkassen dürfen diese Leistung nicht anbieten. Einen Rücktransport bezahlen nur private Reiseversicherungen. Es wird deshalb empfohlen für die Dauer des Aufenthalts eine Auslandsreise-Krankenversicherung abzuschließen, die Risiken abdeckt, die von den gesetzlichen Krankenkassen nicht übernommen werden.

Andere Risiken

Die vom Robert-Koch-Institut empfohlenen Standardimpfungen für Kinder und Erwachsene (u.a. gegen Tetanus, Diphtherie, Pertussis (Keuchhusten), Mumps, Masern, Röteln, Pneumokokken, Poliomyelitis und Influenza) sollten vor der Reise ggf. aufgefrischt werden.

Lettland ist das einzige EU-Land, in dem Diphtherie endemisch ist. Impfschutz ist möglich und empfehlenswert.

Landesweit besteht das Übertragungsrisiko von Borreliose durch Zecken v.a. in Gräsern, Sträuchern und im Unterholz. Hauptübertragungszeit ist April bis Oktober. Schutz bieten hautbedeckende Kleidung und insektenabweisende Mittel.

Auch die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) wird von April bis Oktober durch Zecken übertragen. Sie kommen insbesondere in ländlichen Gebieten um Riga vor. In einzelnen Fällen wurde eine Übertragung von FSME-Viren durch unpasteurisierte Schafs- und Ziegenmilch gemeldet. Eine Impfung ist möglich.

Hepatitis A und Hepatitis B kommen vor. Eine Hepatitis A-Schutzimpfung wird generell empfohlen. Die Impfung gegen Hepatitis B sollte bei längerem Aufenthalt und engem Kontakt zur einheimischen Bevölkerung sowie allgemein bei Kindern und Jugendlichen erfolgen.

HIV/Aids ist eine Gefahr für alle, die Infektionsrisiken eingehen: Ungeschützte Sexualkontakte, unsaubere Spritzen oder Kanülen und Bluttransfusionen können ein erhebliches Gesundheitsrisiko bergen.

Tollwut kommt gebietweise vor. Hauptüberträger sind streunende Hunde, Katzen, Waldtiere und Fledermäuse. Für Rucksackreisende, Kinder, berufliche Risikogruppen und bei längeren Aufenthalten wird eine Impfung empfohlen. Bei Bisswunden so schnell wie möglich ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen.

Tuberkulose kommt landesweit vor. Die Ansteckung erfolgt von Mensch zu Mensch über Tröpfcheninfektion. Bei besonderer Exposition sollte eine Impfung in Erwägung gezogen werden.

Gesundheitszeugnis

In Lettland und in anderen EU-Ländern gilt neben dem digitalen COVID-19-Impfpass (EU Digital COVID Certificate) auch der Nachweis des COVID-Impfstatus mit dem Impfausweis in Papierform. Lettland akzeptiert das Schweizer COVID-Zertifikat.

Geld

Währung

1 Euro = 100 Cents. Währungskürzel: €, EUR (ISO-Code). Banknoten gibt es in den Werten 5, 10, 20, 50, 100, 200 und 500 Euro, Münzen in den Nennbeträgen 1 und 2 Euro, sowie 1, 2, 5, 10, 20 und 50 Cents.  

Kreditkarten

Mastercard, Visa, American Express, JCB und Diners Club werden von vielen Hotels und Tankstellen der größeren Städte angenommen. Einzelheiten vom Aussteller der betreffenden Kreditkarte. An den zahlreich vorhandenen Geldautomaten in allen kleineren und größeren Städten kann häufig auch mit der Kreditkarte und PIN-Nummer Geld abgehoben werden.

Geldautomaten

Girocard
Mit der Girocard (ehemals ec-Karte) wie Maestro-Karte, V Pay oder Sparcard und Pin-Nummer kann europaweit Bargeld in der Landeswährung von Geldautomaten abgehoben werden. In vielen europäischen Ländern ist es auch möglich, in Geschäften mit der Debitkarte zu bezahlen. Karten mit dem Cirrus-, V-Pay- oder Maestro-Symbol werden europaweit akzeptiert. Weitere Informationen von Banken und Geldinstituten. 

Achtung: Reisende, die mit ihrer Bankkundenkarte im Ausland bezahlen und Geld abheben wollen, sollten sich vor Reiseantritt bei ihrem Kreditinstitut über die Nutzungsmöglichkeit ihrer Karte informieren.  

Reiseschecks

Reiseschecks werden in Lettland nicht mehr akzeptiert. 

Öffnungszeiten der Bank

Mo-Fr 09.00-17.00 Uhr; manche Banken auch Sa 09.00-12.00 Uhr.

Devisenbestimmungen

Für Reisende innerhalb und von außerhalb der EU bestehen keine Beschränkungen für die Einfuhr oder Ausfuhr von Landes- und Fremdwährungen, aber es besteht Deklarationspflicht von Barmitteln ab einem Gegenwert von 10.000 € (auch Reiseschecks, anderen Währungen oder auf Dritte ausgestellte Schecks).

Geldwechsel

Wechselstuben (Valutas maiņa) sind in jeder Stadt zu finden. Die Gebühren für Geldwechsel variieren stark, daher ist zu empfehlen vor dem Wechsel die anfallende Gebühr zu erfragen.

Währungen

Sprache

Überblick

Amtssprache ist Lettisch. Russisch ist weit verbreitet. Machmal wird auch Englisch oder Deutsch verstanden, vor allem von jüngeren Letten.

Lettisch gehört zur indoeuropäischen Sprachfamilie und ist eng mit dem Litauischen verwandt. Geschrieben ähneln sich die beiden Sprachen und können z.T. verstanden werden, gesprochen unterscheiden sie sich jedoch so sehr, dass sich Letten und Litauer nicht gegenseitig verstehen können. 

Geschrieben wird in lateinischen Buchstaben. Diakritische Zeichen geben einen Hinweis auf die richtige Aussprache bestimmter Buchstaben, z.B. kennzeichnet ein Überstrich einen langen Vokal. Artikel gibt es in der lettischen Sprache nicht. Typisch ist außerdem das Anhängen eines -s/-is an maskuline bzw. eines -a/-e an feminine Substantive; dies gilt auch für ausländische Eigennamen, welche stets phonologisch in lettischer Rechtschreibung wiedergegeben werden (z.B. Viljams Šekspīrs für William Shakespeare oder Gerhard Šreders für Gerhard Schröder).

Redewendungen


  • Auf Wiedersehen = Uz redzēšanos

  • Acht = Astoņi

  • Ausgang = Izeja

  • Bitte = Lūdzu

  • Danke = Paldies

  • Dienstag = Otrdiena

  • Donnerstag = Ceturtdiena

  • Drei = Trīs

  • Eingang = Ieeja

  • Eins = viens

  • Freitag = Piektdiena

  • Fünf = Pieci

  • Hallo = Čau!/ Sveiki!

  • Ja = Jā

  • Mittwoch = Trešdiena

  • Montag = Pirmdiena

  • Nein = Nē

  • Neun = Deviņi

  • Samstag = Sestdiena

  • Sechs = Seši

  • Sieben = Septiņi

  • Sonntag = Svētdiena 

  • Toiletten = Mani sauc

  • Vier = četri

  • Wie viel kostet das? = Cik maksā tas?

  • Zehn = Desmit

  • Zwei = Divi

Zollfrei Einkaufen

Überblick

Folgende Artikel können (bei Einreise aus Nicht-EU-Ländern) zollfrei nach Lettland eingeführt werden:

Bei Einreise mit dem Flugzeug: 200 Zigaretten oder 100 Zigarillos oder 50 Zigarren oder 250 g Tabak (Personen ab 18 J.);
Bei Einreise über Land oder mit dem Schiff: 40 Zigaretten oder 20 Zigarillos oder 10 Zigarren oder 50 g Tabak (Personen ab 18 J.);
 
1 l Spirituosen mit einem Alkoholgehalt über 22% oder 2 l Spirituosen mit einem Alkoholgehalt von höchstens 22% oder Schaumwein (Personen ab 18 J.);
4 l Tafelwein (Personen ab 18 J.);
16 l Bier (Personen ab 18 J.);

Medikamente für den persönlichen Bedarf;
Geschenke/sonstige Waren bis zu einem Gesamtwert von 430 € (Flug- und Seereisen) bzw. 300 € (Reisen mit der Bahn/dem Auto); Kinder unter 15 Jahren generell 285 €.
(a) Wertvolle Gegenstände wie Schmuck und Pelze sollten deklariert werden.
(b) Für Kunstgegenstände, die über 50 Jahre alt sind, ist eine Ausfuhrgenehmigung der lettischen Behörden erforderlich.

Importbestimmungen

Reisende, die von außerhalb der Europäischen Union u.a. Fleisch- und Milcherzeugnisse in die EU einführen, müssen diese anmelden. Die Regelung gilt nicht für die Einfuhr von tierischen Produkten aus den EU-Staaten sowie aus Andorra, Liechtenstein, Norwegen, San Marino und der Schweiz. Wer diese Produkte nicht anmeldet, muss mit Geldstrafen oder strafrechtlicher Ahndung rechnen.

Verbotene Importe

Betäubungsmittel, Schusswaffen und Munition (Einfuhrgenehmigung erforderlich), unverarbeitete Milch und rohes Fleisch (siehe Einfuhrbestimmungen). Für lebendes Geflügel, Fleisch und Fleischerzeugnisse besteht im Reiseverkehr ein generelles Einfuhrverbot aus Drittländern (ausgenommen aus den Färöer, Grönland, Island, Liechtenstein und der Schweiz).

Import/Export in die EU

Der Warenverkehr innerhalb der EU ist für Reisende unbeschränkt, sofern die Waren für den persönlichen Bedarf und nicht für den Weiterverkauf bestimmt sind. Außerdem dürfen die Waren nicht in Duty-free-Shops gekauft worden sein. Über den persönlichen Eigenbedarf kann von den Reisenden ein Nachweis verlangt werden. Die Mitgliedstaaten haben das Recht, Verbrauchsteuern auf Spirituosen oder Tabakwaren zu erheben, wenn diese Produkte nicht für den Eigenbedarf bestimmt sind. 

Als persönlicher Bedarf gelten folgende Höchstmengen:
800 Zigaretten (Personen ab 17 J.);
400 Zigarillos (Personen ab 17 J.);
200 Zigarren (Personen ab 17 J.);
1 kg Tabak (Personen ab 17 J.);
10 Liter hochprozentige Alkoholika (Personen ab 17 J.);
20 Liter mit Alkohol angereicherter Wein (z. B. Port oder Sherry) (Personen ab 17 J.);
90 Liter Wein (davon höchstens 60 Liter Schaumwein) (Personen ab 17 J.);
110 Liter Bier (Personen ab 17 J.);
Parfüms und Eau de Toilette: Keine Beschränkungen, wenn nachgewiesen werden kann, dass die Menge für den persönlichen Verbrauch bestimmt ist.
Arzneimittel: Dem persönlichen Bedarf während der Reise entsprechende Menge.
Andere Waren: Der Warenverkehr innerhalb der EU ist für Reisende unbeschränkt. Ausgenommen davon sind jedoch Goldlegierungen und Goldplattierungen in unbearbeitetem Zustand oder als Halbzeug (Halbfabrikat) und Treibstoff. Kraftstoff darf nur mineralölsteuerfrei aus einem EG-Mitgliedstaat eingeführt werden, wenn er sich im Tank des Fahrzeuges oder in einem mitgeführten Reservebehälter befindet. Dabei wird eine Kraftstoffmenge von bis zu 10 Litern im Reservebehälter nicht beanstandet.

Wenn darüber hinausgehende Mengen dieser Waren mitgeführt werden, wäre z. B. eine Hochzeit ein Ereignis, mit dem sich ein Großeinkauf begründen ließe.
Anmerkung: Allerdings gibt es bestimmte Ausnahmen von der Regelung des unbeschränkten Warenverkehrs. Sie betreffen insbesondere den Neufahrzeugkauf und Einkäufe zu gewerblichen Zwecken. (Nähere Informationen hinsichtlich Steuern für Kraftfahrzeuge stehen im Leitfaden „Kauf von Waren und Dienstleistungen im Binnenmarkt“ der Europäischen Kommission.)

 

EU

Der Duty-free-Verkauf auf Flug- und Schiffshäfen wurde für Reisen innerhalb der EU abgeschafft. Nur noch Reisende, die die EU verlassen, können im Duty-free-Shop billig einkaufen. Bei der Einfuhr von Waren in ein EU-Land, die in Duty-free-Shops in einem anderen EU-Land gekauft wurden, gelten dieselben Reisefreimengen und derselbe Reisefreibetrag wie bei der Einreise aus nicht EU-Ländern.

Weitere Informationen sind vom lettischen Zoll (Internet: www.vid.gov.lv) erhältlich. 

Kommunikation

Telefon

Die Landesvorwahl ist 00371. 

Mobiltelefon

GSM 900, GSM 1800, 2G, 3G und 4G. Netzbetreiber in Lettland sind Tele2, Bite, LMT. Internationale Roaming-Abkommen bestehen. 

 

Auslandsroaming ist innerhalb der EU zum regulären Heimattarif des jeweiligen Anbieters nutzbar. Roaming-Gebühren wurden innerhalb der EU Mitte 2017 abgeschafft. Dennoch lohnt sich oft der Erwerb einer lettischen SIM-Karte, weil die Preise der lettischen Netzbetreiber in der Regel unter den EU-Preisen für Roaming liegen.

 

Die Benutzung eines Mobiltelefons am Steuer ist nur mit Freisprechanlage erlaubt.

Internet

Zehntausende von Tet-WiFi-Hot-Spots in ganz Lettland ermöglichen kostenlosen Zugang zum Internet. Bei kostenloser Nutzung erscheint in Intervallen Werbung. Die Orte mit Tet-WiFi-Hotspots sind oft durch Wi-Fi-Aufkleber gekennzeichnet.

Post

Die Hauptpostämter (Zentrale: Boulevard 19) in Riga haben bis 20.00 Uhr und teilweise bis 22.00 Uhr geöffnet. Briefkästen sind gelb. Briefe nach Westeuropa sind 5-7 Tage unterwegs. Allgemeine Öffnungszeiten der Postämter: Mo-Fr 09.00-18.00 Uhr, Sa 09.00-13.00 Uhr. Postämter außerhalb von Riga sind Mo-Fr von 09.00-18.00 Uhr und Sa von 9.00-13.00 Uhr geöffnet. Briefmarken sind in Postämtern und in Kiosken erhältlich.

Radio

Zahlreiche deutschsprachige Radiosender lassen sich u.a. über Astra-Satelliten bzw. über das Internet in Lettland empfangen.

Einkaufen

Überblick

Der hiesige Bernstein ist von guter Qualität. Preisgünstige Imitate sind ebenfalls häufig erhältlich. Die Küstenstadt Liepājas ist bekannt für ihre Bernsteinjuweliere, welche die beliebten Bernsteine zu modernen Schmuckstücken verarbeiten. Weitere gefragte Andenken sind kunsthandwerkliche Artikel (u.a. Weidenkörbe und Töpferwaren) sowie Textilwaren aus Leinen. Ein schönes Mitbringsel sind auch lettisches Bier, Rigas Black Balsam (dunkler Likör) und Volksmusik.

In allen größeren Ortschaften gibt es Supermärkte, welche häufig bis spät am Abend geöffnet sind, auch sonntags. Die Preise liegen etwas unter dem westeuropäischen Standard. Deutlich günstiger ist der Einkauf auf den Märkten (Tirgus), auf denen man neben frischem Obst und Gemüse aus der Region auch Backwaren, Käse, Honig und andere Produkte bekommt. Besonders lohnenswert ist ein Besuch des Rīgaer Zentralmarkts im ehemaligen Zeppelinhangar in der Nähe des Bahnhofs, der einer der größten Märkte in Europa ist. Allerdings sollte man beachten, dass die dort angebotenen Fleischwaren keiner staatlichen Kontrolle unterliegen. 

In den Touristenzentren Riga und Jurmala gibt es ein sehr vielfältiges Warenangebot. Vor allem in Riga gibt es neben den großen Boutiquen internationaler Handelsketten, wie man sie in allen großen Städten Europas findet, auch viele originelle kleine Geschäfte, die von Einheimischen betrieben werden.

Öffnungszeiten

Mo-Fr 09.00/10.00-18.00/19.00 Uhr, Sa 09.00/10.00-16.00/17.00, oft auch bis 22.00 Uhr. Kleinere Geschäfte schließen oft über Mittag. Lebensmittelgeschäfte sind von 08.00/09.00-20.00/21.00 Uhr geöffnet. Manche Geschäfte sind rund um die Uhr geöffnet.

Kulinarisches

Übersicht

Stark beeinflusst durch die klimatischen Bedingungen und die hiesigen Feldfrüchte ist die lettische Küche eher herzhaft. Rotes Fleisch ist ein Hauptbestandteil eines jeden Menüs, es wird entweder mit einer sahnigen Soße oder als wärmendes Schmorgericht serviert. Entlang der Küste wird häufig Fisch serviert. In Riga eröffnen immer mehr internationale Restaurants. Üppige Mahlzeiten werden gerne mit lettischem Bier oder wahnsinnig starken Spirituosen hinuntergespült.

Regionale Spezialitäten

Spezialitäten wie graue Erbsen mit Speck und Bier, Piragi (Hefeteigtaschen mit Speck und Zwiebeln gefüllt), Sauerampfersuppe (mit gekochtem Schweinefleisch, Zwiebeln, Kartoffeln, Graupen, hartgekochten Eiern und saurer Sahne) und Akroshka (Milchsuppe mit Zwiebeln, Kräutern, Salatgurke und saurer Sahne) sollten gekostet werden. Als Nachspeise gibt es häufig Alexandertorte (mit Himbeeren oder Preiselbeeren). 

Wissenswertes

Das Trinken (oder auch schon allein das Mitführen einer geöffneten Flasche/Dose Alkohols) auf der Straße, in den Parks oder an anderen öffentlichen Plätzen ist in Riga verboten und wird mit einer Geldstrafe geahndet.

Trinkgeld

Aufpreise für Bedienung sind in Rechnungen enthalten. Taxifahrpreise enthalten ebenfalls bereits ein Trinkgeld.

Regionale Getränke

Beliebt sind Miestins (aus Limonade und Honig), Kwass und Birkensaft. Rigas Black Balsam ist ein dunkler Likör, der seit dem Jahr 1700 aus zahlreichen Zutaten wie Ingwer, Eichenborke, Bitterorangenschalen und Weinbrand hergestellt wird. Man trinkt ihn mit Kaffee oder Wodka gemischt. Es gibt gute einheimische Biere, darunter das dunkle bauskas Tumsais und das helle Gaisais. Schaumwein ist ebenfalls sehr beliebt.

Mindestalter für den Verzehr alkoholischer Getränke

In Lettland darf man ab 18 Jahren Alkohol trinken.

Kultur

Religion

19,6% Protestanten (Lutheraner), 15,3% Russisch-Orthodoxe, 1% andere Christen.

Soziale Verhaltensregeln

Allgemeines: Letten sind sehr stolz auf ihre Kultur. Besucher sollten dieses starke Nationalbewusstsein respektieren.

Umgangsformen: Die gängigen Höflichkeitsformen sollten beachtet werden. Zur Begrüßung gibt man sich die Hand. Letten sind eher zurückhaltende Menschen, jedoch äußerst gastfreundlich. Gastgeber freuen sich über einen Blumenstrauß. Blumen werden oft und gerne verschenkt, jedoch stets in ungerader Anzahl; eine gerade Anzahl gilt als Zeichen der Trauer.

Kleidung: Zurückhaltende, gepflegte Freizeitkleidung ist fast überall angebracht, Jeans und ein schickes Oberteil sind für die meisten Anlässe passend. In guten Restaurants oder zu besonderen Anlässen wird elegantere Kleidung erwartet. Korrekte Kleidung wird beim Betreten von Kirchen erwartet; Schultern und Knie sollten bedeckt sein. Badebekleidung gehört an den Strand.

Fotografieren: Beim Besuch einer der vielen schönen Kirchen sollte man sehr sensibel mit der Kamera umgehen und auf eventuelle Fotografierverbote Rücksicht nehmen. Personen sollten gefragt werden, bevor man sie fotografiert.

Rauchen: Das Rauchen ist in Restaurants, Bars, Cafés und Diskotheken nicht gestattet. Auch in öffentlichen Einrichtungen wie Kinos, Theater, Banken, Postämtern und Sportstätten sowie in Treppenhäusern ist das Rauchen verboten. Raucher, die sich im Freien aufhalten, müssen einen Mindestabstand von zehn Metern zu öffentlichen Gebäuden einhalten. Das Rauchen ist in der Nähe von Minderjährigen verboten.

Trinkgeld: Ein Trinkgeld in Höhe von 5-10% des Rechnungsbetrags ist in Restaurants in größeren Städten üblich. Ansonsten gibt man Trinkgeld nur bei sehr gutem Service. Taxifahrer, Kellner, Gepäckträger, Zimmermädchen und Reiseführer sollten ein Trinkgeld erhalten. 

Landesdaten

Vorwahl

+371

Fläche(qkm)

64,589 sq km (24,938 sq miles)

Bevölkerung

1.886.198

Bevölkerungsdichte(pro qkm)

30 per sq km (77 people/sq mile)

Bevölkerung im Jahr

2020

Mitglied der EU

Yes

Hauptnotrufnummer

112

Länderinformation Litauen

Klima

Beste Reisezeit

Gemäßigtes Klima, Übergangszone zwischen Kontinental- und Meeresklima. Im Allgemeinen eher wechselhaft. Warme Sommer, Frühling und Herbst sind relativ mild. Kalte Winter, oft mit starken Schneefällen.

Klimatabelle Vilnius

JanFebMärAprMaiJunJulAugSepOktNovDez
Max. Temperatur °C003915182020161262
Min. Temperatur °C-5-5-2271114141062-3
Sonnenstunden / Tag1h2h4h6h9h10h9h8h6h3h1h1h
Regentage1210108910986311

Pass- und Visabestimmungen

Personalausweise/Identitätskarten

U. a. Staatsbürger der folgenden, in der obigen Tabelle genannten Länder können mit gültigem Personalausweis/Identitätskarte einreisen:

EU-Länder und Schweiz.

Reisepassinformationen

Allgemein erforderlich, muss noch mindestens 3 Monate über das Visum hinaus gültig sein, wenn der Reisende kein EU-Bürger ist. Außerdem dürfen die Reisepässe von Nicht-EU-Bürgern nicht älter als zehn Jahre sein. Reisepässe von EU-Bürgern müssen während des Aufenthalts gültig sein.
 

Anmerkung zum Reisepass

Litauen ist Unterzeichner und Anwender der EU-Rechtsakte (Schengener Abkommen). Innerhalb des Schengenraums bestehen für Reisende an der Grenze keine Ausweiskontrollen mehr. Reisende müssen sich jedoch jederzeit ausweisen können (Reisepass/Personalausweis), insbesondere im Grenzgebiet zu Belarus.

Anmerkung zum Sichtvermerk im Reisepass

Achtung: Visumpflichtige Personen müssen während ihres Aufenthaltes im Schengen-Raum einen Pass oder ein anderes anerkanntes Reisedokument sowie das Schengen-Visum mitführen.

Visainformationen

Allgemein erforderlich, ausgenommen sind u.a. Staatsbürger der folgenden, in der obigen Tabelle genannten Länder für Aufenthalte von bis zu 90 Tagen:

(a) EU-Länder und Schweiz.
(b) [1] Türkische Staatsangehörige, die eine Aufenthaltsgenehmigung für ein Schengen-Land oder Monaco besitzen.

Kosten

Anfragen an die Konsularabteilung der Botschaft (s. Kontaktadressen).

Visaarten und Kosten

Transit-, Einreisevisum und Gruppenvisum.

Gültigkeit

Transitvisum: 5 Tage. Kurzzeitvisum: bis zu 90 Tagen. Langzeitvisum: über 90 Tage.

Persönlich bei der zuständigen konsularischen Vertretung im Wohnsitzland des Antragstellers (s. Kontaktadressen).

Antrag erforderlich

Je nach Nationalität, Grund und Dauer des Aufenthalts unterschiedlich. Nähere Angaben erteilen die zuständigen konsularischen Vertretungen. (s. Kontaktadressen).

Schengen-Visum:
(a) Reisedokument (z. B. Reisepass), das mindestens 3 Monate über die Visumgültigkeit hinaus gültig ist, sowie Kopien der ersten vier Seiten des Reisepasses. Der Reisepass muss noch mindestens zwei freie Seiten enthalten.

(b) Ggf. alle Dokumente im Original, die den Zweck (z. B. Einladung von Privatpersonen oder Firmen, ärztliches Attest und Terminvereinbarung beim behandelnden Arzt oder in einem Krankenhaus) und die Bedingungen des geplanten Aufenthalts (z. B. Hotelreservierung) rechtfertigen.

(c) Dokumente, die beweisen, dass der (eingeladene) Ausländer über ausreichende Mittel zur Bestreitung der Kosten für Aufenthalt und Rückreise sowie für eventuelle Kosten für seine ärztliche Versorgung verfügt, ggf. in Form einer Kostenübernahmeverpflichtung.

(d) Dokument, das beweist, dass der Ausländer auf individueller oder kollektiver Grundlage Inhaber einer die Kosten für die Rückführung aus ärztlichen Gründen, die dringende ärztliche Behandlung und/oder Krankenhausversorgung deckenden gültigen Auslandsreisekrankenversicherung ist. Grundsätzlich muss der Antragsteller eine Versicherung im Wohnsitzstaat abschließen. Wenn der Gastgeber eine Versicherung für den Antragsteller abschließt, so muss er dies im eigenen Wohnsitzstaat tun. Die abgeschlossene Versicherung muss für das gesamte Gebiet der Schengen-Staaten und für die ganze Dauer des Aufenthalts gelten. Die Versicherung muss eine minimale Deckung von 30.000 € aufweisen.

(e) Visumgebühr.

(f) 1 biometrisches Passbild.

(g) 1 ausgefülltes Antragsformular.

Schengen-Visa

Staatsangehörige von visumpflichtigen Ländern müssen vor der Einreise in den Schengenraum ein Schengenvisum für das Land beantragen, in das zuerst bei der Durchreise durch den Schengenraum eingereist wird. Dieses wird nur bei der zuständigen konsularischen Vertretung des Landes, in dem die Person ihren dauerhaften Wohnsitz hat, ausgestellt.

Temporärer Wohnsitz

EU-Bürger und Schweizer, die schon in Litauen sind und sich länger als 3 Monate dort aufhalten wollen, müssen sich ihr Aufenthaltsrecht bei der zuständigen litauischen Verwaltungsbehörde bescheinigen lassen. Möglicherweise wird dazu der Reisepass benötigt.

Bearbeitungsdauer

Kurzfristiger Aufenthalt: In der Regel innerhalb von 15 Arbeitstagen, in Einzelfällen auch 30 - 60 Arbeitstage.
Längerfristiger Aufenthalt: Mehrere Monate.

Nachweis ausreichender Geldmittel

Für die Einreise erforderlich ist der Nachweis ausreichender Geldmittel; davon ausgenommen sind u. a. EU-Bürger und Schweizer.

Benötigte Dokumente bei der Einreise

(a) Rück- oder Weiterreisetickets und -papiere.
(b) Ausreichende Geldmittel für den Aufenthalt
(Ausgenommen von (a) und (b) sind Staatsangehörigen der EU-Länder, von Andorra, Island, Liechtenstein, Monaco, Norwegen, San Marino und der Schweiz).
(c) Generell dringend empfohlen für EU-Bürger sowie Schweizer: Europäische Krankenversicherungskarte (EHIC) sowie private Auslandsreisekrankenversicherung, die eine Reiserückholversicherung einschließt.

Einreise mit Kindern

Deutsche: Maschinenlesbarer Kinderreisepass oder Reisepass oder Personalausweis.

Österreicher: Personalausweis oder Reisepass.

Schweizer: Identitätskarte oder Reisepass.

Türken: Reisepass.

Anmerkung: Für die Kinder gelten jeweils die gleichen Visumbestimmungen wie für ihre Eltern.

Seit dem 27. Juni 2012 benötigen Kinder für Reisen in das Ausland (auch innerhalb der EU) ein eigenes Reisedokument (Reisepass / Kinderreisepass). Eintragungen von Kindern in den elterlichen Reisepass sind nicht mehr möglich.

Einreise mit Haustieren

Hunde, Katzen und Frettchen aus EU-Ländern und aus nicht tollwutfreien Drittstaaten benötigen einen EU-Heimtierausweis (pet pass) bzw. einen nationalen Heimtierausweis, der nur von dazu ermächtigten Tierärzten ausgestellt werden kann, und müssen als Kennung einen implantierten Mikrochip am Hals tragen. Aus dem Heimtierausweis muss hervorgehen, dass bei dem Tier eine gültige Tollwutimpfung, ggf. eine gültige Auffrischungsimpfung gegen Tollwut, vorgenommen wurde. Es muss ein inaktivierter Impfstoff mit einem Wirkungsgrad von mindestens einer internationalen Antigeneinheit nach WHO-Norm verwendet worden sein. Die Einfuhr ist auf 5 Tiere beschränkt. Heimtiere unter 4 Monate sind von der Impfpflicht gegen Tollwut ausgenommen. 

 

Für Hunde, Katzen und Frettchen sowie für Vögel und Kleintiere aus nicht tollwutfreien Drittstaaten gilt die folgende zusätzliche Vorschrift:

Für jedes Tier wird ein Gesundheitszeugnis benötigt. Für den Eintritt in das EU-Gebiet muss bei den Haustieren 3 Monate vor der Einreise eine Untersuchung auf Anwesenheit von vakzinalen Antikörpern durchgeführt werden. Ausnahme: Die 3-Monatsfrist gilt nicht für Heimtiere aus dessen EU-Heimtierausweis hervorgeht, dass die Blutentnahme durchgeführt wurde bevor dieses Tier das Gebiet der Gemeinschaft verlassen hat und dass bei der Blutanalyse genügend Antikörper auf Tollwut nachgewiesen worden sind.

 

Für Hunde, Katzen und Frettchen aus tollwutfreien Drittstaaten (z.B. Schweiz, Andorra, Island, Liechtenstein, Monaco, Norwegen, San Marino und Vatikanstadt) kann ebenfalls der Heimtierausweis, der eine gültige Tollwutimpfung bestätigt, für die Einfuhr benutzt werden.

Reisepassinformationen

Allgemein erforderlich, muss noch mindestens 3 Monate über das Visum hinaus gültig sein, wenn der Reisende kein EU-Bürger ist. Außerdem dürfen die Reisepässe von Nicht-EU-Bürgern nicht älter als zehn Jahre sein. Reisepässe von EU-Bürgern müssen während des Aufenthalts gültig sein.
 

Visainformationen

Allgemein erforderlich, ausgenommen sind u.a. Staatsbürger der folgenden, in der obigen Tabelle genannten Länder für Aufenthalte von bis zu 90 Tagen:

(a) EU-Länder und Schweiz.
(b) [1] Türkische Staatsangehörige, die eine Aufenthaltsgenehmigung für ein Schengen-Land oder Monaco besitzen.

Einreise- & Sicherheitshinweise

Überblick

Stand - Tue, 16 Nov 2021 07:00:00 +0100
(Unverändert gültig seit: Tue, 16 Nov 2021 06:55:06 +0100)

Letzte Änderungen: redaktionelle Änderungen

Lagen können sich schnell verändern und entwickeln. Wir empfehlen Ihnen:
- Verfolgen Sie Nachrichten und Wetterberichte
- Achten Sie auf einen ausreichenden Reisekrankenversicherungsschutz
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Aktuelles

Ausnahmezustand an der Grenze zu Belarus

Aufgrund der anhaltenden Migrations- und Flüchtlingskrise gilt seit dem 11. November 2021 für den Grenzbereich mit Belarus und von der Grenze innerhalb einer 5km-Zone landeinwärts ein nationaler Ausnahmezustand, d.h. insbesondere Zugangs-, Bewegungs- und Versammlungsrechte sind eingeschränkt. Es ist mit verstärkten Personenkontrollen in diesem Bereich zu rechnen.

COVID-19

Die Ausbreitung von COVID-19 kann weiterhin zu Einschränkungen im internationalen Luft- und Reiseverkehr und Beeinträchtigungen des öffentlichen Lebens führen.

Vor nicht notwendigen, touristischen Reisen nach Litauen wird gewarnt.

Epidemiologische Lage

Litauen ist von COVID-19 stark betroffen. Litauen ist als Hochrisikogebiet eingestuft.
Aktuelle und detaillierte Zahlen bietet das European Centre for Disease Prevention and Control (ECDC) und die litauische Regierung.

Einreise

Jeder Einreisende muss sich vor Einreise online bei der zuständigen litauischen Behörde registrieren. Bei Einreise ist der übermittelte QR-Code vorzuweisen. Die Registrierung ist max. 48 Stunden vor Einreise möglich.

In Abhängigkeit von der Infektionslage nimmt Litauen eine Einstufung in "grüne", "gelbe", "rote" und "graue" Länder vor. Die Einstufung wird regelmäßig angepasst. Deutschland fällt derzeit in die Kategorie "rot". Für Einreisende aus Deutschland besteht damit grundsätzlich Quarantäne- und Testpflicht. Bei Einreise ist ein höchstens 72 Stunden alter negativer PCR-Test oder 48 Stunden alter Antigen-Test in einer der EU-Amtssprachen vorzulegen.

Ausnahmen von Quarantäne- und Testpflicht bestehen für COVID-19-Genesene bzw. Personen, die bereits zwei Impfdosen erhalten haben. Nachweise sind in einer der EU-Amtssprachen vorzulegen. Über alle Ausnahmen, einschließlich der für Kinder unter 16 Jahre, und weitere Bedingungen informieren die litauischen Behörden.

Die Quarantäne dauert in der Regel zehn Tage und kann durch einen negativen Corona-Test (auf eigene Kosten) ab dem siebten Tag verkürzt werden. Eine Verkürzung ist nur mit einem PCR-Test möglich; Antigen-Tests sind aktuell nicht zugelassen. Eine Freitestung aus der Quarantäne nach sieben Tagen ist der zuständigen Behörde anzuzeigen.

Die Quarantäne muss an einem Ort durchgeführt werden, der über mindestens ein getrenntes Schlafzimmer von nichtquarantänepflichtigen Personen verfügt. Kontakt zu diesen Personen muss während dieser Zeit weitestgehend vermieden werden. Es ist gestattet, während der Quarantäne die Wohnung für einen Spaziergang in einem Umkreis von einem Kilometer zu verlassen. Der Besuch von Geschäften etc. ist nicht gestattet. Für Personen, die aus Ländern mit besonders starkem Infektionsgeschehen einreisen, gelten Sonderbestimmungen.

Quarantänepflichtige Reisende, die vor Ablauf der Quarantäne aus Litauen ausreisen wollen, müssen hierfür vorab das nationale Zentrum für öffentliche Gesundheit benachrichtigen.

Durch- und Weiterreise

Die Durchreise durch Litauen ist grundsätzlich möglich, eine vorherige Registrierung bei der zuständigen Behörde ist notwendig. Der Transit von deutschen Staatsangehörigen, die aus Drittstaaten einreisen, ist gestattet, jedoch nur ohne Übernachtung in Litauen.

An den Grenzübergängen zu Polen und Lettland finden keine systematischen Kontrollen durch den litauischen Grenzschutz im Sinne des Schengener Grenzkodex statt. Auch am Seehafen Klaipeda und an den internationalen Flughäfen kommt es grundsätzlich zu keinen ausweisrelevanten Grenzkontrollen. Allerdings kommt es im Zuge von Einreisen zur Überprüfung der erforderlichen COVID-19-Reiseanmeldung. Ein gültiges Reisedokument ist stets unabhängig von der Durchführung von Grenzkontrollen mitzuführen.

Viele Grenzübergänge sind für die Einreise von Privatpersonen aus Belarus und Russland kommend geschlossen, z.B. auf die kurische Nehrung. Die Ausreise (mit dem Kfz) ist an den Grenzübergängen Medininkai–Kamenyj Log, Šalčininkai–Benekainys, Raigardas–Privalka, Lavoriškės–Kotlovka, Kybartai–Černiševskoje, Panemunė–Sovetsk, Tverečius-Vidzy, Šumskas-Losha und Papelekis-Lyntupy möglich. Für den gewerblichen Gütertransport gelten gesonderte Regelungen.

Reiseverbindungen

Das Angebot an Flugverbindungen ist stark reduziert. Der Fährverkehr verzeichnet keine Einschränkungen. In öffentlichen Verkehrsmitteln ist ein Mindestabstand von einem Meter zum nächsten Passagier zu wahren.

Beschränkungen im Land

Der Kontakt zu einer auf COVID-19 positiv-getesteten Person verpflichtet zu einer 14-tägigen, häuslichen Quarantäne. Diese Quarantäne kann durch eine Freitestung frühestens am dritten Tag verkürzt werden.

In Geschäften, die nicht der Grundversorgung dienen, aber auch in Einkaufszentren, vielen Restaurants sowie bei größeren Sport- und Kulturveranstaltungen gilt die 2G-Regel. Ein Nachweis über Impfung bzw. Genesung ist vorzulegen. Die 2G-Regel soll ab Ende Dezember 2021 für alle Personen ab 12 Jahren gelten.

Hygieneregeln

Seit 1. Oktober 2021 besteht wieder Maskenpflicht in Innenräumen wie Büros, Schulen, Supermärkten, öffentlichen Verkehrsmitteln etc., unabhängig von einer Impfung o.ä. Kinder unter sechs Jahre sind von der Maskenpflicht ausgenommen. Bei sportlicher Betätigung gilt die Maskenpflicht nicht. Vor dem Betreten von Geschäften wird um Handdesinfektion gebeten. Seit 15. November 2021 dürfen ausschließlich medizinische und FFP2-Masken verwendet werden.

Empfehlungen

  • Seien Sie bei allen Reisen weiterhin besonders vorsichtig und beachten Sie unsere fortlaufend aktualisierte Infobox zu COVID-19/Coronavirus.
  • Achten Sie bei Einreise nach Deutschland auf die geltenden Einreisevoraussetzungen zu Anmelde-, Quarantäne- und Nachweisregelungen (vollständige Impfung oder Genesenennachweis oder aktueller negativer COVID-19-Test).
  • Beachten Sie die ausführlichen Informationen zur Gesundheitslage auf der Grundlage von Daten des ECDC, bestehende Beschränkungen einschließlich der Quarantäne- und Testanforderungen für Reisende und mobile Coronavirus-Kontaktnachverfolgungs- und Warn-Apps auf Re-open EU.
  • Prüfen Sie vor Reiseantritt die Einstufung Deutschlands bzw. Ihres Aufenthaltslandes anhand der litauischen Länderliste.
  • Erkundigen Sie sich rechtzeitig vor Reiseantritt bei Ihrer Fluggesellschaft, ob gem. Beförderungsrichtlinien ein negativer COVID-19-Test erforderlich ist.
  • Beachten Sie die ergänzenden Informationen der litauischen Regierung.
  • Wenn Sie aus einem Drittland einreisen, informieren Sie sich vor Reiseantritt beim litauischen Außenministerium oder der litauischen Botschaft vor Ort, ob für Sie eine Registrierungspflicht gilt.
  • Bei COVID-19-Symptomen oder Kontakt mit Infizierten, kontaktieren Sie für weitere Anweisungen die zentrale litauische Hotline für COVID-19 Verdachtsfälle unter in Litauen: 1808 oder aus dem Ausland unter +370 (37) 367 963. Befolgen Sie stets die Hinweise lokaler Behörden.

Sicherheit

Terrorismus

  • Beachten Sie den weltweiten Sicherheitshinweis.

Kriminalität

An touristisch frequentierten Plätzen wie in Altstädten größerer Städte sowie im Bereich von Bahnhöfen und Busbahnhöfen kommt Kleinkriminalität wie Taschendiebstähle vor. Überfälle und Gewaltkriminalität sind selten.
Autodiebstähle gibt es, Fahrzeuge werden zudem gelegentlich aufgebrochen.
In Bars und Clubs kommt es vereinzelt auch zum Einsatz von K.O.-Tropfen und Kreditkartenbetrug.

  • Seien Sie in größeren Menschenmengen wie in Altstädten, an Bahnhöfen und im öffentlichen Busverkehr besonders aufmerksam und achten Sie auf Ihre Wertsachen.
  • Bewahren Sie Geld, Ausweise, Führerschein, Flugscheine und andere wichtige Dokumente sicher auf und lassen diese nicht in Fahrzeugen zurück.
  • Bevorzugen Sie bewachte Parkplätze und Campingplätze.
  • Lassen Sie Getränke in Bars und Clubs nicht unbeaufsichtigt.
  • Seien Sie bei ungewohnten E-Mails, Gewinnmitteilungen, Angeboten und Hilfsersuchen angeblicher Bekannter skeptisch. Teilen Sie keine Daten von sich mit, sondern vergewissern Sie sich ggf. persönlich oder wenden Sie sich an die Polizei.

Natur und Klima

Es herrscht gemäßigtes kontinentales Klima.

Im Winter kann es zu extremer Kälte, Schneefällen und Winterstürmen kommen.

  • Seien Sie im Winter entsprechend vorbereitet und beachten Sie stets Verbote, Hinweisschilder und Warnungen sowie die Anweisungen lokaler Behörden.

Reiseinfos

Infrastruktur/Verkehr

Die Verkehrswege können aufgrund von Maßnahmen im Zusammenhang zur Eindämmung von COVID-19 beeinträchtigt sein, siehe Aktuelles.

Es gibt Autobusse und Eisenbahnlinien im Land. Es besteht auch tagsüber die Pflicht, mit Abblendlicht zu fahren. Zwischen 10. November und 1. April besteht für alle Fahrzeuge Winterreifenpflicht. Ein Feuerlöscher sowie eine Warnweste im Auto sind obligatorisch.

In Litauen gilt grundsätzlich die 0,4-Promille-Grenze. Ausnahmen gelten für Fahrer von Bussen, LKW (ab 3,5 Tonnen), Fahrzeugen mit mehr als neun Plätzen, Taxis, Motorrädern, Mopeds, Dreiradfahrzeugen, vierrädrigen Leichtkraftfahrzeugen und anderen Vierradfahrzeugen, Gefahrguttransporten sowie für Fahranfänger und Radfahrer gelten 0,0 Promille. Fahren unter Alkoholeinfluss wird strafrechtlich mit hohen Strafen (Bußgelder bzw. Haftstrafen) sowie ggfs. mit Entzug des Führerscheins geahndet.

Fahranfänger dürfen in Litauen auf Schnellstraßen oder Autobahnen nicht schneller als 90 km/h fahren, auf Landstraßen nicht mehr als 70 km/h. Fahranfänger, die ihre Fahrerlaubnis in Litauen erworben haben, sind zudem verpflichtet, einen Ahornblatt-Sticker auf dem Auto zu führen.

Für die Nutzung des litauischen Fernstraßennetzes müssen kommerzielle Fahrzeuge eine Vignette erwerben, siehe Litauische Straßenverwaltung (KNMM). Für alle Fahrzeugtypen (auch PKW) wird bei Einfahrt in den Nationalpark Kurische Nehrung eine Maut als Umweltschutzabgabe erhoben. Informationen zur Höhe der zu entrichtenden Gebühr bietet Visit Neringa.

Der einheitliche europäische Unfallbericht kann als Vordruck im Schadenfall hilfreich sein.

Führerschein

Der deutsche Führerschein ist ausreichend.

Wanderungen im Grenzgebiet zu Russland und zu Belarus

Auf Grund der COVID-19-Pandemie sind alle Grenzübergänge derzeit für Fußgänger gesperrt, siehe Aktuelles.

Im Grenzgebiet Litauen-Russland (Kurische Nehrung, Gebiet Kaliningrad) ist die ca. 4 Km lange Grenze nicht mit einem durchgehenden Zaun markiert. Erhöhte Grenzzeichen im Dünenbereich markieren den Grenzverlauf auf 1,8 km Länge. Wer die Grenze von Litauen aus (auch nur für wenige Meter) illegal überschreitet, muss mit der Festnahme durch die russische Grenzpolizei rechnen. Gemäß russischer Rechtslage steht auf illegalen Grenzübertritt eine Haftstrafe. Gleiches gilt für illegalen Grenzübertritt zu Wasser (Paddler; Schwimmer). Die Grenze ist durch gelbfarbige Bojen markiert.

Bei der litauisch-belarussischen Grenze handelt es sich um eine Schengen-Außengrenze. Es besteht die Pflicht, sich ausweisen zu können. Das Betreten eines definierten Bereiches unmittelbar an der Grenze erfordert eine spezielle Erlaubnis der litauischen Grenzbehörde. Die Grenze ist nicht mit einem durchgehenden Zaun markiert. Hinweisschilder auf litauischer Seite sind unbedingt zu beachten, es finden regelmäßig Patrouillen statt. Wer die Grenze von Litauen aus (auch nur für wenige Meter) illegal überschreitet, muss mit der Festnahme durch die litauische oder belarussische Grenzpolizei rechnen.

LGBTIQ

In Litauen besteht kein strafrechtliches Verbot für einvernehmliche homosexuelle Handlungen zwischen erwachsenen Personen. Es bestehen für alle Menschen unabhängig von ihrem Geschlecht und ihrer sexuellen Orientierung die gleichen Freiheitsrechte. Allerdings gibt es ein Gesetz über den Schutz von Minderjährigen vor schädlichen Auswirkungen öffentlicher Informationen. Danach gelten solche öffentlichen Informationen als schädlich, die ein anderes Konzept der Eheschließung und der Familiengründung als der Ehe zwischen Mann und Frau aufzeigen.

  • Beachten Sie die allgemeinen Hinweise für LGBTIQ.

Rechtliche Besonderheiten

Handel, Besitz und Konsum von Drogen werden in Litauen strafrechtlich mit vergleichsweise hohen Strafen geahndet.

Die Ausübung, Inanspruchnahme und Förderung von Prostitution ist in Litauen unter Strafe gestellt. Sollten Minderjährige an diesen Straftaten beteiligt sein, wirkt sich dies erheblich auf das Strafmaß aus. Mit polizeilichen Aktionen und Kontrollen in einschlägigen Regionen und Bewirtungsbetrieben muss jederzeit gerechnet werden.

Sexuelle Nötigung ist ebenfalls strafbar.

Nach litauischem Recht ist der unerlaubte Besitz und das Führen von Waffen, insbesondere Feuerwaffen, strafbewehrt und kann nach litauischem Strafgesetzbuch mit Freiheitsstrafen geahndet werden. Auch Reizstoff-und Schreckschusspistolen können, unter bestimmten Voraussetzungen, unter diesen Strafbestand subsumiert werden. Über konkrete Genehmigungserfordernisse bei Ein-/Ausfuhr, Transit, etc. informieren die zuständigen litauischen Behörden.

Geld/Kreditkarten

Zahlungsmittel ist der Euro. Das Abheben von Bargeld an Geldautomaten und die Bezahlung mit Kreditkarten sind überall möglich.

Einreise und Zoll

Ein- und auch Durchreisebestimmungen können aufgrund von Maßnahmen zur Eindämmung von COVID-19 derzeit abweichen, siehe Aktuelles.

Einreise- und Einfuhrbestimmungen für deutsche Staatsangehörige können sich kurzfristig ändern, ohne dass das Auswärtige Amt hiervon vorher unterrichtet wird. Rechtsverbindliche Informationen und/oder über diese Hinweise hinausgehende Informationen zu den Einreise- und Zollbestimmungen zur Einfuhr von Waren erhalten Sie nur direkt bei den Vertretungen Ihres Ziellandes.
Die Zollbestimmungen für Deutschland können Sie auf der Webseite des deutschen Zolls  und per App "Zoll und Reise" finden oder dort telefonisch erfragen.

Reisedokumente

Die Einreise ist für deutsche Staatsangehörige mit folgenden Dokumenten möglich:

  • Reisepass: Ja
  • Vorläufiger Reisepass: Ja
  • Personalausweis: Ja
  • Vorläufiger Personalausweis: Ja
  • Kinderreisepass: Ja

Anmerkungen/Mindestrestgültigkeit:

Reisedokumente müssen zum Zeitpunkt der Ein- und Ausreise gültig sein. Überprüfen Sie daher die Gültigkeit Ihres Reisedokuments schon vor der Einreise nach Litauen.

Die Personenkontrollen an den Binnengrenzen sind mit dem Beitritt Litauens zum Schengen-Raum inzwischen entfallen, flächendeckende Kontrollen erfolgen derzeit allerdings bei Einreise auf dem See- und Luftweg, bei der Einreise auf dem Landweg ist eine stichprobenartige Kontrolle möglich. Ein Reisedokument (Reisepass oder Personalausweis) ist beim Grenzübertritt immer mitzuführen. Im ganzen Land muss mit Stichprobenkontrollen gerechnet werden, bei denen es zu einem Bußgeld führen kann, wenn kein Identitätspapier mitgeführt wird. Dies gilt insbesondere im Grenzgebiet zu Belarus.

Minderjährige

Für allein reisende Minderjährige mit deutscher Staatsangehörigkeit bestehen keine besonderen Einreisebestimmungen. Allein reisende Minderjährige sollten neben ihrem eigenen gültigen Reisedokument eine von ihren sorgeberechtigten Elternteilen unterschriebene Einverständniserklärung (möglichst in Deutsch und Litauisch) mit sich führen.

Einfuhrbestimmungen

Die Ein- und Ausfuhr von Waren unterliegt den Bestimmungen der Europäischen Union. Der Grundsatz der Warenverkehrsfreiheit schließt Stichprobenkontrollen im Rahmen der polizeilichen Überwachung der Grenzen und der polizeilichen Kontrolle des grenzüberschreitenden Verkehrs nicht aus.

Bei Ein- und Ausreisen in bzw. aus Nicht-EU-Staaten gelten andere Richtmengen für Genussmittel und andere Anmeldepflichten für Bargeld als bei Reisen innerhalb der EU-Staaten.

Alle Arten von Waffen unterliegen der Anzeigepflicht bei der Einreise. Die Vorlage der entsprechenden Waffentragegenehmigungen ist erforderlich.

Litauen ist Mitgliedstaat des Washingtoner Artenschutzabkommens. Die Einfuhr von bestimmten Wildtier- und Wildpflanzenarten sowie von daraus gewonnenen Produkten ist daher verboten und strafbar.

Genauere Informationen über die aktuellen Zollvorschriften sind auch in englischer Sprache bei Customs of the Republic of Lithuania zu finden.

Heimtiere

Für Reisen mit bestimmten Heimtieren (Hunde, Katzen, Frettchen) in Ländern der Europäischen Union mit Ausnahme von Irland, Großbritannien, Malta und Finnland, wo abweichende Bestimmungen gelten, ist ein EU-Heimtierausweis erforderlich. Er dient u. a. als Nachweis, dass das Tier gegen Tollwut geimpft ist.
Einen Musterausweis sowie weitergehende Informationen bietet das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft.

Gesundheit

Aktuelles

Die Weltgesundheitsorganisation WHO hat die Erkrankung COVID-19, die durch das neuartige Coronavirus SARS-CoV-2 ausgelöst wird, zur Pandemie erklärt.

  • Beachten Sie die fortlaufend aktualisierten Informationen zu COVID-19 sowie die Hinweise im Merkblatt COVID-19, auf den Seiten der WHO, des RKI und der BZgA.

Masern

Die WHO hat im Januar 2019 das Verzögern oder Auslassen von Impfungen zur Bedrohung der globalen Gesundheit erklärt. Insbesondere der fehlende Impfschutz gegen Masern birgt bei international steigenden Fallzahlen ein hohes Risiko.

  • Überprüfen Sie im Rahmen der Reisevorbereitung Ihren sowie den Impfschutz Ihrer Kinder gegen Masern und lassen diesen ggf. ergänzen.

Impfschutz

Für die Einreise nach Litauen sind keine Pflichtimpfungen vorgeschrieben.

  • Achten Sie darauf, dass sich bei Ihnen und Ihren Kindern die Standardimpfungen gemäß Impfkalender des Robert-Koch-Instituts auf dem aktuellen Stand befinden.
  • Als Reiseimpfungen werden Impfungen gegen FSME, bei Langzeitaufenthalten oder besonderer Exposition auch gegen Hepatitis A, Hepatitis B und Tollwut empfohlen.
  • Beachten Sie die Anwendungshinweise und Hilfen für die Indikationsstellung im Merkblatt Reise-Impfempfehlungen.
  • Aktuelle, detaillierte Reiseimpfempfehlungen für Fachkreise bietet die DTG.

HIV/AIDS

Durch sexuelle Kontakte, bei Drogengebrauch (unsaubere Spritzen oder Kanülen) und Bluttransfusionen besteht grundsätzlich ein hohes HIV-Übertragungsrisiko.

  • Verwenden Sie stets Kondome, insbesondere bei Gelegenheitsbekanntschaften.

Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME)

Landesweit kommt es von April – Oktober zur Übertragung der Frühsommer Meningoenzephalitis (FSME) durch Zeckenstiche.

  • Lassen Sie sich vor Reisebeginn hinsichtlich einer möglichen FSME-Impfung beraten und ggf. impfen.
  • Schützen Sie sich in den Sommermonaten im Rahmen einer Expositionsprophylaxe konsequent vor Zeckenstichen.

Medizinische Versorgung

Eine deutschen Standards entsprechende medizinische Versorgung in Unglücks- und Krankheitsfällen ist nur in den größeren Städten Wilna, Kaunas, Klaipeda, Panevezys und Siaulai gewährleistet.

Deutsche Staatsangehörige, die sich vorübergehend auf dem Gebiet Litauens aufhalten, können wie alle anderen EU-Bürger nach dem europäischen Gemeinschaftsrecht im Krankheitsfall Leistungen nach litauischem Recht in Anspruch nehmen. Als Anspruchsnachweis wird eine vor dem Antritt der Reise von der deutschen Krankenkasse auszustellende Europäische Versichertenkarte vorgelegt.

  • Schließen Sie für die Dauer des Auslandsaufenthaltes eine Auslandsreise-Kranken- und Rückholversicherung ab. Ausführliche Informationen bietet die Deutsche Verbindungsstelle Krankenversicherung - Ausland.
  • Lassen Sie sich vor einer Reise durch einen Reisemediziner persönlich beraten und Ihren Impfschutz anpassen. Entsprechende Ärzte finden Sie z. B. über die DTG.

Bitte beachten Sie neben dem generellen Haftungsausschluss: 

  • Alle Angaben sind zur Information medizinisch Vorgebildeter gedacht. Sie ersetzen nicht die Konsultation eines Arztes.
  • Die Empfehlungen sind auf die direkte Einreise aus Deutschland in ein Reiseland, insbes. bei längeren Aufenthalten vor Ort, zugeschnitten. Für kürzere Reisen, Einreisen aus Drittländern und Reisen in andere Gebiete des Landes können Abweichungen gelten.
  • Alle Angaben sind stets auch abhängig von den individuellen Verhältnissen des Reisenden und erfordern ggf. eine medizinische Beratung.
  • Die medizinischen Hinweise sind trotz größtmöglicher Bemühungen immer nur ein Beratungsangebot. Sie können weder alle medizinischen Aspekte abdecken, noch alle Zweifel beseitigen oder stets vollkommen aktuell sein. Für Ihre Gesundheit bleiben Sie selbst verantwortlich.

Länderinfos zu Ihrem Reiseland

Hier finden Sie Adressen zuständiger diplomatischer Vertretungen und Informationen zur Politik und zu den bilateralen Beziehungen mit Deutschland.

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Weitere Hinweise für Ihre Reise

Weitere wichtige Hinweise für Ihre Reise

Weitere Informationen
Allgemeines

Offizieller Name des Staates

Republik Litauen.

Hauptstadt

Vilnius.

Geographie

Litauen ist ein baltischer Staat, er liegt an der Ostsee und grenzt im Norden an Lettland, im Südwesten an Polen und die Russische Föderation und im Südosten an Belarus. Die Landschaft ist wald- und sumpfreich und besteht aus Tiefebenen und sanftem Hügelland. Das Land wird von einer Vielzahl von Flüssen durchzogen, darunter Nemunas (Memel) und Neris. 1,5% der Landesoberfläche besteht aus Seen. Es gibt über 200 Naturschutzgebiete und das bekannte Hochmoor Aukstumala.

Regierung

Republik seit 1918. Staatliche Souveränität seit 1991. Verfassung von 1922, letzte Änderung 2004. Parlament (Seimas) mit 141 Abgeordneten. Unabhängig 1918-1940; Souveränitätserklärung 1990 (ehemals Teil der Sowjetunion). Litauen ist EU-Mitglied, NATO Mitglied und in der Eurozone.

Staatsoberhaupt

Gitanas Nauseda, seit Juli 2019.

Regierungschef

Ingrida Simonyte, seit Dezember 2020.

Elektrizität

220 V, 50 Hz. Euro-Norm-Stecker.

Zeitzone

Eastern European Time: MEZ +3 (MEZ +4 vom 28 März bis 31 Oktober 2021)

Übersicht

Litauen ist ein Land der Schlösser, Seen, Wälder und riesigen Ebenen, die von Bergen und Sanddünen an der Ostseeküste begrenzt werden. Die Hauptstadt Vilnius ist vor allem wegen ihrer barocken Altstadt eine der schönsten Städte Europas.

Seine Unabhängigkeit erlangte Litauen 1918 als Republik und 1991 kurz vor dem Zusammenbruch der Sowjetunion auch als Staat. Im Jahr 2018 feierte Litauen 100 Jahre Unabhängigkeit als Republik. Schon 1995 war der Wechsel zur Marktwirtschaft vollzogen. Der Disput mit Polen um den Grenzverlauf wurde 1992 durch die Unterzeichnung eines Freundschafts- und Kooperationsvertrages beigelegt. Nach Verhandlungen mit der Russischen Föderation verließen die letzten russischen Truppen Litauen im August 1993. 

Litauen ist der größte der drei baltischen Staaten. Seit der Aufnahme in die Europäische Union 2004 hat sich Litauen seinen Platz auf dem Weltmarkt gesichert, und die Besucherzahlen wachsen stetig. Seit 2015 ist Litauen auch in der Eurozone.

 

Anreise

Anreise mit dem Flugzeug

Lufthansa (LH) fliegt Vilnius mehrmals täglich von Frankfurt/M. direkt an. Air Baltic (BT) verbindet München und Berlin nonstop mit Vilnius. Des Weiteren fliegt Ryanair (FR) mehrmals täglich die Strecke Berlin-Vilnius.

Austrian Airlines (OS) betreibt tägliche Flugdienste von Wien nach Vilnius.

Air Baltic (BT) bietet Flüge ab Zürich via Riga nach Vilnius an und Swiss (LX) fliegt ab Zürich in Kooperation mit Lufthansa (LH) via Frankfurt/M. nach Vilnius.

Flugzeiten

Frankfurt/M. - Vilnius: 2 Std.; München - Vilnius: 2 Std.; Berlin - Vilnius: 1 Std. 30 Min.; Wien - Vilnius: 1 Std. 45 Min. (jeweils nonstop); Zürich - Vilnius: 3 Std. 45 Min. (mit Zwischenstopp).

Ausreisegebühr

Keine.

Anreise mit dem Pkw

Die Via Baltica führt von Deutschland über Polen nach Litauen, Lettland und Estland. Litauen hat ein gut ausgebautes Straßennetz, das die Republik mit allen Nachbarstaaten verbindet.

Von Deutschland, Österreich und der Schweiz aus ist Litauen am einfachsten über Polen erreichbar (Grenzübergänge: Kalvarijai und Lazdijai); von Österreich bietet sich auch die Möglichkeit über die Tschechische Republik und Polen anzureisen.

Fernbus: Ecolines bieten regelmäßige Busverbindungen von Deutschland, Österreich und der Schweiz nach Litauen an. Das Busunternehmen TOKS, ein Mitglied von Eurolines, bietet regelmäßige internationale Busverbindungen nach Lettland, Estland, Deutschland, in die Tschechische Republik, nach Italien, Belarus, in die russische Region Kaliningrad und in die Ukraine.

Maut: Für Pkw, Krafträder und Wohnmobile wird auf litauischen Straßen keine Maut fällig; nur für Lkw und Busse ab 8 Personen plus Fahrer gilt Vignettenpflicht.

Unterlagen: Der nationale Führerschein ist ausreichend. Wer über Weißrussland anreist, benötigt ein Transitvisum, das vor Reiseantritt besorgt werden muss.

 

Anreise mit der Bahn

Die staatliche Bahngesellschaft Lietuvos geležinkeliai betreibt den Bahnverkehr in Litauen. Es gibt Verbindungen in sämtliche umliegenden Länder.

Von Berlin und Wien aus erreichen Bahnreisende Vilnius über Warschau (Fahrtzeit: 19 Std.). Von Berlin nach Warschau verkehrt mehrmals täglich der Berlin-Warschau-Express. Von Polen nach Litauen gibt es dagegen nur am Wochenende eine Verbindung.

Für die Bahnreise von Warschau nach Vilnius ist zunächst bei der polnischen Bahn eine Fahrkarte nach Bialystok zu lösen und dann eine zweite bei der litauischen Bahn nach Vilnius.

Bahnpässe

Der Interrail One Country Pass und der Interrail Global Pass sind auch in Litauen gültig.

 

Anreise mit dem Schiff

Klaipeda ist der einzige ganzjährig eisfreie Seehafen der Baltischen Staaten; er wird von zahlreichen Kreuzfahrtschiffen und Fähren angelaufen.

Kreuzfahrtschiffe

U.a. laufen Phoenix, Hapag Lloyd Cruises, Transocean, Plantours, Hansa Touristic und MSC auf ihren in deutschen Häfen startenden Kreuzfahrten auch Klaipeda an.

Fähranbieter

Fähren von DFDS Seaways verbinden täglich Klaipeda mit Kiel (Fahrtzeit: 19 Std. 30 Min.) und mit Karlshamn in Schweden (Fahrtzeit: 13 Std.).

TT-Line fährt jeweils freitags von Rostock via Trelleborg (Schweden) nach Klaipeda. Die Rückfahrt endet in Travemünde (Ankunft jeweils montags).

 

Vor Ort unterwegs

Unterwegs mit dem Flugzeug

In Litauen werden keine Inlandsflüge angeboten.

 

Unterwegs mit dem Auto/dem Bus

Das litauische Straßennetz ist gut ausgebaut. Moderne vierspurige Autobahnen führen von Vilnius nach Kaunas, Klaipeda und Panevezys.

Maut: Für Pkw, Krafträder und Wohnmobile wird auf litauischen Straßen keine Maut fällig; nur für Lkw und Busse ab 8 Personen plus Fahrer gilt Vignettenpflicht.

Tankstellen sind in Litauen flächendeckend vorhanden und in der Regel von 8.00 - 20.00 Uhr geöffnet.

Rechtsverkehr/Linksverkehr

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Zustand der Straßen

Die Straßen sind allgemein in einem guten Zustand; auch die meisten Landstraßen sind asphaltiert. Nebenstraßen sind jedoch oft unbefestigt und nur über Schotterwege zu erreichen.

Staßenklassifizierung

Autobahnen und andere Fernstraßen sind mit dem Buchstaben A und einer Zahl durchnummeriert. Beschildert sind Autobahnen mit weißer Schrift auf grünem Grund; andere Fernstraßen mit weißer Schrift auf blauem Grund.

Autovermietung

Mietwagen werden sowohl von internationalen als auch von lokalen Autovermietern angeboten; auch mit Chauffeur. Fahrer müssen mindestens 18 Jahre alt sein.

Taxi

Taxis (Taksi) sind in den Städten an Taxiständen zu finden, können aber auch telefonisch gerufen oder auf der Straße angehalten werden. Reguläre Taxis sind mit einem Taxischild auf dem Dach gekennzeichnet. Touristen sollten Fahrten mit Taxis ohne Schild vermeiden bzw. den Fahrpreis vor Fahrtantritt erfragen.

Fahrrad

Fahrräder und Roller können in den Städten angemietet werden.

Reisebus

Nahezu sämtliche Ortschaften des Landes sind mit Bussen erreichbar. Das Busunternehmen TOKS NEO bietet eine Vielzahl an regelmäßigen Verbindungen in Litauen zwischen Vilnius und Klaipeda, Mažeikiai sowie Palanga. Die Fahrkarten für die Busse von TOKS NEO können online erworben werden.

Vorschriften

Verkehrsbestimmungen:
- Anschnallpflicht. 
- Kinder unter 12 Jahren müssen in einem passenden Kindersitz befördert werden.
- Promillegrenze: 0,4 ‰; für Fahrer, die den Führerschein weniger als 2 Jahre besitzen gilt: 0,0 ‰.
- Telefonieren ist am Steuer nur mit Freisprechanlage erlaubt.
- Licht muss auch tagsüber eingeschaltet sein.
- Es besteht Winterreifenpflicht zwischen dem 10. November und dem 10. April.
- Im Auto müssen stets eine Warnweste und ein Feuerlöscher mitgeführt werden.
- Die Ampelschaltung ist anders als in Deutschland: Grün - blinkendes Grün - Gelb - Rot. Das blinkende Grün entspricht Gelb in Deutschland. Wenn die Ampel auf Gelb steht, darf nicht mehr gefahren werden.

Geschwindigkeitsbegrenzungen:
- innerorts: 50 km/h;
- auf Landstraßen: 90 km/h;
- auf Schnellstraßen: 110 km/h;
- auf Autobahnen: 130 km/h.

Pannenhilfsdienst

Der ADAC-Auslands-Notruf bietet ADAC-Mitgliedern und Inhabern eines ADAC-Auslandskranken‑ und ‑unfallschutzes umfangreiche Hilfeleistungen bei Fahrzeugpannen, Verkehrsunfällen, Verlusten von Dokumenten und Geld bis hin zu medizinischen Notfällen. Die Notrufnummer ist rund um die Uhr erreichbar; bei Fahrzeugschäden: Tel. +49 (0)89 22 22 22, bei Erkrankungen: +49 (0)89 76 76 76.

Der ADAC-Partnerclub in Litauen ist Lietuvos Automobilininku Sajunga (LAS) in Vilnius, Tel. +370 (0)5 444 555 55.

Dokumentation

Der nationale Führerschein und ein Reisepass sind mitzuführen. Wer über Weißrussland anreist, benötigt ein Transitvisum, das vor Reiseantritt besorgt werden muss. Bei Anreise über Weißrussland empfiehlt sich auch die zusätzliche Mitnahme des Internationalen Führerscheins.

Für Staatsangehörige der EU- und EFTA-Länder gilt als Versicherungsnachweis das Autokennzeichen. Dennoch wird EU- und EFTA-Bürgern empfohlen, die Internationale Grüne Versicherungskarte mitzunehmen, um bei eventuellen Schadensfällen in den Genuss des vollen Versicherungsschutzes zu kommen und die Unfallaufnahme zu erleichtern. Ansonsten gilt der gesetzlich vorgeschriebene minimale Haftpflicht-Versicherungsschutz. Es ist außerdem empfehlenswert, den einheitlichen, europäischen Unfallvordruck mitzuführen.

Anmerkung zur Reise auf der Straße

Außer auf Autobahnen sind auf sämtlichen Straßen auch Fahrräder und Pferdegespanne erlaubt, die oft auch bei Dunkelheit unbeleuchtet unterwegs sind. Nachtfahrten sind daher möglichst zu vermeiden.

 

Unterwegs in der Stadt

In den Städten verkehren Busse und Oberleitungsbusse.

Vilnius verfügt über ein weit verzweigtes Busnetz. Informationen zu den Fahrplänen gibt es online bei Vilniustransport. Fahrkarten sind an Kiosken billiger als im Bus. Außerdem gibt es privat betriebene Minibusse, sogenannte Maršrutai, die dieselben Strecken wie öffentliche Busse fahren und auf Handzeichen hin anhalten.

Wer in Vilnius zentral wohnt, kann die Stadt auch bequem zu Fuß erkunden.

 

Vor Ort unterwegs mit der Bahn

Die staatliche Bahngesellschaft Lietuvos geležinkeliai verbindet Vilnius regelmäßig mit sämtlichen größeren Städten, wie Kaunas, Klaipeda und Siauliai.

Mehrmals täglich verkehren Züge von Vilnius zur Ostseeküste; allerdings nicht nach Palanga, dem beliebtesten Bade- und Kurort an der Ostsee. Von Kretinga oder Klaipeda können Reisende mit Bussen weitere Orte erreichen; von Klaipeda aus u.a. Nida und Juodkrante auf der Kurischen Nehrung.

Vorortzüge Richtung Ignalina verbinden Vilnius mit der Seenplatte im Trakaier Naturschutzgebiet.

Bahnpässe

Der Interrail One Country Pass und der Interrail Global Pass sind auch in Litauen gültig.

 

Gesundheitsvorsorge

Übersicht

Eine akzeptable Versorgung in Unglücks- und Krankheitsfällen ist in den größeren Städten Vilnius, Kaunas, Klaipeda, Panevezys und Siauliai gewährleistet. Für Staatsangehörige der EU- und EFTA-Länder gilt die Europäische Krankenversicherungskarte (EHIC). Die EHIC regelt die Versorgung und Kostenrückerstattung beim Krankheitsfall für EU- und EFTA-Staatsbürger. EHIC-Inhaber wenden sich im Krankheitsfall direkt an einen Vertragsarzt der örtlichen Krankenkasse (Valstybine ligoniu kasa - VLK). Diese gibt auch Auskünfte über die Anschriften der Vertragsärzte. Rechnungen von Privatärzten werden den Patienten vollständig in Rechnung gestellt. Allgemeinmediziner überweisen zum Facharzt.

In der EHIC ist kein Rücktransport nach einer schweren Erkrankung oder einem Unfall im Ausland enthalten. Die gesetzlichen Krankenkassen dürfen diese Leistung nicht anbieten. Einen Rücktransport bezahlen nur private Reiseversicherungen. Es wird deshalb empfohlen für die Dauer des Aufenthalts eine Auslandsreise-Krankenversicherung abzuschließen, die Risiken abdeckt, die von den gesetzlichen Krankenkassen nicht übernommen werden.

Eine individuelle Reiseapotheke sollte mitgenommen und unterwegs den Temperaturen entsprechend geschützt werden.

Essen und Trinken

Die Qualität des Leitungswassers hat sich zwar in den letzten Jahren verbessert. Dennoch sollte man wegen der Gefahr möglicher Darminfektionen auf eine sorgfältige Trinkwasser- und Nahrungsmittelhygiene achten. Es wird empfohlen, auf in Flaschen abgefülltes Wasser zurückzugreifen. Dabei sollte darauf geachtet werden, dass die Original-Verpackung nicht angebrochen ist. Fleisch- und Fischgerichte nur gut durchgekocht und heiß serviert essen. Gemüse sollte gekocht und Obst geschält werden.

Andere Risiken

Die vom Robert-Koch-Institut empfohlenen Standardimpfungen für Kinder und Erwachsene (u.a. gegen Tetanus, Diphtherie, Pertussis (Keuchhusten), Mumps, Masern, Röteln, Pneumokokken und Influenza) sollten vor der Reise ggf. aufgefrischt werden.

Landesweit besteht das Übertragungsrisiko von Borreliose durch Zecken v.a. in Gräsern, Sträuchern und im Unterholz. Hauptübertragungszeit ist April bis Oktober. Schutz bieten hautbedeckende Kleidung und insektenabweisende Mittel.

Auch die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) wird von April bis Oktober durch Zecken übertragen, v.a. im Zentrum des Landes, im Norden, im Distrikt Marijampole im Süden und um Kaunas. Zusätzlich werden landesweit auch FSME-Fälle gemeldet, die auf den Verzehr von Rohmilch von Schafen und Ziegen zurückzuführen sind. Zusätzlich zu den o.g. Schutzmaßnahmen ist gegen FSME eine Impfung möglich.

Hepatitis A und Hepatitis B kommen vor. Eine Hepatitis A-Schutzimpfung wird generell empfohlen. Die Impfung gegen Hepatitis B sollte bei längerem Aufenthalt und engem Kontakt zur einheimischen Bevölkerung sowie allgemein bei Kindern und Jugendlichen erfolgen.

Tollwut kommt landesweit vor. Hauptüberträger sind streunende Hunde, Katzen, Waldtiere und Fledermäuse. Für Rucksackreisende, Kinder, berufliche Risikogruppen und bei längeren Aufenthalten wird eine Impfung empfohlen. Bei Bisswunden so schnell wie möglich ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen.

Tuberkulose kann vorkommen. Die Ansteckung erfolgt von Mensch zu Mensch über Tröpfcheninfektion. 

Gesundheitszeugnis

Für Langzeitaufenthalte wird ein Gesundheitszeugnis ("Health Certificate") sowie ein HIV-Test in englischer Sprache verlangt.

In Litauen und in allen anderen EU-Ländern gilt neben dem digitalen COVID-19-Impfpass (EU Digital COVID Certificate) auch der Nachweis des COVID-Impfstatus mit dem Impfausweis in Papierform. Litauen akzeptiert das Schweizer COVID-Zertifikat.

Geld

Währung

1 Euro = 100 Cents. Währungskürzel: €, EUR (ISO-Code). Banknoten gibt es in den Werten 5, 10, 20, 50, 100, 200 und 500 Euro, Münzen in den Nennbeträgen 1 und 2 Euro, sowie 1, 2, 5, 10, 20 und 50 Cents. 

Der Euro wurde zum 01.01.2015 eingeführt.

Kreditkarten

Größere Hotels, Restaurants, Geschäfte und Banken akzeptieren gängige Kreditkartenwie Visa und Mastercard. Einzelheiten vom Aussteller der betreffenden Kreditkarte. An den zahlreich vorhandenen Geldautomaten in allen kleineren und größeren Städten kann häufig auch mit der Kreditkarte Geld abgehoben werden.

Geldautomaten

Girocard
Mit der Girocard (ehemals ec-Karte) wie Maestro-Karte, V Pay oder Sparcard und Pin-Nummer kann europaweit Bargeld in der Landeswährung von Geldautomaten abgehoben werden. In vielen europäischen Ländern ist es auch möglich, in Geschäften mit der Debitkarte zu bezahlen. Karten mit dem Cirrus-, V-Pay- oder Maestro-Symbol werden europaweit akzeptiert. Weitere Informationen von Banken und Geldinstituten. 

Achtung: Reisende, die mit ihrer Bankkundenkarte im Ausland bezahlen und Geld abheben wollen, sollten sich vor Reiseantritt bei ihrem Kreditinstitut über die Nutzungsmöglichkeit ihrer Karte informieren. 

Reiseschecks

Reiseschecks werden in Litauen nicht akzeptiert.

Öffnungszeiten der Bank

Mo-Fr 9.00-17.00 Uhr, einige Banken auch Sa 09.00-13.00 Uhr.

Devisenbestimmungen

Für Reisende innerhalb der EU bestehen keine Beschränkungen für die Einfuhr oder Ausfuhr von Landes- und Fremdwährungen. Für Reisende von außerhalb der EU besteht Deklarationspflicht für die Ein- und Ausfuhr von Barmitteln ab einem Gegenwert von 10.000 € (auch Reiseschecks, anderen Währungen oder auf Dritte ausgestellte Schecks).

Geldwechsel

Es gibt zahlreiche Wechselstuben, vor allem in größeren Hotels, Postämtern, Flughäfen und Bahnhöfen. Geld kann aber auch in Banken gewechselt werden.

Währungen

Sprache

Überblick

Amtssprache ist Litauisch. Es gibt eine große Anzahl von Dialekten, wie Aukstaiciai, Zemaiciai, Suvalkieciai und Dzukai. Polnisch, Belarussisch sowie teilweise auch Englisch und Deutsch werden ebenfalls gesprochen.

Öffentliche Feiertage

Anmerkung

Alle Feiertage, die auf einen Samstag oder Sonntag fallen, werden am darauf folgenden Montag begangen.

Zollfrei Einkaufen

Überblick

Folgende Artikel können (bei Einreise aus Nicht-EU-Ländern) zollfrei nach Litauen eingeführt werden (Personen ab 18 J.):

 

 

200 Zigaretten oder 100 Zigarillos oder 50 Zigarren oder 250 g Tabak (bei Einreise mit dem Flugzeug);

40 Zigaretten oder 20 Zigarillos oder 10 Zigarren oder 50 g Tabak (bei Einreise über Land/Wasser);

1 l Spirituosen mit einem Alkoholgehalt über 22 % oder 2 l Spirituosen mit einem Alkoholgehalt von höchstens 22 % oder Schaumwein;

4 l Tafelwein;

16 l Bier;

Geschenke/sonstige Waren bis zu einem Gesamtwert von 430 € (Flug- und Seereisen) bzw. 300 € (Reisen mit der Bahn/dem Auto); Kinder unter 15 Jahren generell 150 €.

Importbestimmungen

Reisende, die von außerhalb der Europäischen Union u. a. Fleisch- und Milcherzeugnisse in die EU einführen, müssen diese anmelden. Die Regelung gilt nicht für die Einfuhr von tierischen Produkten aus den EU-Staaten sowie aus Andorra, Liechtenstein, Norwegen, San Marino und der Schweiz. Wer diese Produkte nicht anmeldet, muss mit Geldstrafen oder strafrechtlicher Ahndung rechnen.

Verbotene Importe

Für lebendes Geflügel, Fleisch und Fleischerzeugnisse besteht im Reiseverkehr ein generelles Einfuhrverbot aus Drittländern (ausgenommen aus den Färöer, Grönland, Island, Liechtenstein und der Schweiz).

Import/Export in die EU

Der Warenverkehr innerhalb der EU ist für Reisende unbeschränkt, sofern die Waren für den persönlichen Bedarf und nicht für den Weiterverkauf bestimmt sind. Außerdem dürfen die Waren nicht in Duty-free-Shops gekauft worden sein. Über den persönlichen Eigenbedarf kann von den Reisenden ein Nachweis verlangt werden. Die Mitgliedstaaten haben das Recht, Verbrauchsteuern auf Spirituosen oder Tabakwaren zu erheben, wenn diese Produkte nicht für den Eigenbedarf bestimmt sind. 

Als persönlicher Bedarf gelten folgende Höchstmengen:
800 Zigaretten (Personen ab 17 J.);
400 Zigarillos (Personen ab 17 J.);
200 Zigarren (Personen ab 17 J.);
1 kg Tabak (Personen ab 17 J.);
10 Liter hochprozentige Alkoholika (Personen ab 17 J.);
20 Liter mit Alkohol angereicherter Wein (z. B. Port oder Sherry) (Personen ab 17 J.);
90 Liter Wein (davon höchstens 60 Liter Schaumwein) (Personen ab 17 J.);
110 Liter Bier (Personen ab 17 J.);
Parfüms und Eau de Toilette: Keine Beschränkungen, wenn nachgewiesen werden kann, dass die Menge für den persönlichen Verbrauch bestimmt ist.
Arzneimittel: Dem persönlichen Bedarf während der Reise entsprechende Menge.
Andere Waren: Der Warenverkehr innerhalb der EU ist für Reisende unbeschränkt. Ausgenommen davon sind jedoch Goldlegierungen und Goldplattierungen in unbearbeitetem Zustand oder als Halbzeug (Halbfabrikat) und Treibstoff. Kraftstoff darf nur mineralölsteuerfrei aus einem EG-Mitgliedstaat eingeführt werden, wenn er sich im Tank des Fahrzeuges oder in einem mitgeführten Reservebehälter befindet. Dabei wird eine Kraftstoffmenge von bis zu 10 Litern im Reservebehälter nicht beanstandet.

Wenn darüber hinausgehende Mengen dieser Waren mitgeführt werden, wäre z. B. eine Hochzeit ein Ereignis, mit dem sich ein Großeinkauf begründen ließe.
Anmerkung: Allerdings gibt es bestimmte Ausnahmen von der Regelung des unbeschränkten Warenverkehrs. Sie betreffen insbesondere den Neufahrzeugkauf und Einkäufe zu gewerblichen Zwecken. (Nähere Informationen hinsichtlich Steuern für Kraftfahrzeuge stehen im Leitfaden „Kauf von Waren und Dienstleistungen im Binnenmarkt“ der Europäischen Kommission.)

EU

Der Duty-free-Verkauf auf Flug- und Schiffshäfen wurde für Reisen innerhalb der EU abgeschafft. Nur noch Reisende, die die EU verlassen, können im Duty-free-Shop billig einkaufen. Bei der Einfuhr von Waren in ein EU-Land, die in Duty-free-Shops in einem anderen EU-Land gekauft wurden, gelten dieselben Reisefreimengen und derselbe Reisefreibetrag wie bei der Einreise aus nicht EU-Ländern.

Weitere Informationen sind vom litauischen Zoll (Internet: www.cust.lt) erhältlich.

Kommunikation

Telefon

Die Landesvorwahl von Litauen ist 00370. 

Mobiltelefon

GSM 900/1800, 3G (2100) und 4G (LTE/ 1800/ 2600). Netzbetreiber: Telia (GSM 900), Bite (2100) und Tele 2 (GSM 2100 und 2600 Mhz). Empfangs-/Sendebereich landesweit. Mobiltelefone können in Vilnius bei Bite gemietet werden. Internationale Roaming-Abkommen bestehen.

Auslandsroaming ist innerhalb der EU zum regulären Heimattarif des jeweiligen Anbieters nutzbar. Roaming-Gebühren wurden innerhalb der EU Mitte 2017 abgeschafft. Dennoch lohnt sich ggf. der Erwerb einer litauischen Prepaid-SIM-Karte.

Die Benutzung eines Mobiltelefons am Steuer ist außer mit Freisprechanlage verboten.

Internet

Internetanbieter sind u.a. Telia und Tele 2. Kostenlose WLAN-Hotspots stehen in Litauen auf zahlreichen öffentlichen Plätzen und Straßen, in Cafés und Restaurants, in Einkaufszentren, in Bahnhöfen und am Flughafen von Vilnius. Öffentliche Verkehrsmittel wie Busse und Züge bieten ebenfalls kostenloses WLAN. Öffentliche Internet-Einrichtungen sind in der litauischen Nationalbibliothek und in Internetzentren in Vilnius und in anderen großen Städten vorhanden. Internetcafés gibt es in allen größeren Städten. Viele Hotels bieten kostenloses WLAN. 

Post

Briefe nach Westeuropa sind bis zu 3 Tage unterwegs. Einige private Postunternehmen bieten Expressdienste an. Das Hauptpostamt in Vilnius heißt Lietuvos Pastas (A. Vivulskio 23.  Öffnungszeiten: Mo-Sa 08.00-20.00 Uhr, So 11.00-19.00 Uhr). Größere Postämter haben normalerweise Mo-Fr 09.00-18.00 Uhr und Sa 09.00-14.00 Uhr geöffnet.

Radio

Zahlreiche deutschsprachige Radiosender sind in Litauen u.a. über Astra-Satelliten bzw. über das Internet empfangbar.

Einkaufen

Überblick

Bernstein, Leinenstoffe und Kunstgewerbeartikel.

Öffnungszeiten der Geschäfte:
Mo-Fr 08.00-20.00 Uhr (Lebensmittelgeschäfte).

Kulinarisches

Übersicht

Spezialitäten sind Skilandis (Zwischenmahlzeit mit Fleisch), Salti Barsciai (kalt servierte Suppe), Bulviniai Blynai (Kartoffelpfannkuchen), Vedarai (Wurst aus Kartoffeln) und Cepelinai (aus geriebenen Kartoffeln mit Hackfleischfüllung). Geschmorte Gans mit Äpfeln und Pflaumen gefüllt ist eine weitere baltische Spezialität. Geräucherter Aal wird an der Ostseeküste serviert. Midus, das berühmte litauische Honiggetränk mit leichtem Alkoholgehalt, sollte man probieren.

Kultur

Religion

Überwiegend römisch-katholisch (79%); protestantische, jüdische und muslimische Minderheiten sowie Angehörige der russisch-orthodoxen Glaubensrichtung.

Soziale Verhaltensregeln

Umgangsformen: Zur Begrüßung gibt man sich die Hand. Die üblichen Höflichkeitsformen gelten auch hier. Litauer sind sehr stolz auf ihre Kultur und Geschichte, was man als Besucher respektieren sollte.

Trinkgeld: Zuschläge für Bedienung sind in den Rechnungen enthalten. Ein Extratrinkgeld in Höhe von 5-10% ist dennoch üblich. Taxifahrer erhalten ebenfalls ein Trinkgeld.

Rauchen: Rauchen ist in öffentlichen Einrichtungen wie in Gaststätten und in öffentlichen Verkehrsmitteln verboten. Flughäfen und Bahnhöfe sowie Fernzüge verfügen über Raucherzonen. 

Landesdaten

Vorwahl

+370

Fläche(qkm)

65300

Bevölkerung

2.722.289

Bevölkerungsdichte(pro qkm)

44

Bevölkerung im Jahr

2020

Mitglied der EU

Yes

Hauptnotrufnummer

112

HINWEISE

Wichtige Informationen zu dieser Reise

Nicht im Reisepreis enthalten
  • Trinkgelder für Reiseleiter und Fahrer
  • persönliche Ausgaben
  • nicht explizit im Reiseplan genannte Eintrittsgelder
  • ggf. Visakosten
Kulante Stornobedingungen

Neubuchungen mit Abreise ab 01.11.2020 können wie folgt kostenfrei storniert werden, sofern das Coronavirus eine Reise in das gebuchte Land unsicher macht oder eine Reisewarnung vorliegt:

  • Rundreise ohne internationalen Flug: bis 14 Tage vor Abreise
  • Rundreise mit internationalem Flug: bis 30 Tage vor Abreise
Sonstiges
  • Wir weisen darauf hin, dass unsere Reisen für Menschen mit eingeschränkte Mobilität nicht geeignet sind. Im Zweifel kontaktieren Sie uns bitte wegen Ihrer individuellen Bedürfnisse vor Buchung.
  • Änderungen vorbehalten, Programmänderungen wetterbedingt möglich.
Veranstalter

Veranstalter: viamonda GmbH

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